Schlagwort-Archive: Laufen

Du bist der Athlet, der du gewählt hast zu sein (auch im Kraulschwimmen)

Du bist der Athlet, der du gewählt hast zu sein - Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de
Du bist der Athlet, der du gewählt hast zu sein – Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de

Heute gibt es mal einen sportphilosophischen Ausflug…

Wenn du auf dein Athleten-Dasein zurück blickst, wird es mit großer Wahrscheinlichkeit Dinge geben, die du bedauerst gemacht zu haben.

Jeder trifft mal falsche Entscheidungen.

Glauben wir zumindest.

Aber sie stellen sich erst im Nachhinein, im Rückblick, als falsch heraus.

In dem Augenblick, in dem du die Entscheidung triffst, hältst du sie für richtig.

Sonst würdest du sie nicht treffen.

Ich kenne niemanden, der absichtlich falsche Entscheidungen trifft.*

* außer Berufslügner wie Politiker, Bankster und Konsorten.

Dein Athletenleben besteht aus ständigen Entscheidungen:

  • Gehe ich ins Frühschwimmen oder bleibe ich lieber in meinem warmen Bett liegen?
  • Mache ich diese Wiederholungen im Krafttraining bis zum Muskelversagen oder höre ich lieber vorher auf?
  • Achte ich kontinuierlich und konzentriert auf das was ich tue oder lenke ich mich lieber mit Musik im Ohr ab?
  • Mache ich noch eine extra Runde, die nicht auf dem Plan steht oder begnüge ich mich mit dem, was alle anderen auch tun?
  • Verlasse ich meine Komfortzone und wage etwas anderes (neues) oder bleibe ich in meiner Komfortzone und mache weiterhin dasselbe?
  • Suche ich nach Abkürzungen oder stelle ich mich der wirklichen Herausforderung?
  • Suche ich nach Ausreden oder suche ich nach Lösungen?
  • Fange ich an aus meinen Fehlern zu lernen oder bin ich gezwungen sie bis an mein Athleten-Lebensende zu wiederholen?*

* Du bist gezwungen die gleichen Fehler zu wiederholen, und zwar so lange, bis du sie tatsächlich abstellst. Wie im Sport so im Leben. Ausdauersport ist eine so schöne Metapher für das Leben… denn er besteht aus tausendfachen Wiederholungen der gleichen Bewegungen… Und du kommst nur wirklich vorwärts, wenn du die Fehler abstellst.

Egal, welche Entscheidung du triffst, es ist die einzige, die du treffen kannst.

Andernfalls würdest du dich anders entscheiden.

Alles, was du als Athlet tust, hast du dir selbst so ausgewählt.

Was gibt es also zu bedauern?

Nichts.

Du bist der Athlet, der du gewählt hast zu sein.

Und jede Entscheidung, die du getroffen hast, hat dich zu dem Athleten gemacht, der du heute bist.

Willst du morgen ein besserer Athlet sein?

Dann treffe heute bessere Entscheidungen.

Welcher Athlet willst du sein?


** Inspiriert durch Paul Ardens Buch „Whatever You Think Think The Opposite.“ Adaptiert durch mich.

Hier gibt es das Buch Whatever You Think, Think the Opposite (Englisch) bei amazon.de*, **

Und auf Deutsch: Egal, was du denkst, denk das Gegenteil *, **

* Affiliate-Link

** Das Buch hat NICHTS mit Sport zu tun!

Trainingsangebot

Kraultechnik lernen und verbessern speziell für erwachsene Späteinsteiger ins Kraulschwimmen - Workshops, Videoanalysen und Trainingspläne - Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de
Kraultechnik lernen und verbessern speziell für erwachsene Späteinsteiger ins Kraulschwimmen – Workshops, Videoanalysen und Trainingspläne – Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de

Buche den 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshop 1 (WS-1) und lerne dir die Grundlagen einer Kraultechnik, die dir entspanntes Kraulschwimmen und schnellere Schwimmzeiten erlaubt.

Lerne wie du die Inhalte deines Trainings so veränderst, daß sie deinem Zeitbudget gerecht werden und trotzdem bessere Schwimmergebnisse bringen. Lerne endlich richtig Kraul „schwimmen“ anstatt dich mit Schwimmhilfen nur über Wasser zu halten.

  • Du möchtest dein Verbesserungspotenzial im Detail kennenlernen? Konkrete Hinweise zu Ursachen, Folgen und Korrekturen?

Buche eine Kraultechnik-Videoanalyse*, wenn du das genau wissen willst. Und was du wie in den nächsten 6-12 Monaten verbessern müßtest, um zukünftig leichter und schneller Kraul zu schwimmen

  • Du weißt nicht, mit welchen Fokuspunkten du deine Kraultechnik verbessern mußt um leichter und schneller Kraul zu schwimmen?

Buche die Kraultechnik-Trainingspläne*, wenn du eine „Bedienungsanleitung“ haben willst, wie du deine Kraultechnik verbessern müßtest, um leichter und schneller Kraul zu schwimmen.

* Videoaufnahmen sind dazu notwendig.

Kontakt

Für weitere Informationen zu

  • Kraultechnik-Workshops
  • Kraultechnik-Videoanalysen
  • und Kraultechnik-Trainingsplänen
  • Verfügbarkeit
  • Preise
  • und Buchung

sende eine E-Mail an vera (dot) honoschenko (at) schwimmstudio (dot) de oder nutze das folgende Kontaktformular

Bitte achte auf die korrekte Schreibweise deiner E-Mail Adresse und beachte die E-Mail Etikette. Danke.

Links

Was bringt dir eine Videoanalyse für deine Kraultechnik?
Verbessere deine Kraultechnik mit dem 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshop 1 (WS-1) für schnellere Schwimmzeiten in Training und Wettkampf
Lerne als erwachsener Anfänger die Grundlagen der Kraultechnik mit dem 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshop 1 (WS-1)
Arbeite gezielt an deinem Unterwasserarmzug mit dem 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshop 2 (WS-2)
Stöbere im Artikelverzeichnis dieses Blogs

(c) 2018 Vera Bleeke. Alle Rechte vorbehalten.

Stärke JETZT deine Rumpfmuskulatur

Du trainierst deine Rumpfmuskulatur nicht in den drei Triathlon-Ausdauersportarten. Aber du brauchst eine stabile Rumpfmuskulatur für die Haltearbeit in allen drei Disziplinen: Schwimmen, Radfahren, Laufen.

Im Schwimmen hilft sie dir u.a. deine Körperspannung zu halten und unterstützt deinen Vortrieb in der Ganzkörperrotation des Kraulschwimmens. Ist deine Rumpfmuskulatur zu schwach, verlierst du deine Körperspannung und damit sofort an Schwimmgeschwindigkeit, denn Ausweichbewegungen finden statt, mit welchen du dich ausbremst.

Im Radfahren trägt sie u.a. deinen Oberkörper, so daß weniger Gewicht auf deinen Sitzknochen und deinen Händen lastet. Ist deine Rumpfmuskulatur zu schwach, dann kann das Rückenschmerzen, Sitzbeschwerden oder eingeschlafene Hände zur Folge haben.

Im Laufen hält sie u.a. deine Körperaufrichtung und erhält dir damit deine Schrittlänge und dein Lauftempo. Ist deine Rumpfmuskulatur zu schwach, verlierst du deine Aufrichtung und damit deine Schrittlänge. Das heißt du verkürzt deine Strecke pro Schritt, was sich sofort auf deine Laufgeschwindigkeit auswirkt. Zusätzlich veränderst du Hebelwirkungen in deinem Körper, was zu einem erhöhten Risiko für Verletzungen führt.

In allen drei Disziplinen hilft sie dir in der Kraftübertragung bei jedem Bewegungszyklus um schneller zu sein und Verletzungen zu vermeiden. Du machst noch kein Training für deine Rumpfmuskulatur? Dann wird es aber Zeit…

Hier findest du Links zu Competitor.com auf ein paar Videos mit Übungen in drei Schwierigkeitsvariationen für hauptsächlich – aber nicht nur – die Rumpfmuskulatur. Die meisten Übungen benötigen keine bis sehr wenig Hilfsmittel.

Benötigte Hilfsmittel: Swiss Ball (= Pezziball, Gymnastikball), Kurzhanteln (leicht + schwer(er)), Matte.

Der Platzbedarf ist sehr gering. Das bedeutet für dich du kannst die Übungen einfach in deinem Wohnzimmer durchführen.

Der Zeitbedarf ist ebenfalls sehr gering: ca. 6 Minuten. 6 Minuten pro Tag solltest auch du finden und für eine Übung pro Tag reservieren.

Die Schwierigkeitsgrade reichen von Anfänger über Fortgeschrittene zu Könner. Fang mit der leichtesten Übung an. Bereits die Fortgeschrittenen-Übungen haben es in sich.

Die Sprache ist Englisch. Aber die Bilder sprechen für sich.

Dauer der Videos: ca. 2 Minuten.

Rückstütz mit Kicks
6-minute-6-pack Reverse Plank With Kicks

Frontstütz mit Armbewegung
6-minute-6-pack Plank Reach

Ausfallschritt-Wechselsprünge
6-minute-6-pack Scissor Jumps

Ausfallschritt mit Armen über dem Kopf (3 Variationen)
6-minute-6-pack 3 Way Lunge Overhead

Übung für die seitliche Rumpfmuskulatur
6-minute-6-pack Oblique Abs

Frontstütz auf Swiss Ball (Gymnastikball, Pezziball) mit Arm-(und Seit-)Bewegungen
6-minute-6-pack Swiss Ball Walkout

Du findest die Videos auch auf Vimeo (Übersicht der o.g. Videos auf Vimeo)

6-Pack in 6 Minuten – schön wär’s. Um einen solchen Körper und eine solche Bauchmuskulatur wie eine Lesley Paterson zu bekommen, bedarf es leider ein bißchen mehr als nur diese 6-Minuten-Übungen. Aber um einen Anfang zu machen, und um deine Rumpfmuskulatur für die drei Disziplinen im Triathlon zu stärken, sind diese Übungen super.

Lesley Paterson zeigt dir diese Übungen und bietet diese und weitere Übungsvideos kostenpflichtig als komplette Serie auf dem Videoportal Vimeo an. Die Schottin Lesley Paterson ist eine zweifache Gewinnerin der Xterra Weltmeisterschaften auf Maui (Vize in 2013) und die Gewinnerin der 2012 ITU Cross-Triathlon-Weltmeisterschaft (Vize in 2013). Für die Herren ist sie sicherlich eye-candy 😉 Es gab auch mal ein Fotoshooting für das Magazin Inside Triathlon.

Trag dich rechts oben für das E-Mail Abo ein, um regelmäßig die aktuellsten Beiträge „druckfrisch“ in dein E-Mail Postfach geliefert zu bekommen.

(Tri)Athleten, die diesen Artikel gelesen haben, fanden auch folgende Beiträge interessant:

Die häufigsten Trainingsfehler im Triathlon
Über die Rumpfstabilität
Selbstmassage mit der Hartschaumrolle
Die Regeneration
Wie du deinen Regenerationszustand selbst überprüfen kannst
Das Übertraining
Buchtipp – Swim Speed Secrets von Sheila Taormina
Informiere dich über die 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshops
Informiere dich über die Kompakt-Lauftechnik-Workshops
Informiere dich über meine weiteren Trainingsangebote
Informiere dich über die Pose Method of Running
Informiere dich über die Inhalte meiner Lauftrainings
Informiere dich über die Inhalte meiner Schwimmtrainings
Stöbere im Artikelverzeichnis dieses Blogs

Langweilst du dich in deinem Triathlon-Training?

schwimmen-radfahren-laufen-langeweile-im-triathlon-training-veras-triathlon-blog
schwimmen-radfahren-laufen-langeweile-im-triathlon-training-veras-triathlon-blog

Gehörst du zu den Triathleten, die das Kraulschwimmen als monoton empfinden? Suchst du nach einem wasserdichten MP3-Player, um dir die „Zeit zu vertreiben“? Bist du der Läufer oder Radfahrer mit Knöpfen im Ohr? Langweilst du dich beim Radfahren und Laufen so sehr, daß du dich selbst in der Natur mit Musikkonserven oder Hörbüchern berieseln lassen mußt?

Anstatt dich mit dem zu beschäftigen, was du tust, lenkst du dich ab von dem, was du tust. Abgesehen davon, daß es beim Laufen und Radfahren gefährlich ist, wenn du dir deiner Umgebung nicht bewußt bist.

Wie willst du irgend etwas von dem mitbekommen, von dem was du tust? Wie willst du deine Leistungen verbessern, wenn du nichts von dem mitbekommst, was du tust und dich nicht für das interessierst was du tust?

Ursachen deiner Langeweile im Triathlon-Training

Langeweile – egal ob beim Schwimmen, Radfahren oder Laufen – kommt meiner Meinung nach nur auf, wenn du als Athlet

  • nicht bei der Sache bist, sondern irgendwo anders.
  • kein Interesse hast an dem, was du tust.
  • nur irgend etwas abspulst, weil du es „mußt“. (Sinnfrage)
  • keine Ahnung davon hast, was du überhaupt machst. (Kenntnis- und Wahrnehmungsfrage)
  • eine Konsumentenhaltung hast.

Du bist nicht bei der Sache,

wenn du dich in deinem Schwimmtraining, Radtraining oder Lauftraining mit Dingen beschäftigst, die nichts mit deinem Kraulschwimmen, Radfahren oder Laufen zu tun haben. Beispielsweise mit Vorfällen in deiner Arbeit, im Studium etc., Streß mit dem Lebenspartner, finanzielle Sorgen, etc. Anstatt dich mit dem zu beschäftigen, was du tust, in dem Moment in dem du es tust, bist du mit deinen Gedanken ganz woanders.

Du hast kein Interesse an dem, was du tust,

wenn du Kraul schwimmst, Rad fährst oder läufst, aber es ist nicht das, was dich eigentlich interessiert, sondern es ist nur Mittel zum Zweck.
Du schwimmst, radelst, läufst

  • weil du jemanden oder eine Gruppe Leute treffen willst (Geselligkeit, Austausch).
  • um jemanden zu beeindrucken.
  • weil andere es machen.
  • um abzunehmen.
  • weil es im Trend liegt („in“ ist).
  • weil (was auch immer dein Motiv ist).

Hast du wirklich Interesse am Triathlon oder den Einzelsportarten? Oder warum machst du Triathlon? Wenn es dich langweilt, dann mache etwas anderes. Es gibt tausende von anderen Sportarten und noch mehr andere Beschäftigungsmöglichkeiten…

Andernfalls ist es kein Training, sondern du versuchst nur dein Gewissen zu beruhigen, damit du „etwas“ in dein Trainingsprotokoll eintragen kannst. Schwimm-, Rad- oder Lauf-Training oder technisches Üben ist etwas anderes.

Du spulst nur etwas ab, weil du es „mußt“,

  • wenn du einen Trainingsplan hast, aber nicht verstehst worum es geht.
  • wenn dir dein Trainer etwas vorgibt, aber du nicht verstehst warum du es tust.
  • wenn du Vorgaben durch Trainingsplan oder Trainer hast, aber keine Lust hast es zu tun.

Du hast eine Konsumentenhaltung, wenn

  • du dir grundsätzlich keine Gedanken um das machst, was du tust.
  • du alles nur passiv konsumierst, ohne dir jemals die Frage nach Sinn und Zweck zu stellen
  • du nur auf Spaß aus bist
  • du nur auf Abwechslung aus bist
  • du immer nur auf der Suche nach dem nächsten „Kick“ bist und dich grundsätzlich schnell langweilst
  • deine Aufmerksamkeitsspanne zu kurz ist, um dich intensiv mit etwas auseinander zu setzen

So wird dein Training wieder kurzweilig

Wenn dein Training also spannend, interessant, kurzweilig sein und vor allem deine Leistungen im Triathlon verbessern soll, dann

  • sei bei der Sache. In.Jeder.Einzelnen.Sekunde. In der du trainierst.
  • interessiere dich für das, was du tust. Vor allem deine Bewegungstechnik. Deine Hilfsmittel. Deine Umgebung (damit meine ich nicht unbedingt die Landschaft!). Alles, was dazu gehört plus die Randgebiete und blicke über deinen Horizont hinaus…
  • erfülle, das was du tust mit Sinn für dich. Mach etwas eigenes daraus.
    In einem Vereinsschwimmprogramm bekommst du kein auf dich individualisiertes Programm. Also mach etwas eigenes daraus, indem du dir eigene Fokuspunkte innerhalb der gestellten Aufgaben setzt. Beispielsweise: maximale Streckung bei jedem Armzug. Oder Kopf tief bei jeder Kraulatmung. Oder immer schulterbreit eintauchen. Oder … Setz dir einen Fokuspunkt der DICH weiterbringt, indem du an etwas arbeitest, was du noch nicht kannst. Und zwar so lange, bis du es kannst.
  • lerne, was du tust. Verstehe, was du tust. Fühle, was du tust. Erweitere deine Kenntnisse, anstatt immer nur das gleiche zu machen, was du schon kannst. Nur etwas = eine Übung, ein anderes Intensitätslevel, eine andere Strecke, eine längere Strecke, eine andere Kombination etc., das du nicht kennst und nicht kannst, bringt dich weiter und du verbesserst deine Leistungen.
    Wenn du nur immer das machst, was du kannst, wirst du dich kein Stück verbessern. Einstein hat mal gesagt: „Insanity is to do the same thing over and over again and expect different results.“
  • lege deine passive Konsumentenhaltung ab und engagiere dich aktiv in dem, was du tust. Setze dich aktiv und intensiv mit dem auseinander, mit dem, was du tust.
  • Und vor allem: Umgib dich mit Leuten (Athleten), die gut drauf sind und motiviert, das beste aus sich herauszuholen. Meide alle Jammerer, Nörgler, und Nein-Sager. Und laß dich nicht auf deren Niveau herabziehen.

Und du wirst dich nie mehr in einem Training langweilen.

Jede Menge Hinweise, wie du dein Triathlon-Training sinnvoller, zielgerichteter gestalten kannst, findest du hier auf dem Blog.

Übrigens: Das läßt sich auf alles anderen „langweiligen“ Tätigkeiten im Leben übertragen (Putzen, Bügeln, Aufräumen, Ablage, Einkommenssteuer etc.).

Es ist lange her, daß ich mich das letzte mal bei irgend etwas gelangweilt habe. Und schon gar nicht beim Radfahren, Laufen oder Schwimmen. Auch du mußt dich von nun an nie mehr in deinem Triathlon-Training langweilen 😉

Buche eine Trainingsstunde und ich zeige dir, auf was du alles achten kannst und sollst. Wie abwechslungsreich dein Schwimm- oder Lauftraining ist, wenn du dich tatsächlich mit dem beschäftigst was du tust. Und wie du allein dadurch deine Leistungen verbesserst. Wenn DU es tust.

Buche einen der 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshops oder den Kompakt-Lauftechnik-Laufworkshop und lerne die Werkzeuge kennen, mit welchen du deine Trainings im Schwimmen und Laufen für den Rest deines Lebens bereichern und verbessern kannst. Wenn DU es tust.

(Tri)Athleten, die diesen Artikel gelesen haben, fanden auch folgende Beiträge interessant:

Allgemeine Hinweise wie du erfolgreicher Schwimmen trainierst
Effektives Trockentraining für deinen Unterwasserarmzug im Kraulschwimmen
Training im Triathlon – Was ich meine, wenn ich von Training spreche
Buchtipp – Swim Speed Secrets von Sheila Taormina
Kraulschwimmen – Du schwimmst so langsam, weil
Training im Triathlon – Die Bedeutung deiner Einstellung zum Training
Gute Gründe für Trainerstunden
Informiere dich über die 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshops
Informiere dich über die Kompakt-Lauftechnik-Workshops
Informiere dich über meine weiteren Trainingsangebote
Informiere dich über die Pose Method of Running
Informiere dich über die Inhalte meiner Lauftrainings
Informiere dich über die Inhalte meiner Schwimmtrainings
Stöbere im Artikelverzeichnis dieses Blogs

Material Laufen – Einfache Hilfsmittel um deine Schrittfrequenz zu erhöhen

Seiko-Clip-Metronom-DM50-veras-triathlon-blog
Seiko-Clip-Metronom-DM50-veras-triathlon-blog

Dein Lauftempo bestimmt sich hauptsächlich über deine Schrittlänge und deine Schrittfrequenz. Das heißt für dich, du hast zwei (Haupt-)Parameter an welchen du „drehen“ kannst, um deine Laufgeschwindigkeit zu erhöhen.

Zusätzlich fördert eine höhere Schrittfrequenz deine Koordinationsfähigkeit. Um schneller auf deinen Füßen zu werden, musst du sie auch schnell „koordinieren“ können. Andernfalls stolperst du über deine eigenen Füße.

Da die meisten Hobbyläufer zu lange Schritte machen und ihre Schrittfrequenz dabei zu gering ist, bietet es sich für dich an, deine Schrittfrequenz (anstatt der Schrittlänge) etwas zu erhöhen um deine Laufgeschwindigkeit zu erhöhen. Teste es einfach einmal aus.

Ein paar einfache Rechenbeispiele zeigen dir, was ich meine. Angenommen, du machst 150 Schritte pro Minute und legst pro einzelnem Schritt einen Meter zurück, dann legst du pro Minute 150 Meter zurück. Dann brauchst du für einen Kilometer (= 1000m) 6:40 Minuten.

Wenn du anstatt der 150 Schritte pro Minute 160 Schritte pro Minute läufst (auch wieder mit einem Meter pro Schritt), dann brauchst du für einen Kilometer 6:15 Minuten. Mit 170 Schritten mit 1m brauchst du für 1km 5:53min und mit 180 Schritten 5:33min.

150 Schritte/Minute à 1m = 6:40min auf 1km
160 Schritte/Minute à 1m = 6:16min auf 1km
170 Schritte/Minute à 1m = 5:53min auf 1km
180 Schritte/Minute à 1m = 5:33min auf 1km

Das bedeutet für dich, wenn du deine Schrittfrequenz bei gleichbleibender Schrittlänge erhöhen kannst, läufst du automatisch schneller. Das heißt in diesem beschriebenen Fall, dass deine Schrittlänge 1m bleiben muss. Das Beispiel zeigt dir, was theoretisch möglich ist.

Achtung: Das heißt jetzt nicht, dass jeder Athlet eine 180er-Schrittfrequenz laufen soll! Ein 190cm-Mann wird eine 180er-Schrittfrequenz wahrscheinlich nur im Sprint laufen. Und er wird 1km (oder länger) nicht im Sprint-Tempo zurück legen. Für die meisten Athleten ist es vorteilhaft die vorhandene Schrittfrequenz um ca. 10% zu erhöhen für das Ausgangstempo (lockeres Tempo). D.h. wenn du 150 Schritte pro Minute bisher gelaufen bist, dann reicht es vollkommen aus deine Schrittfrequenz schrittweise an 165 Schritte pro Minute anzunähern. Jeder hat seine individuell optimale Schrittfrequenz und die gilt es für dich auszutesten.

Kürzere Schritte nach vorn (= du setzt deinen Fuß näher zu deinem Körper auf) helfen dir auch dabei eventuell vorhandene Kniebeschwerden zu reduzieren. Wenn du deinen Fuß näher zu deinem Körper aufsetzt, hast du nicht mehr die Möglichkeit extrem auf deiner Ferse aufzusetzen. (So dass deine Schuhspitzen himmelwärts zeigen.) Zusätzlich kannst du dein Knie beim Fußaufsatz etwas beugen. Und beides reduziert die Auswirkungen der Aufprallkräfte, die sonst bei jedem Schritt auf dein Knie wirken.

Auch Beschwerden in den Schienbeinen (Schienbeinkantensyndrom) lassen sich dadurch eventuell reduzieren oder ganz zum Verschwinden bringen. Es gibt natürlich keine Garantie dafür, aber ich denke, dass es einen Versuch wert ist. Lass dir gegebenenfalls von einem Trainer helfen.

Nachfolgend stelle ich dir ein paar einfache und relativ preiswerte Hilfsmittel vor, die dir dabei helfen deine Schrittfrequenz schrittweise zu erhöhen.

Das Clip-Metronom DM50 von Seiko

Seiko-Clip-Metronom-veras-triathlon-blog
Seiko-Clip-Metronom-veras-triathlon-blog

Ein einfaches Hilfsmittel ist dabei das Clip-Metronom von Seiko. Es gibt dir unbeeindruckt einen ständig gleichbleibenden akustischen Signalton in der von dir gewählten Taktfrequenz vor.

Taktfrequenz bedeutet hier im Laufen Schritte pro Minute. Diese Schrittfrequenz kannst du stufenlos wählen von 30 bis hinauf zu 250 Schritten pro Minute (oder BPM = Beats Per Minute). Wenn dir das noch nicht reicht kannst du auch Achtel, Triolen oder Sechzehntel einstellen :)) Es speichert die zuletzt eingestellten Werte.

Die Lautstärke ist ebenfalls regelbar. Und eine eingesetzte Batterie ist bereits im Lieferumfang enthalten. Die Bedienung ist intuitiv, aber eine Bedienungsanleitung ist mit dabei.

Das Clip-Metronom-DM50 von Seiko clippst du dir einfach an die Kleidung, die Baseball-Cap oder du behältst es in der Hand. Der Ton wird auf Dauer den ein oder anderen nerven. Aber wen Dauerberieselung durch Musikkonserven beim Laufen nicht stört, sollte auch mit einem Dauerpiepston kein Problem haben.

Der Preis liegt bei ca. 17-20 EUR (Stand Januar 2013)

Ich benutze das DM50 von Seiko selbst und bin sehr zufrieden damit. Das einzige, was besser sein könnte, ist der Batteriewechsel, der ziemlich frickelig ist.

Ich habe auch mal ein Billig-Clip-Metronom (ca. 7 EUR) ausprobiert, aber war sehr unzufrieden damit, da keine Speicherfunktion vorhanden , die Batterie nach ca. 3 x Benutzung leer war und das Teil auch mit einer neuen Batterie nicht mehr funktionieren wollte. Mein Rat: Finger weg davon.

Der Tempo Trainer von Finis

Finis-Tempo-Trainer-Pro-Veras-Triathlon-Blog
Finis-Tempo-Trainer-Pro-Veras-Triathlon-Blog

Willst du dein Metronom auch im Wasser benutzen, um an deiner Armzugfrequenz zu arbeiten, dann bietet sich natürlich der Tempo Trainer (Pro) von Finis an. Da wasserdicht verschweißt, kannst du damit auch schwimmen. Hier findest du einen ausführlichen Beitrag dazu.

Der Tempo Trainer von Finis kommt mit einem Clip den du an deiner Bekleidung befestigen kannst. Auch hier kannst du deine Schrittfrequenz pro Minute einstellen. Die Lautstärke ist nicht regelbar. Die letzte Einstellung speichert der Tempo Trainer ab. Die Bedienung ist intuitiv. Nur um den Modus zu wechseln (der Tempo Trainer hat zwei, der Tempo Trainer Pro von Finis hat drei Betriebs-Modi), ist vielleicht ein Blick in die Bedienungsanleitung notwendig.

Ich benutze den Tempo Trainer und neuerdings auch den Tempo Trainer Pro.

Der Preis liegt für den Tempo Trainer bei ca. 27 EUR und für den Tempo Trainer Pro bei ca. 46 EUR. (Stand Januar 2013)

Ein Rubberband

verschiedene-rubberbands-veras-triathlon-blog
verschiedene-rubberbands-veras-triathlon-blog

Das Rubberband ist eine geschlossene Gummischlinge. Es gibt diese Teile in unterschiedlichen (Zug-)Stärken und Breiten. Für das Laufen empfehle ich dir ein starke Zugstärke (grün) zu wählen. Das Rubberband schlingst du dir in einer einfachen Acht um die Fußknöchel und läufst damit.

Vorsicht! Besonders Rückfußläufer, die es gewohnt sind ihre Füße zuerst nach vorn zu bringen, laufen Gefahr damit „auf die Schnauze“ zu fallen. Also vorsichtig, langsam und mit Gefühl (anstatt mit Gewalt) anfangen 😉

Achtung: Du solltest dabei entweder längere Socken oder eine lange Laufhose (Lauftight) tragen. Das Gummiband auf der blanken Haut reibt dir sonst die Haut ab und erzeugt schmerzhaft Schürfwunden. Wenn du es übertreibst und kilometerweit damit laufen willst, dann hilft dir wahrscheinlich auch der Schutz durch die längeren Socken nichts mehr.

Des weiteren tragen die Reißverschlüsse der Lauftights dazu bei die Lebensdauer des Rubberbands zu verkürzen, da sie scharfkantig sind und das Gummimaterial aufarbeiten. Auch hier hilft es, wenn du längere Socken einfach über den Reißverschluss ziehst. Wechsle kurze Strecken mit Rubberband mit kurzen Laufstrecken ohne Rubberband ab.

Der Preis liegt bei ca. 2-5 EUR. (Stand Januar 2013)

Koordinations-, Speed- oder Trainings-Leiter

Speed-oder-Trainingsleiter-veras-triathlon-blog
Speed-oder-Trainingsleiter-veras-triathlon-blog

Die Speed- oder Trainingsleiter legst du auf den Boden (oder besser: Rasen) und versuchst in jedes Feld zu treten. Das Prinzip ist das gleiche wie bei den beiden folgenden Hilfsmitteln den Pflastersteinen und der Straßenkreide: Du versuchst in mit steigender Schrittfrequenz jeden Zwischenraum der Koordinationsleiter zu treffen, ohne auf die Sprossen zu treten.

Koordinations-oder-Trainingsleiter-veras-triathlon-blog
Koordinations-oder-Trainingsleiter-veras-triathlon-blog

Der Preis liegt bei ca. 18-42 EUR (Stand Januar 2013)

Gehsteig mit Pflastersteinen

Pflastersteine-veras-triathlon-blog
Pflastersteine-veras-triathlon-blog

Eine einfache Schrittfrequenzübung findest du draußen vor deiner Tür, wenn du Gehwege mit Betonpflastersteinen auf deinen Laufrouten hast.

Versuche einfach jeden zweiten Pflasterstein zu „treffen“ (siehe gelbe Kreuze). Die kleine Übung wirkt jederzeit, aber – meiner Meinung nach – besonders gut am Ende einer Laufeinheit, um dich zum Abschluss nochmals an eine höhere Schrittfrequenz zu „erinnern“.

Preis: Entweder unbezahlbar oder kostenlos 😉 Je nachdem, ob du dir einen (Gehweg) kaufen oder nur benutzen willst.

Straßenkreide

Straßenkreide findest du beim Discounter, in einer Spielwarenabteilung oder im bunt sortierten Schreibwarengeschäft. Du nimmst dir eine Straßenkreide und malst Striche oder Kästchen in gleichbleibenden Abständen auf den Asphalt oder Beton. Das gleiche Prinzip wie bei den Pflastersteinen: Du versuchst mit steigender Schrittfrequenz zwischen deine Striche oder in deine Kästchen zu treten ohne die Linien zu übertreten. Die Kreidestriche waschen sich beim nächsten Regenschauer weg.

Der Preis liegt bei ca. 1-5 EUR.

Die Hilfsmittel lassen sich auch untereinander kombinieren. Beispielsweise lassen sich die akustischen Hilfsmittel (Clip-Metronom und Finis Tempo Trainer) mit den „Pflastersteinen“, der „Koordinationsleiter“ oder der „Straßenkreide“ kombinieren. Bei den Rubberbands glaube ich nicht, dass du zusätzliche akustische Unterstützung benötigst, denn diese verkürzen dir deine Schritte von Anfang an gewaltig.

Wie du siehst, kannst du dir mit etwas Kreativität viele Hilfsmittel finden, die dir dabei helfen deine optimale Schrittfrequenz zu finden, zu verändern, gezielt zu trainieren und langfristig zu halten.

Wenn dir noch weitere Hilfsmittel einfallen, die dich dabei unterstützen deine Schrittfrequenz zu verändern, dann erweitere diese Vorschläge über die Kommentarfunktion (dazu brauchst du einen WordPress-Account) oder sende mir eine E-Mail unter jane_doe_muc (at) web (dot) de. Dann füge ich deine Vorschläge noch ein.

Trag dich rechts oben für das E-Mail Abo ein, um regelmäßig die aktuellsten Beiträge „druckfrisch“ in dein E-Mail Postfach geliefert zu bekommen.

Oder fordere gleich unverbindlich mein komplettes Trainingsangebot via E-Mail an unter v (dot) honoschenko (at) googlemail (dot) com

Triathleten, die diesen Beitrag gelesen haben, fanden auch folgende Artikel interessant:

Tipps für Läufer und Triathleten – Erhöhe deine Schrittfrequenz
Trainingstipps für Läufer und Triathleten
Bekleidungstipps für Läufer und Triathleten
Präventionstipps für Läufer und Triathleten
Motivationstipps für Läufer und Triathleten
Wettkampftipps für Läufer und Triathleten
Tipps für Laufeinsteiger – Erste Schritte in der Tempoarbeit
Warum solltest du an 5km-Wettkämpfen teilnehmen?
101 Gründe, warum du laufen solltest
Tipps für Laufeinsteiger – Aller Anfang ist … leicht
Tipps für Laufeinsteiger – Vorbereitungen für den Lauf
Informiere dich über meine weiteren Trainingsangebote
Informiere dich über die Pose Method of Running
Informiere dich über die Inhalte meiner Lauftrainings
Informiere dich über die Inhalte meiner Schwimmtrainings
Informiere dich über die 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshops für Triathleten
Stöbere im Artikelverzeichnis dieses Blogs

Keine minimalistischen Laufschuhe bei extremer Rückfußtechnik

diverse laufschuhe-veras-triathlon-blog

Wenn du als Läufer mit extremer Rückfußtechnik auf minimalistische Laufschuhe umstellst, kann das für dich kontraproduktiv sein. Warum? Weil du damit dein Verletzungsrisiko unnötig erhöhst.

Die Theorie

Theoretisch sollten minimalistische Laufschuhe den Benutzern (= Läufern und Triathleten) dazu verhelfen die Aufprallkräfte beim Laufen zu reduzieren. Denn in der Theorie mutiert jeder Läufer und Triathlet mit minimalistischen Laufschuhen dazu seinen Fußaufsatz auf den Vorfuß zu verlagern oder zumindest anzunähern. Soviel zur Theorie.

racing-flat-veras-triathlon-blog

Weniger Sprengung und geringe Absatzhöhe machen leider nicht automatisch einen Rückfußläufer zum Mittelfuß- oder Vorfußläufer. Wenn das eine blumige (Laufschuh-)Werbung verspricht, dann lügt sie wie gedruckt. Komischerweise scheinen das viele Läufer und Triathleten trotzdem zu glauben: Ich ziehe mir die XY-Laufschuhe an und Schwupps bin ich ein Vorfußläufer… HUMBUG!

vibram-fivefingers-veras-triathlon-blog

Die Praxis

Auch deine Schrittfrequenz erhöht sich nicht von allein. Alle Veränderungen in deiner Lauftechnik erfordern dein aktives Handeln. Eine andere Lauftechnik erfordert eine Technikumstellung in der Lauftechnik. Eine Lauftechnikumstellung erfordert längerfristige, kontinuierliche, zielgerichtete Arbeit. Von nichts kommt nichts.

nike-free-5.0-und-vibram-five-fingers-veras-triathlon-blog

Wenn deine Lauftechnik umgestellt ist, kannst du in allen Laufschuhen laufen – du brauchst dann noch nicht einmal minimalistische Laufschuhe dazu. Aber deine Füße – und damit du – werden sich wohler darin fühlen.

nike-free-3.0-veras-triathlon-blog

Tatsache ist, dass viele Läufer und Triathleten, die vorher mit der Rückfußtechnik liefen auch in minimalistischen Laufschuhen genauso wie vorher weiterhin zuerst mit der Ferse aufsetzen und keinerlei Veränderung der Lauftechnik stattfindet.

Dein Risiko

Wenn du jedoch auch in minimalistischen Schuhen weiterhin mit dem Rückfuß aufsetzt, dann fehlt dir ein mehr oder weniger großer Teil der Dämpfung. Minimalistische Laufschuhe haben durch ihre geringere Sprengung und allgemein geringere Höhe im Sohlenbereich auch weniger Dämpfung im Absatz. Weniger Dämpfung und gleiche Aufprallkräfte im Absatzbereich erhöhen dein Verletzungsrisiko. Um zu dieser Schlussfolgerung zu kommen, reicht der gesunde Menschenverstand.

stabilschuh-veras-triathlon-blog

Folglich: Wenn du deine Lauftechnik mit minimalistischen Laufschuhen nicht änderst und weiterhin bei jedem Schritt extrem weit vor deinem Körperschwerpunkt auf deiner Ferse aufsetzt, begibst du dich auf den direkten Weg zu Laufverletzungen. Besonders, wenn du ohne oder mit geringer Umgewöhnungsphase längere Strecken mit minimalistischen Laufschuhen läufst oder intensivere Einheiten absolvierst.

Mein Rat

Wenn du also ein Läufer mit einer ausgeprägten Rückfußtechnik bist, kann es kontraproduktiv für dich sein auf minimalistische Laufschuhe umzustellen. Wenn du keinerlei Beschwerden mit deiner bisherigen Lauftechnik (= Rückfußtechnik) hast und auch sonst zufrieden mit deinen Leistungen bist, dann empfehle ich dir bei deinen „alten“ („hochhackigen“) Laufschuhen zu bleiben. Denn sie bieten dir ausreichend Dämpfung im Rückfußbereich, die du bei deiner Lauftechnik (Rückfußtechnik) brauchst, um beschwerdefrei laufen zu können.

neutralschuh-veras-triathlon-blog

Trag dich rechts oben für das E-Mail Abo ein um regelmäßig die aktuellsten Beiträge direkt und sofort in dein E-Mail Postfach geliefert zu bekommen.

Informiere dich über die Kursinhalte meiner Lauftrainings

Informiere dich über die Pose Method of Running

Informiere dich über meine Trainingsangebote

Oder fordere gleich unverbindlich mein komplettes Trainingsangebot via E-Mail an unter v (dot) honoschenko (at) googlemail (dot) com

(Tri)Athleten, die diesen Artikel gelesen haben, fanden auch folgende Beiträge interessant:

Ursachen von Laufverletzungen
Fußgelenksmobilisierung an der Wand
Über die Rumpfstabilität
So vermeidest du Knieschmerzen beim Laufen
Kniebeuge seitlich gehend mit Widerstand
Willst du Verletzungen vermeiden – Hör auf deinen Körper!
Über Achillodynie
Die häufigsten Trainingsfehler im Triathlon
Leistungssteigerung im Triathlon – Erkenne deine Schwächen
Laufen im Triathlon – Je mehr Wochenkilometer, desto mehr paar Laufschuhe
Barfußlaufschuhe – Ein Einkaufsführer
Tipps für Laufeinsteiger – Wann solltest du deine Laufschuhe austauschen?
Tipps zur Winterlaufbekleidung
Vergleich effiziente Lauftechnik vs. ineffiziente Lauftechnik
Grundsätzliches zur Pose Method of Running
Informiere dich über die Kursinhalte meiner Schwimmtrainings
Stöbere im Artikelverzeichnis dieses Blogs.

Einfach schneller laufen mit Bergabläufen

Bergabläufe sind eine hervorragende, tempo-unterstützte Trainingsmethode um supra-schnelles Laufen zu trainieren, d.h. du läufst dadurch schneller, als du sonst in der Ebene fähig wärst. Diese Trainingsmethode eignet sich am besten für fortgeschrittene Läufer unter den Triathleten. Anfänger sind mit einfacheren Tempotrainingsmethoden erst einmal besser bedient.

Mit Bergablaufen entwickelst du ein Gefühl dafür, wie sich ein höheres Tempo in Bezug auf Krafteinsatz, Schrittfrequenz, Armeinsatz, Körpervorlage, Belastungsintensität etc. anfühlt und versuchst es in der Ebene zu kopieren. Dieses Training – individuell und dosiert eingesetzt – gibt dir Kraft und macht dich schneller.

Es fühlt sich leichter an bergab zu laufen, als bergauf, weil dich die Schwerkraft zusätzlich auf der schiefen Ebene beschleunigt. Aber Achtung!

Bergabläufe bergen ein relativ hohes Verletzungsrisiko

Das Bergablaufen wird gern in seiner Belastung unterschätzt. Bergab zu laufen beansprucht die Muskulatur exzentrisch, d.h. der Muskel muss sich strecken, um die Belastung abzufangen, was mikroskopisch kleine Risse in den Muskelfasern hervorruft – den Muskelkater. Je schneller du bergab läufst, desto heftiger ist der Aufprall bei jedem Fußaufsatz, desto größer sind die Kräfte, die auf deine Muskulatur, deine Sehnen, Bänder und Knochen wirken.

Deine Knie werden vor allem bei einer suboptimalen Lauftechnik stark bei Bergabläufen belastet, was oft Knieschmerzen oder Kniebeschwerden aller Art hervorruft.

Wenn du falsch bergab läufst, strapazierst du deine Kniegelenke

Falsch bergab zu laufen, bedeutet du
+ streckst deine Knie durch,
+ lehnst deinen (Ober-)Körper zurück
+ setzt deinen Fuß weit vor deinem Körper auf den Boden und stemmst dich gegen jede Beschleunigung und
+ bremst dich bei jedem Schritt mit einem Fersenaufsatz aus.

Das bedeutet für dich jetzt nicht, dass du komplett auf Bergabläufe verzichten sollst. Mit der richtigen Technik im Bergablaufen, reduzierst du dein Verletzungsrisiko und gewinnst eine sinnvolle und effektive Trainingsmethode für dein Lauftraining.

Die Technik des Bergablaufens – So läufst du richtig bergab

+ Achte darauf deine Knie bei jedem Fußaufsatz zu beugen. Damit setzt du automatisch deinen Fuß flacher auf und dämpfst den Aufprall deines Fußes mit deiner vorgespannten Oberschenkelmuskulatur. Damit entlastest du deine Knie. Ein Muskelkater in der Oberschenkelmuskulatur vergeht wieder. Ein kaputtes Knie bleibt dir für den Rest deines Lebens.

+ Halte deine Körperspannung. Aktiviere dazu deine Rumpfmuskulatur. Spanne Gesäß-, Rücken- und Bauchmuskulatur an und halte dich aufrecht oder in einer minimalen Körpervorlage.

+ Mach kürzere Schritte und erhöhe deine Schrittfrequenz.

+ Du steuerst dein Tempo durch deine Körperaufrichtung. Vermeide es hinter die Bewegung zu geraten.

+ Setz deinen Fuß so nah wie möglich unter deinem Körper auf den Boden auf. Vermeide es deinen Fuß weit entfernt vor deinem Körper auf den Boden aufzusetzen. Je weiter entfernt von deinem Körper du deinen Fuß auf den Boden aufsetzt, desto mehr bremst du dich aus, und desto größer sind die Bremskräfte, die auf deine Körperstrukturen bei jedem Schritt wirken.

+ Achte auf deinen Armeinsatz. Du steuerst damit deine Schrittfrequenz.

+ Achte auf deine Lockerheit in deinem Schulterbereich und deinem Armeinsatz. Verkrampfst du dort, verkrampfst du auch in deinen weiteren Bewegungen.

+ Halte deinen Kopf gerade und deinen Blick nach vorn gerichtet. Auch wenn du immer wieder hinsehen solltest, wo du deine Füße hin setzt (besonders in schwierigem Gelände) , erinnere dich daran deinen Blick wieder in Laufrichtung zu lenken. Andernfalls schickst du deine Energie in den Boden.

+ Vermeide es deinen Körper zurück zu lehnen. Das verlängert deine Schritte und lässt dich mit der Ferse zuerst aufkommen.

+ Bring deine Schultern, deine Hüften und deinen Fußaufsatz idealerweise in eine Linie.

+ Wenn du ein Gefühl entwickelst „kontrolliert nach vorn zu fallen“, ohne dich dabei bei jedem Schritt auszubremsen, sondern im Fluss der Bewegung zu bleiben, dann machst du es richtig.

Die Technik des Bergablaufens lässt sich auf das Bergabgehen übetragen und ist damit auch für alle Freunde des Bergwanderns geeignet, die mehr Freude an Gefällen haben und die Gesundheit ihrer Knie länger erhalten wollen.

Fang klein an und steigere dich langsam

Wenn du Bergabläufe zum ersten Mal in dein Training einbaust, dann fange klein an und steigere dich langsam. Das bezieht sich auf die Neigung (das Gefälle), die Anzahl der deiner Wiederholungen, die Anzahl deiner Sets und die Dauer oder Länge deiner Bergabläufe.

Fang mit einem kurzen, relativ flachen Bergabstück an. Zwei bis drei Prozent Gefälle sind am Anfang genug. Such dir für den Anfang vielleicht auch erst einen weicheren Untergrund, wie beispielsweise Gras und geh später auf Asphalt oder Beton über.

Taste dich langsam an Bergabläufe heran. Ein flaches Gefälle lehrt dich wie du deine Körperaufrichtung einsetzt, um dein Tempo zu steuern, ohne dass du Gefahr läufst die Kontrolle über dich und dein Laufen zu verlieren. Lehne deinen Körper nach dem Baumstammprinzip in die Bewegung hinein und du wirst „Fahrt“ aufnehmen. Nimm ihn zurück (möglichst ohne hinter deine Bewegung zu gelangen) und du verlierst an Tempo.

Setze deine Regeneration in Bezug zur Härte deiner Trainingseinheit

Trainingseinheiten mit Bergabläufen sind harte Trainingseinheiten. Berücksichtige das, wenn du deine Regeneration planst. Wie hart für dich ist abhängig von deiner Gewöhnung an diese Trainingsmethode, der Anzahl deiner Wiederholungen, deinem Tempo, der Länge deiner Bergabstrecke. Das bedeutet für dich es ist sinnvoll nach einer harten Trainingseinheit mindestens entweder einen Ruhetag, ein Cross-Training oder eine Rekom-Einheit einzubauen. Hör auf deinen Körper. Er sagt dir, wie er deine Trainingseinheit verkraftet hat. Zwei bis drei Wochen vor einem Wettkampf ist es aufgrund der muskulären Belastung sinnvoll keine längeren oder zahlreichen Bergabläufe mehr in dein Training einzubauen.

So baust du Bergablaufen in dein Lauftraining ein

Wenn Bergabläufe für dich neu sind, dann reicht es wenn du sie maximal einmal pro Woche in dein Training einbaust. Viel hilft nicht viel, sondern viel hilft dir schnell in eine Verletzungspause.

Es reichen anfangs 2-4 Wiederholungen, entweder als ein Set (= 1 x 4 Wdh.) oder als 2 Sets (= 2 x 2 Wdh. mit einer längeren Pause dazwischen.

Such dir ein flaches Gefälle und spiel mit deiner Körperhaltung. Fühle, wie sich deine Körperhaltung auf deine Geschwindigkeit auswirkt.

Achte auf
+ deine Kopfhaltung
+ deine Körperhaltung
+ deine Körperspannung
+ deinen Fußaufsatz
+ deine Schrittfrequenz
+ deine Entspannung

Bergablaufen ist ein gutes Technik- und Koordinationstraining. Und du schulst (hoffentlich) gleichzeitig deine (Körper-)Wahrnehmung damit.

Halte dein Tempo/deine Intensität anfangs gering. Wenn du zu schnell ohne Erfahrung damit abläufst, erhöhst du dein Risiko deine Kontrolle über deinen Lauf und deine Beine zu verlieren. Deine Sturzgefahr steigt damit.

Im Laufe der Zeit steigt dein Gefühl für die jeweilige Neigung (des Bodens) und du behältst die Kontrolle über das, was du tust. Steigere langsam dein Tempo, aber bleibe vorerst auf einem geringen Gefälle.

Steigere dein Tempo (langsam, d.h. schrittweise) so lange, bis du schneller als dein Wettkampftempo das Gefälle hinunter laufen kannst, ohne deine Technik (= Kontrolle) zu verlieren. Dann bist du bereit für ein stärkeres Gefälle. Und wiederholst das Spiel dort.

Nach dem Bergablauf läßt du dich austrudeln, drehst um und trabst zum Hügel zurück. Bergauf nutzt du zur Erholung. Entweder trabend oder gehen, was für dich eher erholsam ist. Wenn du mehere Hügel auf deiner Laufrunde hast, baust du eben diese in dein Training ein, anstatt mehrere Wiederholungen am gleichen Hügel zu absolvieren.

Kombiniere Bergabläufe mit Läufen in der Ebene. Dazu läufst (oder gehst) du eine Hügel hinauf, läufst den Hügel hinunter und nimmst das Gefühl aus dem Bergablauf mit in dein Laufen in der Ebene. Versuche dieses Gefühl so lange wie möglich aufrecht zu halten. Trabe aus. Trabe wieder zurück zum Hügel. Wiederhole das ganze 2-4 mal für den Anfang.

Sei kreativ in der Wahl deines Trainingsortes

Berge finden sich selten in der Stadt. Hügel oder Autobahn- oder Fußgängerbrücken oder Unterführungen findest du dagegen fast überall. Für das Wort „Bergabläufe“ kannst du also „Hügelabläufe“ als Synonym betrachten. Fehlt ein langes Gefälle, läufst du ein kürzeres Gefälle mehrfach bergab. Nutze deine Kreativität und benutze das, was dir zur Verfügung steht, anstatt darüber zu lamentieren, was du nicht hast.

Fazit

Wenn du es richtig machst, steht dir mit Bergabläufen eine weitere sinnvolle und anspruchsvolle Trainingsmethode zur Verfügung um deine Kraft, Koordination und deine Schnelligkeit im Laufen zu verbessern. Viel Erfolg dabei.

Trage dich rechts oben für das E-Mail Abo ein um die aktuellsten Beiträge sofort und direkt in dein E-Mail Postfach geliefert zu bekommen.

Oder fordere gleich unverbindlich mein komplettes Trainingsangebot via E-Mail an unter v (dot) honoschenko (at) googlemail (dot) com

(Tri)Athleten, die diesen Beitrag gelesen haben, fanden auch folgende Beiträge interessant:

Training im Triathlon – Was ist eigentlich Fartlek?
Warum solltest du an 5km-Wettkämpfen teilnehmen?
Willst du Verletzungen vermeiden, hör auf deinen Körper
Präventionstipps für Läufer und Triathleten
Über die Rumpfstabilität für Triathleten
Die Regeneration
Tipps, wie du deine sportliche Leistung verbesserst
Trainingstipps für Läufer und Triathleten
Gute Gründe für Trainerstunden
Informiere dich über meine Trainingsangebote.
Informiere dich über die Kursinhalte meiner Lauftrainings.
Informiere dich über die Pose Method of Running
Informiere dich über die Kursinhalte meiner Schwimmtrainings.
Stöbere im Artikelverzeichnis dieses Blogs

6 Dinge, die du beim Laufen nicht tun solltest

Laufen kann jeder. Heißt es. Aber gut laufen kann nicht jeder. Sag ich. Was sagst du?

Auch wenn das Laufen die natürliche Fortbewegungsart des Menschen ist, so gibt es doch jede Menge kleine Fehler die dein Vorwärtskommen unnötig behindern … können. Umso mehr, je weiter du dich dem „Homo Sedenticus“ (meine Wortschöpfung) angenähert hast und je später du dich in deinem Erwachsenenleben auf die natürliche Fortbewegung (= das Laufen) zurück besinnst.

Nachfolgend findest du 6 Dinge, auch kleine, lästige Fehler genannt, die du beim Laufen besser unterlässt, wenn dein Laufen erfolgreicher, leichter, verletzungsfreier und vielleicht sogar schneller werden soll.

(1) Unterlasse es zu schlurfen

Du schlurfst, wenn du deine Füße nicht ausreichend hebst und die Sohlen deiner Laufschuhe schleifende Geräusche bei jedem Schritt hinterlassen. Wenn du schlurfende oder schleifende Geräusche bei jedem Schritt hörst, dann schlurfst du.

Wenn du schlurfst, verschleißt du schneller deine Laufschuhe und du bremst dich bei jedem Schritt aus. Das kostet dich mehr Geld, weil du öfters neue Laufschuhe kaufen musst. Und es behindert deinen Vortrieb, weil du deinen Vortrieb am Boden lässt.

Hebe deine Füße bei jedem Schritt. Das muss nicht viel sein, sondern nur soviel, dass du diese Schlurf-und-Schleifgeräusche nicht mehr hörst. Gleichzeitig bekommt dein Laufstil mehr Dynamik, deine Schritte werden federnder und deine gefühlte Energie steigt an. Außerdem halten deine Laufschuhe länger, was dir Geld spart.

(2) Vermeide es hinter der Bewegung laufen

Du läufst hinter deiner Bewegung, wenn du dich zu weit nach hinten lehnst. Das spürst du vielleicht in deinen schmerzenden Bandscheiben, deinen zu langen Schritten und der zusätzlichen Kraft, die es dich kostet dich vorwärts zu bewegen. Du merkst es vielleicht noch nicht, aber du kannst es sehen, wenn du deinen Schatten beobachtest oder dein Spiegelbild, falls du mal an einem Schaufenster vorbei läufst.

Wie bereits angedeutet, kann das Laufen hinter der Bewegung Rückenschmerzen verursachen. Das ist die deutlichste Konsequenz davon. Leichtere Folgen können Verspannungen oder andere muskuläre Beschwerden sein. Deine Schritte sind zu lang und damit auch deine Bodenkontaktzeiten. Das ist die Zeit, die dein Fuß den Boden berührt, bevor dein Körper ihn passiert hat, damit du ihn wieder vom Boden abheben kannst. Wenn du deinen Körper zurück lehnst, dann kommt dein Fuß relativ weit vor deinem Körper auf und dein Körper muss erst diese Strecke zurück legen, um ihn wieder einzuholen. Das dauert Zeit. Deine Zeit – im Wettkampf zum Beispiel. Eine Folge davon ist geringerer Vortrieb, weil du dich bei jedem Schritt ausbremst. Das kostet zusätzlich Kraft (= Energie).

Richte dich auf. Stell dir vor, in der Mitte deines Kopfes ist, wie bei einer Marionette, ein Faden befestigt. Und an dem zieht dich eine unsichtbare Macht ständig nach oben. Halte deine Körperspannung. Dabei aktivierst du deine Gesäß-, Rücken- und Bauchmuskulatur. Eine bessere Haltung gibt dir mehr Energie. Deine Schritte verkürzen sich etwas und du bremst dich weniger oder nicht mehr aus. Das erhöht deinen Vortrieb.

(3) Verzichte darauf auf und ab zu hüpfen, wie ein Gummiball

Du hüpfst beim Laufen auf und ab wie ein Gummiball, wenn du dich bei jedem Schritt nach oben abstoßt, anstatt nach vorn. Je ausgeprägter du das machst, desto besser kannst du das sogar sehen, denn deine Sicht auf die Dinge vor dir wird ständig verwackelt. Wenn du mit Baseball Cap oder Brille läufst, dann siehst du es vielleicht sogar noch deutlicher. Ansonsten hilft es dir deinen Schatten zu beobachten oder dein Spiegelbild in einem Schaufenster, wenn du daran vorbeiläufst.

Du verschenkst gnadenlos Energie und Vortrieb, wenn du dich bei jedem Schritt nach oben schickst.

Da willst du doch nicht hin, oder? Du willst nach vorn in deine Laufrichtung. Also drück dich nach vorn ab. Lass dich eher etwas/geringfügig „nach vorn fallen“ (nicht in der Hüfte abknicken, sondern mehr wie ein Baum). Geh mit der Bewegung nach vorn, als ob dich etwas in deine Laufrichtung zieht. Damit nutzt du deine Energie besser für den Vortrieb, was sich in deinen Laufzeiten bemerkbar macht.

(4) Vermeide es, mit gestreckten Knien deine Fersen in den Boden zu rammen

Diese Beschreibung spricht meiner Meinung nach für sich selbst. Du schwingst dabei dein Bein nach vorn, streckst deine Knie komplett durch und knallst mit deiner Ferse in einem ungünstigen Winkel auf den Boden, dass du die Erschütterung fast bis in dein Hirn hinauf spüren könntest, wenn da nicht ca. vier Zentimeter Plastik unter deiner Ferse wären. Deshalb merkst du nicht, was du tust. Zieh deine super-duper-gedämpften Laufschuhe mal aus und mach das gleiche mal ohne. Was sagst du? AUA. Genau.

Diese Ausprägung der Rückfußtechnik wirkt sich auf Dauer schädigend auf deine Knie- und Hüftgelenke aus, schädigt deine Bandscheiben und kann sogar bis zu Kopfschmerzen führen. Dabei hängt es natürlich davon ab, wie tolerant dein Körper ist, wie gut gedämpft deine Laufschuhe, wie viel du läufst etc. Du bremst dich bei jedem Schritt aus und musst erneut beschleunigen. Das kostet Energie (= Kraft) und Zeit und wirkst sich negativ auf deinen Vortrieb aus.

Versuche deine Füße etwas flacher aufzusetzen anstatt auf der Ferse mit steil erhobenen Fußspitzen. Dadurch beugst du automatisch deine Knie etwas. Um das Knie zu beugen und dein Gewicht abzufangen, spannst du deine Muskulatur an. Das wiederum dämpft deinen Aufprall und schont deine Gelenke, damit du länger schmerzfrei laufen kannst. Gleichzeitig bremst du dich weniger aus und dein Körper passiert schneller deinen Fuß/dein Bein in der Stützphase. Damit kannst du es schneller wieder abheben. Das nennt sich auch kürzere Bodenkontaktzeiten, was meistens bei besseren Läufern zu finden ist.

(5) Unterlasse es mit gestreckten Armen laufen

Du läufst mit gestreckten Armen, wenn du deine Arme an den Ellenbogen mehr oder weniger durchstreckst und sie durchgestreckt an deinen Seiten schwingst oder gar nicht. Das kannst du sehen und fühlen, wenn du darauf achtest, was du beim Laufen mit deinen Armen machst.

Diese Haltung verspannt oder gar verkrampft deine Schulterpartie. Zudem nimmst du dir die Dynamik in deiner Bewegung nach vorn, die du zusätzlich über deinen Armeinsatz produzierst, d.h. du hältst dich zurück oder bremst dich sogar aus. Und du störst dein Gleichgewicht in deiner Vorwärtsbewegung, da dein Armschwung einen Ausgleich zu deiner Beinbewegung darstellt und verhinderst eine höhere Schrittfrequenz. Du läufst mit angezogener Handbremse. Das wirkt sich negativ auf deinen Vortrieb aus.

Winkel deine Arme in den Ellenbogen an und lass sie locker neben deinem Körper in deine Laufrichtung schwingen. Das macht deine Bewegungen lockerer und freier, unterstützt deinen Vortrieb nach vorn, und reduziert die Verspannung in deinen Schultern. Wenn du ein bißchen damit spielst, stellst du fest, dass du deine Schrittfrequenz über deinen Armschwung beeinflussen kannst. Ein weiterer Bonus.

(6) Vermeide es deinen Kopf einzurollen

Du rollst deinen Kopf ein, wenn du auf den Boden unmittelbar vor deinen Fußspitzen siehst, anstatt auf den Boden mindestens 5m in deine Laufrichtung.

Damit schickst du deine Energie in den Boden, anstatt in deine Laufrichtung, wo du hin willst. Zusätzlich verspannst und verkrampfst du deine Nackenmuskulatur. Das Atmen fällt dir schwerer, weil du deinen Brustkorb damit etwas einengst. Verstärken kannst du das ganze noch indem du deine Schultern hochziehst oder nach vorn rollst. Du hältst dich zurück, als ob du mit angezogener Handbremse läufst, was sich – na? – negativ auf deinen Vortrieb und deine Laufgeschwindigkeit auswirkt.

Richte dich auf. Lass deine Schultern locker hängen und nimm sie etwas zurück. Hebe deinen Kopf bis du geradeaus in deine Laufrichtung blickst, dort wo du hin laufen willst (ca. 5m vor dir). Du atmest leichter. Du schickst deine Energie in deine Laufrichtung, was dich leichter und befreiter laufen lässt. Deine Nacken- und Schultermuskulatur entspannt sich. Dein Laufen wird angenehmer (und vielleicht sogar etwas schneller).

.

Achte auf das, was du beim Laufen tust. Achte auf deine Körperhaltung beim Laufen. Lerne zu fühlen, wie sich eine optimale Körperhaltung anfühlt und lerne die Unterschiede zu dem kennen, was du machst. Fühle die Unterschiede in Vortrieb, Dynamik und Energie.Viele kleine Fehler in deinem Laufen schleichen sich mit deiner Ermüdung ein oder sobald deine Konzentration nachlässt. Deshalb: Holzauge sei wachsam… 😉

Trage dich rechts oben für das E-Mail Abo ein, um regelmäßig die aktuellsten Beiträge direkt in dein E-Mail Postfach zu erhalten.

Fordere jetzt unverbindlich mein komplettes Trainingsangebot unter dieser E-Mail Adresse an: v (dot) honoschenko (at) googlemail (dot) com

(Tri)Athleten, die diesen Artikel gelesen haben, fanden auch folgende Beiträge interessant:

Laufen im Triathlon – Je mehr Wochenkilometer, desto mehr paar Laufschuhe
Die „Wissenschaft“ des Laufschuhkaufs
Vergleich effiziente Lauftechnik vs. ineffiziente Lauftechnik
Grundsätzliches zur Pose Method of Running
Motivationstipps nicht nur für Laufanfänger
Tipps für Laufeinsteiger – Erste Schritte in der Tempoarbeit
Gute Gründe ein Trainingsprotokoll zu führen
Willst du Verletzungen vermeiden – Hör auf deinen Körper!
Filmtipp – The Perfect Runner
Wettkampfdistanzen im Triathlon – Eine Übersicht
Tipps und Tricks, wie du dir deinen Wettkampf sicher ruinieren kannst
Bist du eine Radiergummiläufer?
Über die Rumpfstabilität
Training im Triathlon – Was ich meine, wenn ich von Training spreche
Ursachen von Laufverletzungen
Stöbere im Artikelverzeichnis meines Blogs.