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Wie du deinen Regenerationszustand selbst überprüfen kannst

Um eine Leistungssteigerung zu erreichen ist deine Regeneration nach dem Training mindestens so wichtig, wie der im Training passend gesetzte Trainingsreiz. Deshalb ist es von Bedeutung, dass du auch deine Erholungsrate so sorgfältig überwachst, wie dein Training. Dafür gibt es einige Möglichkeiten.

Wenn du ein Trainingsprotokoll führst, dann bekommst du mit der Zeit ein Gespür dafür, wie dein Körper auf unterschiedliche Trainingsreize reagiert. Gleichzeitig helfen dir diese Aufzeichnungen dabei ein Übertraining zu vermeiden und/oder die Ursachen für Überlastungsverletzungen zu erkennen.

Indem du die nachfolgend genannten Regenerations-Parameter mit in dein Trainingsprotokoll aufnimmst, werden sie dir wertvolle Hinweise auf deinen Erholungszustand liefern und dir dabei helfen, deine Regeneration und damit deine Leistung in Training und Wettkampf zu verbessern. Weitere positive Nebeneffekte sind dabei, dass du deinen Körper besser kennenlernst, und größeren Zusammenhänge deines Trainings verstehst.

Dein morgendliche Ruhepuls

Du mußt deinen morgendlichen Ruhepuls für mindestens eine Woche regelmäßig möglichst zur gleichen Zeit unmittelbar nach dem Aufwachen messen (im Liegen, bevor du aufstehst), und aus den gesammelten Daten einen Durchschnittswert ermitteln. Besser sind zwei oder drei Wochen. Dann sollte sich ein halbwegs stimmiges Bild ergeben. Liegt dann deine morgendliche Ruheherzfrequenz fünf oder mehr Schläge über deinem üblichen Durchschnittswert, ist dies ein Anzeichen dafür, dass dein Körper etwas mehr Ruhe braucht. Ursachen für erhöhte Werte im Ruhepuls sind ein hartes Training am Vortag, von dem der Körper sich noch nicht ausreichend erholt hat. Aber auch zu wenig Schlaf oder zu wenig erholsamer Schlaf treiben deine morgendliche Herzfrequenz nach oben. Eine volle, drückende Blase kann diesen Wert ebenfalls beeinflussen, sowie ein Infekt. Darüber hinaus gibt es noch unzählige weitere Einflußfaktoren. Überlege dir, was die Abweichung verursacht haben könnte und handle danach. Bei einem Infekt solltest du – je nach Schwere – dein Training reduzieren, austauschen (gegen eine Rekomeinheit) oder ausfallen lassen. Das gleiche gilt, wenn sich dein Körper noch nicht ausreichend von einem harten Training erholt hat.

Deine Schlafqualität

Deine Schlafqualität kannst nur du selbst subjektiv beurteilen. Wenn du morgens schwer aus dem Bett kommst und jedesmal ein Gefühl hast, ein Zug hätte dich überfahren, dann ist deine Schlafqualität sehr schlecht. Dein Körper regeneriert sich vor allem im Schlaf.
Vor allem dauerhaft schlechte Schlafqualität hat einen direkten Einfluß auf dein Leistungsvermögen als Triathlet. Schlechter Schlaf kann vielerlei Ursachen haben, die nicht unbedingt mit deinem Training zu tun haben müssen, sondern in deinem „normalen“ Leben zu finden sind. Geldsorgen, Jobprobleme, Beziehungsstress, Neugeborene Kinder oder Kleinkinder, Sensibilität gegenüber Chemikalien, Strahlungen oder ähnliches kann alles zu einer reduzierten Schlafqualität führen.
Du kannst eine zusätzliche Spalte in dein Trainingsprotokoll einfügen und deine Schlafqualität mit Schulnoten bewerten. Von 1 = sehr gut, bis 6 = ungenügend.

Deine Schlafdauer

Auch deine Schlafdauer wirkt sich auf die Qualität deiner Regeneration und die Adaptionsprozesse deines Körpers aus. Eine Nacht zu wenig Schlaf kann fast jeder mal wegstecken. Dauerhaft zu wenig Schlaf macht sich jedoch als Leistungsabfall bemerkbar. Die optimale Anzahl der Schlafstunden, die jeder braucht, ist individuell. Hier spielen deine Erfahrungswerte eine Rolle. Intensives Training erfordert normalerweise mehr Schlaf. Aber auch bei anderen zusätzliche Belastungen außerhalb deines Trainings fordert dein Körper mehr Schlaf zur Erholung ein. Auch hier fügst du eine weitere Spalte in dein Trainingsprotokoll ein, wo du deine täglichen Schlafstunden eintragen kannst.

Deine Gewichtskontrolle

Wenn du dein Gewicht kontrollierst, dann solltest du das möglichst immer zu gleichen Tageszeit machen, am besten morgens nach dem Gang zur Toilette. Leichte Gewichtsschwankungen von Tag zu Tag können ein Hinweis auf ein leichtes Wasserdefizit sein. Ein nicht beabsichtigter Gewichtsverlust über mehrere Wochen zeigt dir an, dass du nicht ausreichend Energie über deine Nahrung aufnimmst, die die Art deines Training verlangt. Darüber hinaus kann es ein Hinweis auf ein Übertraining oder eine ernsthafte Erkrankung sein. Hier fügst du ebenfalls eine Spalte für dein Gewicht in dein Trainingsprotokoll ein. Ob du dich täglich wiegst oder alle zwei, drei Tage, bleibt dir überlassen. Nur regelmäßig, mehrmals pro Woche sollte es sein. Je umfangreicher und intensiver das Training, desto öfter solltest du auch dein Gewicht kontrollieren und protokollieren.

Deine Ernährungsqualität

Wenn du dich müde und abgeschlafft fühlst, kann das an deiner mangelhaften Qualität deiner Ernährung liegen. Es kann durchaus an einer ungenügend Zufuhr von Kohlenhydraten liegen, wenn du dich in einem Ausdauertraining schwach fühlst. Hier kannst du bei Bedarf ein separates Ernährungstagebuch führen, in welches du alles einträgst, was du ißt und trinkst. Oder du beschränkst dich wieder auf eine Spalte in deinem Trainingsprotokoll in welcher du die Qualität deiner Nahrungsaufnahme nach Schulnotenprinzip beurteilst. Eine genauere Methode ist natürlich das Ernährungsprotokoll. Du wirst mit der Zeit herausfinden, mit welchen Nahrungsmitteln du eine gute oder weniger gute Leistung in Training und Wettkampf bringen kannst.

Deine Hydrierung

Flüssigkeitsmangel hat unmittelbare negative Auswirkungen auf deine Ausdauerleistung und verzögert deine Regeneration. Jedoch ist der Grad der Dehydrierung, bei welcher ein Leistungsabfall eintritt, individuell und nur über Erfahrung herauszufinden. Die tägliche Gewichtskontrolle kann eine gute Hilfe dabei sein, eine starke Dehydrierung zu vermeiden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin im Trainingsprotokoll auch den Grad deiner täglichen Flüssigkeitszufuhr über das Schulnotensystem zu bewerten und mögliche Gründe für einen hohen Flüssigkeitsverbrauch anzugeben.

Dein Energielevel

Damit ist gemeint, wie du dich allgemein fühlst: Mit Energie geladen, so dass du Bäume ausreißen könntest und in jedem Training eine neue persönliche Bestzeit aufstellen wolltest. Oder abgeschlafft, lustlos und müde. Das sind natürlich zwei Extreme zwischen welchen es noch einige Feinabstufungen gibt. Fehlende Energie kann viele Ursachen haben. Beispiele sind zu wenig oder wenig erholsamer Schlaf, Infekte, Krankheiten, Dehydrierung, falsche Ernährungsweise, niedrige Eisenwerte im Blut, fehlende Regeneration nach mehreren (langen oder intensiven) Trainings. Aber auch Belastungen von außerhalb deines Trainings spielen eine Rolle, wie zusätzlicher Stress im Job oder Beziehungsprobleme etc. Bau eine weitere Spalte in dein Trainingsprotokoll ein und vergleiche die Werte deines täglichen Energielevels mit den Werten deiner Hydrierung, Ernährung, Schlafdauer, Schlafqualität, deinem Training und deinem Ruhepuls. Und es wird sich ein komplettes Bild ergeben wie diese Faktoren zusammenhängen.

Deine muskulären Beschwerden

Eine gewisse Muskelsteifigkeit nach einem harten oder langen Training ist durchaus normal. Auch längere Bergabläufe verursachen muskuläre Beschwerden, die einige Tage anhalten können. Diese sollte sich jedoch mit einer passenden Erholungspause wieder geben. Wenn du länger anhaltende allgemeine muskuläre Beschwerden hast, kann das darauf hindeuten, dass deine Regeneration unzureichend ist und du auf dem Weg in ein Übertraining bist. Es kann aber auch ein Hinweis auf einen Infekt sein. Auch dies sind Erfahrungswerte, die du in deinem Trainingsprotokoll festhalten und über einen längeren Zeitraum dokumentieren solltest.

Deine Trainingsherzfrequenz

Ähnlich wie deine Ruheherzfrequenz, sagt auch deine durchschnittliche Trainingsherzfrequenz je nach Trainingsbereich etwas über deinen Regenerationszustand aus. Wenn deine Herzfrequenz bereits in einem ruhigen bis lockeren Tempo fünf Schläge pro Minute oder mehr von deinen Erfahrungswerten abweicht, solltest du dir mindestens einen weiteren Ruhetag vor einem erneuten harten Training gönnen. Abweichungen können jedoch nicht nur durch fehlende Regeneration hervorgerufen werden, sondern auch durch ein vorhandenes Flüssigkeitsdefizit, ungewohnt heißes und feuchtes Klima, starken Gegenwind und ähnliches.

Deine Umweltbedingungen

Ungewohnt hohe Temperaturen und/oder hohe Luftfeuchtigkeit beeinflussen deine Leistung und Regeneration, ebenso wie ungewohnte Kälte. Das gleiche gilt für fehlende Höhenakklimatisation oder hohe Luftverschmutzung. Bei allergischen Reaktionen auf bestimmte Pollenarten, kann deine Leistung und Regeneration aufgrund der Belastung deiner Augen und/oder Atmungsorgane ebenfalls eingeschränkt sein. Bei fehlender Höhenakklimatisation solltest du testen, inwieweit und schnell sich dein Körper an die Trainingsverhältnisse in der Höhe gewöhnt oder ob er sich überhaupt daran gewöhnt (non-responder). Wenn du feststellst (Erfahrungswerte -> Trainingsprotokoll), dass sich deine Erholung nach dem Training bei extremen Umweltbedingungen verzögert, ist es manchmal empfehlenswert das Training nach drinnen zu verlegen (Schwimmen, Radfahren auf der Rolle oder Laufband) oder auf ein Krafttraining, Stabitraining oder Zirkeltraining auszuweichen. Manchmal tut auch ein zusätzlicher Ruhetag gut.

Fazit

Eine detailierte Protokollierung deiner Regenerationsparameter hilft dir dabei deine Leistungen im Triathlon besser zu verstehen und indem du lernst, wie du mit bestimmten Faktoren dein Training beeinflussen kannst, deine Leistungen zu verbessern.

PS. Wenn du bestimmte Herzfrequenzmessgeräte von Polar oder Suunto dein eigen nennst, kann du dir über die Messung der Herzfrequenzvariabilität täglich deine Erholungswerte anzeigen lassen und deinen optimalen Trainingspuls vorgeben lassen. Das ist zwar bequem, aber du lernst nichts dabei.

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Tipps für Laufeinsteiger – Wann solltest du deine Laufschuhe austauschen?

Irgenwann kommt für dich der Zeitpunkt, an dem du dich von deinen alten Laufschuhen verabschieden musst.

Inzwischen hast du vielleicht festgestellt, dass Laufschuhe nicht ewig halten. Du brauchst deshalb nicht jeden Monat ein neues Paar Laufschuhe zu kaufen. Trotzdem sollte dir bewußt sein, dass sich die Lebensdauer deiner Laufschuhe je nach Umfang ihres Einsatzes reduziert.

Durchschnittliche Lebensdauer der Laufschuhe

Die meisten Laufschuhe halten zwischen 600 und 800km. Manche Laufschuhe halten vielleicht 1000km, und andere wiederum kannst du bereits nach 500km in die Tonne treten.

Faktoren, die zur Abnutzung der Laufschuhe beitragen

Je höher dein Körpergewicht ist, desto schneller nutzt sich die Dämpfung deiner Laufschuhe ab. Ist deine Lauftechnik mangelhaft, nutzen sich deine Laufschuhe an bestimmten Stellen schneller ab. Beispielsweise, wenn du bei dich bei jedem Schritt ausbremst, wird sich deine Sohle im Ballenbereich schneller abnutzen. Auch Fuß- und Beinfehlstellungen, wie ausgeprägte Pronation (Innenrotation des oder Supination, X- oder O-Beine, begünstigen die einseitige Abnutzung. Die Art des Untergrundes spielt ebenfalls eine Rolle im Zusammenhang mit der Art des Laufschuhs und natürlich dein Laufumfang. Das heißt, wenn du mit superleichten Wettkampfschuhen Trails läufst, werden sie schneller verschlissen sein, als wenn du mit Trailschuhen in diesem Gelände läufst. Deine Laufschuhe nutzen sich schneller ab, wenn du sechs mal pro Woche läufst, als wenn du nur zwei mal pro Woche läufst.

Wann und warum brauchst du mehr als ein Paar Laufschuhe?

Als Vielläufer solltest du dir zwei oder drei Paar Laufschuhe zulegen, die du abwechseln kannst. Das gibt dem Material der Laufschuhe Gelegenheit sich von der Belastung zu erholen. Deine Füße haben Abwechslung, besonders wenn es unterschiedliche Laufschuhe sind. Es kann durchaus der gleiche Schuhtyp sein (beispielsweise ein Lightweight Trainingsschuh), aber unterschiedliche Marken (Asics, Saucony, Addidas, Puma, Mizuno, Woolf, KSwiss, NewBalance, Nike etc. …). Durch diese Abwechslung und die geringere Abnutzung lassen sich sogar (Überlastungs-)Verletzungen vermeiden.

Laufschuhkilometerprotokoll

Es ist sinnvoll die gelaufenen Kilometer deiner Laufschuhe zu dokumentieren. Das kannst du ebenfalls in deinem Trainingsprotokoll oder Trainingstagebuch tun. Spätestens dann, wenn du in einem Paar deiner Laufschuhe plötzlich Beschwerden bekommst oder dir Blasen läufst (was vorher nicht der Fall war), ist es Zeit die Laufschuhe auszutauschen.

Investiere in deine Laufschuhe

Laufen ist ein relativ preisgünstiger Sport. Das einzige woran du nicht sparen solltest, ist ein (oder mehrere) Paar Laufschuhe, die zu dir und deinem Laufverhalten passen. Hier findest du einen Beitrag, der dir beim Laufschuhkauf helfen kann. Kontrolliere regelmäßig die Sohlen deiner Laufschuhe auf übermäßigen Abrieb. Wenn du deine Laufschuhe mit schiefgelaufenen Absätzen ersetzt, kann das für dich den Unterschied zwischen Laufbeschwerden und keinen Laufbeschwerden bedeuten.

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Trainingsprotokoll – Diese Daten gehören hinein

Natürlich kannst du dein Trainingsprotokoll so detailliert gestalten, wie DU es für richtig hältst. Aber: Je mehr Daten du festhältst, desto leichter wird es später für dich sein nachzuvollziehen, was zu deinen Leistungen – egal ob Erfolg oder Mißerfolg – beigetragen hat.

Diese Daten kannst du aufzeichnen:

  • laufende Wochennummer im Macrozyklus/Trainingsjahr oder Kalenderjahr
  • Tag (Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag)
  • Trainingszeit/Startzeit (Uhrzeit oder mindestens vormittag, nachmittag)
  • Datum
  • Ruhepuls
  • Körpergewicht
  • Schlafstunden (wieviele Stunden hast du geschlafen)
  • Sportart(en) (Schwimmen, Laufen, Radfahren, Skilanglaufen, Krafttraining, Yoga, …)
  • Trainingsdauer – Zeit 00:00:00
  • Trainingsdistanz (Meter, Kilometer)
  • Trainingsinhalte – Überdistanz, Intervalltraining (ext-int), Steigerungen, neg. Splits, Antritte, technische Übungen, welche Übungen, wieviel Sets, wieviele Wiederholungen, wieviel Gewicht etc.
  • Trainingsintensität (Grundlagenausdauer [GA1], spezielle Ausdauer [GA2], Kraftausdauer [KA1-2], Wettkampfspezifische Ausdauer [WSA]; durchschnittliche Herzfrequenz der Trainingseinheit und/oder als empfundene Intensität anhand der Borg-Skala
  • Training beendet – JA/NEIN – Grund ins Trainingstagebuch oder ins Notizfeld
  • Gefühl beim Training (Skala von 1-5 [von 1 = schlecht bis 5 = phantastisch, Borg-Skala], oder als Beschreibung ins Notizfeld)
  • Laufschuhe, ggfs. mit km-Angabe. Damit kannst du die Lebensdauer deiner Laufschuhe erfassen. Manche Laufbeschwerden lassen sich auf die Laufschuhe – wie Wechsel der Marke, abgelaufen etc. – zurückführen.

Wie so ein Trainingsprotokoll beispielhaft aussehen kann, zeige ich dir hier:

Musterseite Trainingsprotokoll
Musterseite Trainingsprotokoll

Wenn du auf das Bild klickst, öffnet sich in diesem Fenster ein Fenster mit einer deutlicheren Darstellung. Mit der Pfeiltaste kommst du wieder zurück auf diese Seite.

Hinweis: Die Musterseite meines Trainingsprotokolls dient zu deiner Inspiration. Du kannst es als Vorlage benutzen. Ich werde hier nicht mein komplettes Trainingsprotokoll posten.

Dieses Trainingsprotokoll ist manuell in Excel gestrickt. Es läßt sich flexibel an die individuellen Bedürfnisse anpassen. Jeder Monat hat eine Seite. Am Anfang der Mappe gibt es eine Übersicht (Tabellenblatt), worin sich die Monate aktuell aufsummieren, im ständigen Vergleich mit der Jahresplanung. Die Zahlen aus der Jahresplanung übernehme ich monatsweise in das jeweilige Tabellenblatt. So sehe ich immer wo ich stehe und kann meine Planung jederzeit anpassen. Wer es graphisch mag mit Torten, Balken oder Linien kann sich das aus den Zahlen per Knopfdruck (naja – fast) generieren lassen.

Die Spalten sind relativ selbsterklärend. In den ersten Sportart-Spalten (Swim, Bike Indoors/Outdoors, Run, Other Sports, Stretching, Strength Training) setze ich nur ein Kreuz, damit ich für spätere Auswertungen Filtern oder Sortieren kann. In „Exercise Time“ summieren sich alle Einheiten, egal was.

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© 2011-2015 Vera Honoschenko. Alle Rechte vorbehalten.

Gute Gründe ein Trainingsprotokoll zu führen

Sportliche Leistung ist etwas äußerst individuelles. Jeder ambitionierte Triathlet hat das Ziel seine sportlichen Leistungen zu verbessern. Ein Trainingsprotokoll ist eines der besten Werkzeuge dazu.

Wenn du nur einen Tag oder eine Woche deines Trainings betrachtest, kannst du die Muster deiner Leistungsentwicklung nicht erkennen. Wenn du allerdings mehrere Wochen, Monate oder Jahre vergleichst, dann wirst du im Rückblick vieles erkennen, was zur Entwicklung deiner jetzigen Leistung beigetragen hat.

Wenn du deine Aufzeichnungen vergleichst, kannst du Beziehungen zwischen deinen Trainingsergebnissen und Wettkampfleistungen herstellen. Wenn du die Daten analysierst, findest du heraus warum etwas gut geklappt hat, oder warum etwas schief gegangen ist.

Für Multisportler – wie Triathleten – ist es besonders empfehlenswert ein Trainingsprotokoll zu führen, um immer einen Überblick über die drei Disziplinen zu behalten.

Was ist ein Trainingsprotokoll?

Ein Trainingsprotokoll oder Trainingstagebuch ist erst einmal eine Gedankenstütze. Es kann aus losen Notizen bestehen oder ein detailliertes Protokoll oder Fahrtenbuch sein. Es kann wie ein Bericht verfaßt sein oder wie eine reine Datensammlung. Es ist eine persönliche Aufzeichnung von Ereignissen, Erfahrungen und Beobachtungen. Kennzeichen eines Trainingsprotokolls ist eine systematische, kontinuierliche und zeitlich geordnete Aufzeichnung von trainingsrelevanten Daten über einen längeren bis langen Zeitraum.

Warum solltest du ein Trainingsprotokoll führen?

Nachfolgend findest du eine Auflistung guter Gründe, warum du ein Trainingsprotokoll führen solltest.

Trainingswirksamkeit

Verfolge einen Leistungshöhepunkt zurück, und du bekommst einen genauen Überblick darüber, wie du dort hin gelangt bist. Stell dir unter anderem die folgenden Fragen: Was war dein Körpergewicht, als du eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt hast? Wie lang und häufig waren deine Entlastungszeiten? Wie lang war deine Tapering? Was waren deine Schlüsseleinheiten?

Pädagogischer Wert

Ein Trainingsprotokoll lehrt dich mehr Verantwortung für dich selbst zu übernehmen. Du setzt dich mehr mit deinem Training und deinem Körper auseinander und machst dir mehr Gedanken über deine Gesundheit. Du lernst Zusammenhänge und Muster zu erkennen zwischen deinem Training, der Erholung und deiner Leistung. Du begreifst den Sinn von Trainingsinhalten und Trainingsplanung.

Leistungseinbrüche

Stellst du einen Abwärtstrend in deinen Leistungen ohne einen offensichtlichen Grund fest, dann verfolge dein Trainingsprotokoll zurück und identifiziere die Auslöser. Ursachen können unter anderem Schlafmangel, zu hohe Umfänge, zu viel Intensität, schlechte Ernährung sein. Wenn du deine Fehler gefunden hast, kannst du sie korrigieren und dafür sorgen, dass du sie nicht wiederholst.

Mit der kontinuierliche Erfassung deiner Trainingsdaten kannst du einer Verschlechterung deiner Leistungen rechtzeitig entgegenwirken. Wartest du zu lang, dann mußt du drastische Veränderungen in deiner Trainingsplanung vornehmen. Das reicht bis zur Verschiebung oder Stornierung deines Hauptwettkampfes.

Trainingsmuster

Indem du auch deine Ermüdungslevel lückenlos dokumentierst, kannst du beispielsweise den für dich optimalen Ruhetag in der Woche heraus finden. Wenn du feststellst, dass es dir an einem Tag der Woche besonders schwer fällt zu trainieren, oder an diesem Tag deine Leistungen immer schlechter sind als sonst, dann empfiehlt es sich deinen Ruhetag auf diesen Wochentag zu verlegen.

Trainingssteuerung

Durch den ständigen Ist-Soll-Vergleich zwischen deinem Trainingsprotokoll und deinem Trainingsplan, siehst du sofort, ob du „im Plan liegst“ oder deinen Trainingsplan an deine aktuellen Leistungen anpassen musst. Gleichzeitig solltest du auch immer dein Endziel vor Augen haben und den zur Verfügung stehenden Zeitraum realistisch in deine zukünftige Trainingssteuerung mit einbeziehen.

Selbstvertrauen

Müde Beine sind oft der einzige Beweis für ein hartes Training. Die müden Beine erholen sich nach ein paar Tagen. Während der Taperphase für einen Hauptwettkampf ist es leicht die harte Arbeit der Vorbereitungszeit zu vergessen. Zweifel können aufkommen, ob du ausreichend getan hast. Dein Trainingsprotokoll listet dir unbestechlich auf, was du geleistet hast, um so weit zu kommen. Wenn du deine protokollierten Leistungen überprüfst, stärkt dir das den Rücken, wenn deine Zuversicht ins Wanken gerät.

Motivation

Du solltest in dein Trainingsprotokoll Daten wie Leistungstests, wichtige Trainings und Wettkämpfe eintragen. Wenn du diese Daten über einen längeren Zeitraum vergleichst, sollten sie eine Leistungssteigerung anzeigen. Das bringt dir zusätzliche Motivation. Zusätzlich kannst du beispielsweise versuchen deine letztjährigen Zeiten beim gleichen Wettkampf zu toppen. Du förderst deine Leistungsbereitschaft weiter, wenn du dazu gezwungen bist, dich mit den Hintergründen des Training und den Auswirkungen auf deinen Körper bewußt auseinandersetzen mußt.

Ein Trainingsprotokoll erschwert es dir eine Trainingseinheit ausfallen zu lassen, wenn du dir ins Bewußtsein rufst, dass du deine Aktivitäten aufzeichnen mußt. Viele Triathleten veröffentlichen ihre Trainingsprotokolle im Internet und sorgen so für zusätzlichen Motivation geplante Einheiten einzuhalten.

Arbeitshilfe für deinen Trainer

Dein Trainingsprotokoll ist ein wertvolles Hilfsmittel für deinen Trainer – wenn du einen hast. Je besser (= detaillierter) die Informationen sind, die du deinem Trainer zu Verfügung stellst, desto besser wird seine Arbeit für dich sein (beispielsweise Trainingsplanung oder Coaching). Dein Trainer kann nur mit den Daten arbeiten, die du ihm gibst. Aus dem gleichen Grund ist bei einem Trainerwechsel ein Trainingsprotokoll ein wichtiges Dokument.

Leistungssteigerung

Die meisten Triathleten haben von Saison zu Saison ein höher gestecktes Ziel. Am Ende einer jeden Saison ist dein Trainingsprotokoll eine schriftliche Dokumentation dessen, was für dich in deinem Training funktioniert und was du besser lassen solltest. Welche Art von Wettkämpfen liegen dir? Wieviel Umfang/Intensität/etc. brauchst du, um eine gute Leistung zu erzielen? etc. All diese Daten kannst du für die Trainingsplanung deiner nächsten Saison heranziehen.

Zielfokussierung

Dein Trainingsprotokoll ist ideal, um in direktem Kontakt zu deinen Zielen zu bleiben. Wenn dein Training gut läuft, ist es leicht das Ziel aus den Augen zu verlieren und abgelenkt zu werden. Ein Blick in dein Trainingsprotokoll und deinen Trainingsplan zeigen dir schnell was du noch zu tun hast, um dein Ziel zu erreichen.

Emotionales Ventil

Training und Wettkämpfe können irrationale Gefühle auslösen. Nach deinem Saisonhöhepunkt kann es nach einigen Tagen oder Wochen dazu führen, dass du dich in Frage stellst und darüber grübelst, ob du tatsächlich alles gegeben hast, oder ob noch mehr gegangen wäre.

Außer dir oder deinen Trainer interessieren sich jedoch weder deine Familie noch deine Freunde lange dafür, ob dein Wettkampf schlecht war oder nicht. Ein Trainingsprotokoll eignet sich hervorragend, um solche Gefühle zu Papier zu bringen. Wenn du etwas nieder geschrieben hast, schaffst du dir emotionale Distanz und eröffnest dir eine andere Perspektive.

Erinnerungswert

Wenn du ein Trainingsprotokoll über mehrere (oder viele) Jahre führst, kann es dir eine große Zufriedenheit geben schwarz auf weiss zu sehen, wohin dich die endlosen Trainingsstunden gebracht haben.

Warum führst du ein Trainingsprotokoll? Hinterlasse einen Kommentar (dazu brauchst du einen WordPress Account) oder schick mir eine E-Mail an jane_doe_muc (at) web (dot) de

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