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Kraulschwimmen – Eine kurze Fehleranalyse der Kraulatmung

Während der Kraulatmung entstehen die meisten Fehler, die schnellere Schwimmzeiten verhindern. Die Kraulatmung stört immer den Bewegungsablauf. Deshalb wäre es am besten, wenn ein Triathlet nicht an der Wasseroberfläche atmen müßte. Dann könnten viele Triathleten schneller schwimmen.

Leider hat kein Triathlet Kiemen um unter Wasser zu atmen. Aber jeder Triathlet kann an seiner Kraulatmung arbeiten und seine Schwimmzeit so um Sekunden, wenn nicht sogar Minuten reduzieren.

Die folgenden Bilder (es ist immer die gleiche Aufnahme!) zeigen ein paar Fehler, die unter Wasser während der Kraulatmung entstehen. Sie zeigen dir wie viele ausbremsende Technikfehler in einer dreißigstel Sekunde möglich sind (bei einer Bildwiederholrate von 30 Bildern pro Sekunde). Die gezeigten Fehler setzen sich jedoch im gesamten Bewegungszyklus fort. D.h. die ausbremsende Wirkung erstreckt sich über einen weitaus größeren Zeitraum als eine dreißigstel Sekunde!

Der Triathlet aus diesem Bild schwimmt die 1500m mit Neoprenanzug in ca. 30 Minuten. Damit ist er für einen erwachsenen Spät- und Quereinsteiger ins Kraulschwimmen schon ganz ordentlich dabei, auch wenn noch viel Verbesserungspotenzial vorhanden ist.

Fehler in der Armhaltung während der Kraulatmung

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Der Triathlet auf diesem Bild bremst sich mit seiner Armhaltung während der Kraulatmung komplett aus.

Seine Hand sucht die Wasseroberfläche, anstatt das Wasser zu greifen und den Widerstand zu suchen, um sich für den Unterwasserarmzug einzuhaken. Oder sich zumindest nach vorn zu strecken, um die Strecke für den Unterwasserarmzug zu verlängern.

Er bremst sich aus, da er zusätzlichen Wasserwiderstand entlang der gesamten frontal gegen das Wasser angestellten Armfläche erzeugt. Ausbremsen macht langsam.

Aus dieser Armhaltung wird der Triathlet seinen Arm nur nach unten drücken können. Damit drückt er sich am Wasser nach oben, anstatt nach vorn. Er verschenkt Vortrieb. Verschenkter Vortrieb macht langsam.

Der Arm wäre in einer optimalen Position für das Wasserfassen, wenn sich Fingerspitzen tiefer als Handgelenk, Handgelenk tiefer als Ellenbogen und Ellenbogen tiefer als Schulter befänden. Erst dann ist es für den Triathleten möglich sich am Wasser einzuhaken und nach vorn zu hebeln.

Um das zu erreichen, muß sich der Triathlet erst einmal bewußt machen, was er mit seinem Arm während der Kraulatmung macht. Das erreicht er nur, indem er sich auf diesen Arm während seiner Kraulatmung konzentriert. Erst wenn er fühlt was er tatsächlich macht, kann er anfangen Einfluß darauf zu nehmen und den Bewegungsablauf zu verändern.

Dazu ist es nützlich Teilbewegungen mit kraultechnischen Übungen wie beispielsweise der 90-Grad-Seitlage zu isolieren. Das Atmen zur anderen Seite und Kontrastübungen helfen ebenfalls dabei Unterschiede wahrzunehmen.

Fehler in der Blickrichtung während der Kraulatmung

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Der Triathlet blickt bei der Kraulatmung nach hinten-oben. Das schafft er nur, wenn er seinen Kopf hebt und den gesamten Oberkörper mit verdreht. Hier verdreht er ausgeprägt seinen Oberkörper. Die Hüften und Beine scheinen in diesem Moment und aus dieser Perspektive noch relativ gerade zu bleiben (in einer normalen Rotationsneigung). Er knickt in der Hüfte etwas ein. Alles zusammen verlagert die Bewegungsausrichtung nach hinten, anstatt nach vorn. Alles zusammen hat ausbremsende Wirkung und macht langsam.

Im Kraulschwimmen hängt die Wasserlage extrem von der Kopfhaltung ab. Der Körper richtet sich am Kopf aus. Bringt der Triathlet seinen Kopf und seine Blickrichtung nach hinten-oben, versucht der gesamte Körper (inklusive Arme und Beine) zu folgen, was sich katastrophal ausbremsend auf die Wasserlage und verlangsamend auf den Vortrieb auswirkt.

Hier hilft es sich die Auswirkungen der Kopfhaltung auf den Körper und damit auf die Wasserlage beim Kraulschwimmen zuerst mit Trockenübungen bewußt zu machen. Und anschließend die Kraulatmung mit beispielsweise der 90-Grad-Seitlage isoliert zu üben, um die Zusammenhänge besser zu vestehen. Erst dann ist es sinnvoll den Gesamtbewegungsablauf mit Fokus auf die Kopfhaltung bei der Kraulatmung zu üben.

Der Triathlet kann seine Blickrichtung nur bewußt ändern, indem er sich darauf konzentriert bei der Kraulatmung nach vorn-unten zu blicken, um das Wellental zu sehen, in welches er hineinatmen kann. Das funktioniert nur, wenn er dabei seinen Kopf tatsächlich im Wasser läßt und nur zum Atmen dreht.

Fehler in der Kopfhaltung während der Kraulatmung

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Der Fehler in der Kopfhaltung geht Hand-in-Hand mit dem Fehler in der Blickrichtung. Die eingezeichnete Linie zeigt dir wie schräg seine Kopfhaltung ist.

Diese Schräge zeigt an, daß der seinen Kopf während der Kraulatmung hebt, anstatt ihn nur zu drehen.

Das Kopfheben während der Kraulatmung senkt sofort seine Hüften und Beine tiefer unter die Wasseroberfläche. Das heißt, er verschlechtert damit seine Wasserlage und erhöht den zu überwindenden Wasserwiderstand. Das reduziert seine Schwimmgeschwindigkeit. Mit anderen Worten: Es macht ihn langsam.

Die Wasserlage der Hüften und Beine sieht aus dieser Perspektive (von schräg-vorn; und auf diesem Bild) noch fast vertretbar aus. (Die Perspektive täuscht jedoch. Seitliche Aufnahmen zeigen wie deutlich Hüften und Beine bei jeder Kraulatmung absinken. Auch von hinten läßt sich ein ständiges Auf und Ab in der Wasserlage erkennen.)

Der Triathlet hat – wenn er nicht atmet eine Wasserlage, die in Ordnung ist. Er verliert seine Wasserlage bei jeder Kraulatmung. D.h. er bremst sich bei jeder Kraulatmung aus und muß erneut beschleunigen. Da er hauptsächlich mit einer Zweieratmung nach links atmet, bremst er sich jeden zweiten Armzug aus. Das kostet nicht nur Kraft sondern auch Zeit.

Ein deutlicher Hinweis darauf, daß seine Wasserlage mangelhaft ist, gab die Erkenntnis, daß sich seine Schwimmzeiten im Wettkampf bei Neoprenverbot drastisch verschlechtern.

Die Fehler in der Kraulatmung mildern sich sofort, wenn der Triathlet beginnt auf seine schwach Seite zu atmen. In diesem Fall nach rechts zu atmen. Denn auf der rechten Seite (seiner schwachen Atemseite) macht er diverse Fehler (von links) nicht.

Eine drastische Verbesserung bringt die Erkenntnis wie tief er seinen Kopf tatsächlich halten muß, um seine Wasserlage ohne Atmung und mit Atmung anhaltend zu verbessern. Sehr hilfreich sind dabei einfache Übungen am Beckenrand und erneut die 90-Grad-Seitlage.

Hoffentlich arbeitet er auch selbständig weiter daran seine Kraultechnik zu verbessern, denn sonst wird es leider nichts mit besseren Schwimmzeiten.

Denn: Wer weiter das machst, was er vorher gemacht hat, braucht sich nicht zu wundern, wenn er weiterhin die gleichen Ergebnisse erzielt wie vorher.

Welche Fehler im Kraulschwimmen machst du?

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Denn nur, wenn du weißt, was du in deiner Kraultechnik falsch machst, wie du Fehler korrigierst und die Korrektur richtig ausführst, kannst du deine Technik im Kraulschwimmen – und damit deine Schwimmzeiten im Wettkampf – entscheidend verbessern.

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Machst du diese Fehler in deiner Kraulatmung?

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Nachfolgend findest du die häufigsten Fehler bei der Atmung im Kraulschwimmen gelistet und meine Vorschläge zur Problemlösung.

(1) Du vergißt einfach unter Wasser auszuatmen. Die Atemluft wird dir knapp werden, da die Zeit im Erholungsarmzug des Kraulschwimmens nur für das Einatmen reicht. D.h. du kannst einen Teil des Kohlendioxids nicht abatmen, was sich in deinem Körper sammelt und zu Atemnot führt.

Lösung: Konzentriere dich bewußt auf das Ausatmen unter Wasser. Atme einen kontinuierlichen Strom an Luftblasen aus, solange du dein Gesicht im Wasser hast. Hast du ein Problem damit an das Ausatmen zu denken? Dann schließe deinen Mund und beginne zu summen. Du kannst nicht summen ohne Auszuatmen.

(2) Du atmest unter Wasser ungenügend aus. Du versuchst beim Einatmen noch den Rest auszuatmen und schränkst damit deine Einatemzeit ein. Dadurch nimmst du zu wenig neuen Sauerstoff auf.

Lösung: Versuche etwas mehr unter Wasser auszuatmen und füge spätestens kurz vor dem letzten Stückchen Kopfdrehung zum Einatmen noch ein bewußtes Ausatmen an.

(3) Du atmest zu spät unter Wasser aus. Deine Ausatmung überschneidet sich mit deinem Einatmen. Die Folge ist, dass du zu wenig Zeit zum Einatmen hast und zu wenig neuen Sauerstoff aufnehmen kannst.

Lösung: Atme kontinuierlich und gleichmäßig aus, sobald du dein Gesicht ins Wasser bringst bis zu dem Moment, bis unmittelbar bevor du dein Gesicht aus dem Wasser zum Einatmen drehst. Das heißt: Unter Wasser kontinuierlich ausatmen vom Einatmen bis zum nächsten Einatmen.

(4) Du atmest unter Wasser zu hektisch aus (Pressatmung). Als Folge davon reicht dir oft die Atemluft nicht für den gesamten Kraulzyklus.

Lösung: Konzentriere dich darauf ruhig, gleichmäßig und kontinuierlich ins Wasser auszuatmen. Du kannst die Ausatmung bewußt kontrollieren. Ist es während des Kraulschwimmens zu schwer für dich? Stell dich an den Beckenrand und versuche es zuerst im Stehen.

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Kraultechnik – Kraul schwimmen – Kraulatmung – Schon ans Ausatmen gedacht?

(5) Du hältst bewußt die Luft unter Wasser an. Und versuchst über Wasser aus- und einzuatmen. Die Atemluft wird dir knapp werden, da die Zeit im Überholungsarmzug des Kraulschwimmens (während der Phase des Einatmens während der Kraulatmung) nur für das Einatmen reicht. D.h. du kannst einen Teil des Kohlendioxids nicht abatmen, was sich in deinem Körper sammelt und zu Atemnot führt.

Lösung: Atme unter Wasser bewußt ruhig, gleichmäßig und kontinuierlich ins Wasser aus.

(6) Du atmest über Wasser aus und ein. Das Zeitfenster im Kraulzyklus ist zu klein um beides zu tun. Du kannst zu wenig Kohlendioxid abatmen und/oder zu wenig Sauerstoff einatmen. Sauerstoffmangel und/oder Kohlendioxidüberschuß sind die Folge. Beides läßt dich verzweifelt japsend nach dem Beckenrand greifen.

Lösung: Konzentriere dich darauf unter Wasser – sobald du dein Gesicht ins Wasser gebracht hast – ruhig, gleichmäßig und kontinuierlich auszuatmen. Konzentriere dich darauf über Wasser NUR einzuatmen.

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(7) du hebst beim Atmen den Kopf.
Es ist ein natürlicher Reflex, wenn du deinen Kopf in der Kraulatmung heben willst, denn je weiter du vom Wasser entfernt bist, desto sicherer ist es für dich Luft zu bekommen ohne Wasser zu schlucken. Versuche den Reflex zu kontrollieren und das Kopfheben zu vermeiden.

Lösung: Lass deinen unteren Arm ausgestreckt und versuche mit dem Hinterkopf diesen bei der Kopfdrehung – wenn du einatmest – zu berühren. Versuche das untere Schwimmbrillenglas unter Wasser zu lassen.

(8) du siehst beim Atmen zur Decke. Oft in Kombination mit Kopfheben und Abstützen mit Händen und Armen. Du störst deinen Bewegungsablauf indem du dich zu stark im Oberkörper verwirfst. Du erzeugst zusätzlichen Wasserwiderstand und verschenkst Vortrieb. Du bemst dich aus und verschwendest Energie.

Lösung: Lass deinen unteren Arm ausgestreckt und versuche mit dem Hinterkopf diesen bei der Kopfdrehung – wenn du einatmest – zu berühren. Versuche das untere Schwimmbrillenglas unter Wasser zu lassen. Blicke zur Seite, anstatt zur Decke.

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(9) Du siehst beim Atmen nach hinten. Oft in Kombination mit Kopfheben. Du störst deinen Bewegungsablauf, indem du deinen Oberkörper einrollst und mit dem Arm im Überwasserarmzug deine Körperseitenmittellinie überkreuzt. Du verlierst dein Gleichgewicht, wirst instabil, erzeugst zusätzlichen Wasserwiderstand und verschenkst Vortrieb. Du bremst dich aus und verschwendest Energie.

Lösung: Blicke zur Seite, anstatt nach hinten. Lass deinen unteren Arm ausgestreckt und versuche mit dem Hinterkopf diesen bei der Kopfdrehung – wenn du einatmest – zu berühren. Versuche das untere Schwimmbrillenglas unter Wasser zu lassen. Vermeide Überrotation. Bleibe in einer Kipplage (max. 45°). Vermeide eine Seitlage (90°) und vermeide es auf den Rücken zu fallen.

(10) Du stützt dich mit Händen und Armen im Wasser ab, um weiter aus dem Wasser heraus zu kommen. Anstatt Vortrieb zu generieren, drückst du das Wasser nach unten und dich selbst nach oben, anstatt nach vorn. Du verschenkst Vortrieb. Du erzeugst zusätzlichen Wassserwiderstand und bremst dich bei jedem Atemzug aus. Du mußt dich jedesmal erneut beschleunigen. Du verschwendest Kraft.

Lösung: Lass deinen unteren Arm ausgestreckt und versuche mit dem Hinterkopf diesen bei der Kopfdrehung – wenn du einatmest – zu berühren. Strecke deinen unteren Arm (!) in Schwimmrichtung (!) während du einatmest. Strecke dich mit deinem ganzen Körper (!) in Schwimmrichtung (!) während du einatmest. Versuche das untere Schwimmbrillenglas unter Wasser zu lassen.

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(11) du machst Ausweichbewegungen im Unterwasserarmzug, um deine Kraulatmung zu unterstützen. Dabei erzeugst du erneut höheren Wasserwiderstand. Die Folge davon ist, dass du dich bei jedem Atemzug ausbremst und erneut beschleunigen musst. Dazu verschenkst du Vortrieb. Beides zusammen macht dich langsamer und kostet dich mehr Kraft.

Lösung: Auch im Unterwasserarmzug bleibt die linke Hand links von der Körpermittellinie und die rechte Hand rechts von der Körpermittellinie. Konzentriere dich bewußt darauf, bei jedem Armzug und bei jeder Atmung. Achtung: Zu weit nach außen ist genauso falsch wie zu weit nach innen!

(12) dein Kopf pendelt hin und her während du ausatmest. Dein Kopf ist wie ein Steuer. Dein Körper folgt deinem Kopf. Wenn du also mit dem Kopf in der Phase des Ausatmens hin und her pendelst, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass auch dein Körper hin und her pendelt und damit mehr Wasserwiderstand erzeugt.

Lösung: Konzentriere dich darauf während des Ausatmens unter Wasser deinen Kopf ruhig in der neutralen Position zu halten. Fixiere deine Augen auf den Boden unter dir oder 1-2m vor dir.

(13) du kannst nur zu einer Seite atmen. Du weißt, dass deine Kraulatmung zur schwachen Seite eine Katastrophe ist, und verweigerst sie beharrlich. Dein Kraulschwimmen kann dadurch einseitig unregelmäßig im Bewegungsablauf werden. Jede Unregelmäßigkeit im Bewegungsablauf erhöht den Wasserwiderstand. Zudem kann die eine Atemseite in Schulter, Arm und Nacken vermehrt zu Verspannungen neigen, was zu Schonhaltungen und/oder Ausweichbewegungen führt. Dein Krauschwimmen wird unsymmetrisch, was dich in deinen Leistungsfortschritten behindern kann.

Lösung: Trainiere regelmäßig die Kraulatmung auf deiner schwachen Seite. Da führt leider kein Weg daran vorbei. Mit der Zeit und Übung wird sie besser und dein Kraulschwimmen wird symmetrischer, entspannter und schneller und deine Leistungen verbessern sich.

(14) du machst Ausgleichbewegungen im Beinschlag (z.B. Scherenbeinschlag, Grätsche, ein Fuß weicht aus etc.) während du atmest.

Lösung: Ausweichbewegungen im Beinschlag haben meistens ihre Ursache in Fehlern im Armzug oder in der Kopfhaltung. Sie sind ein Zeichen von Gleichgewichtsverlust. Der Beinschlag versucht diesen Gleichgewichtsverlust auszugleichen.

Fehler in der Kopfhaltung und Lösungen dazu findest du weiter oben beschrieben.

Den Armzugfehler machst du entweder über Wasser oder unter Wasser. Finde heraus, wo du die Fehler im Armzug während der Kraulatmung über oder unter Wasser machst, stelle sie ab, und deine Ausgleichbewegungen im Beinschlag (Scherenbeinschlag, Grätsche, ein Fuß weicht aus, …) verschwinden von allein.

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(15) du bist völlig verkrampft und versuchst einen bestimmten Atemrhythmus zu erzwingen. Verkrampfen kostet dich mehr Kraft und Sauerstoff und beeinflußt deinen Bewegungsablauf negativ.

Lösung: Versuche dich bewußt zu entspannen und konzentriere dich auf das regelmäßige, gleichmäßige und kontinuierliche Ausatmen unter Wasser. Langsames, kontrolliertes Ausatmen entspannt!

(16) dir fehlt es an Gleichgewicht im Kraulschwimmen und kämpfst gegen das unangenehme Gefühl des Sinkens an. Deine Bewegungen sind hektisch und unkontrolliert. Genauso ist deine Kraulatmung.

Lösung: Arbeite an deiner Wasserlage. So stellst du dein Gleichgewicht im Wasser her. Lerne deine Wassserlage und damit dein Gleichgewicht über Kopfhaltung, Körperspannung, Gewichtsverlagerung, etwas Beinschlag und deine Armhaltung herzustellen und zu halten. Hast du Gleichgewicht im Wasser während des Kraulschwimmens, fällt dir auch deine Kraulatmung leichter.

(17) Du atmest Wasser durch die Nase an.

Lösung: Atme über Wasser nur durch den Mund ein. Schließe deinen Mund und atme unter Wasser langsam und gleichmäßig durch deine Nase aus, sobald du dein Gesicht nach unten ins Wasser drehst.

Bist du ein Mundatmer (= Ein- und Ausatmen hauptsächlich über deinen Mund), dann besorge dir ggfs. als vorübergehendes Hilfsmittel eine Nasenklammer, wenn du weiterhin Wasser über die Nase anatmest.

Wie schon teilweise beschrieben, treten die Fehler gern in Kombination auf, was deinen Wasserwiderstand weiter erhöht.

Findest du dich darin wieder?

Habe ich einen Fehler vergessen? Hinterlasse einen Kommentar oder sende mir eine E-Mail unter vera (dot) honoschenko (at) schwimmstudio (dot) de

Du wirst mit deinem Fehler wahrscheinlich schon längere Zeit schwimmen. Deshalb gehe bitte nicht davon aus, dass er über Nacht verschwindet, wenn du ihn einmal entdeckt hast und einmal korrigiert hast.

Je länger du bereits mit deinem Fehler schwimmst, desto länger dauert es, bis zu ihn „überschrieben“ hast. Das heißt, durch einen korrekten Bewegungsablauf ersetzt hast.

Es gibt keine Abkürzung. Du mußt konzentriert daran arbeiten, bei jedem Armzug und jeder Kraulatmung, während jeder einzelnen Trainingseinheit, so lange, bis du den Fehler korrigiert hast. Du solltest mit ca. 5.000-10.000 KORREKTEN Wiederholungen rechnen.

Wenn du pro Trainingseinheit (im Schwimmen) 3km schwimmst und pro Armzug einen Meter zurück legst, dann hast du in einer einzigen Trainingseinheit schon ca. 3000 Wiederholungen.

Wenn du jeden 2. Armzug atmest, dann hast du ca. 1500 Wiederholungen an Kraulatmung (hoffentlich beide Seiten! – also ca. 750 rechts und ca. 750 links).

Du hättest nach ca. 7 Trainingseinheiten die 5000 (hoffentlich) korrekten Wiederholungen und nach ca. 13,5 Trainingseinheiten die 10.000 (hoffentlich korrekten) Wiederholungen geschafft.

Bei 2 Trainingseinheiten pro Woche könntest du das Problem nach 3,5-7 Wochen so weit abstellen, daß du die Korrektur über längere bis lange Strecken halten kannst. Bei 3 Trainingseinheiten pro Woche geht es schneller.

Aber Achtung! Fehler lassen sich genauso gut einprägen.

Ein Problem mit der Atemlosigkeit nach 25m/50m/100m im Kraulschwimmen kann auch ganz andere Ursachen haben.

Verbessere deine Kraulatmung mit dem 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshop 1 (WS-1) von Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de
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Ein fachlich und methodisch kompetenter Trainer findet die Ursachen deiner Probleme in der Kraulatmung und im Kraulschwimmen.

Er unterstützt dich darin die korrekten Haltungen und Bewegungsabläufe im Kraulschwimmen zu lernen.

Er hilft dir Kraultechnikfehler zu vermeiden, die dir das Atmen im Kraulschwimmen erschweren.

So daß du in der Lage bist problemlos längere Strecken locker Kraul zu schwimmen.

Willst du die Kraulatmung unter fachlicher Anleitung lernen oder gezielt verbessern?

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Die Kraulatmung

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Kraultechnik – Perfekte Kraulatmung

Als Mensch hast du keine Kiemen, sondern Lungen und kannst nicht den Sauerstoff des Wassers atmen. Du bist gezwungen dir die Atemluft beim Kraul schwimmen an der Wasseroberfläche zu holen. Das erfüllt die meisten Triathleten und Anfänger im Schwimmsport mit unangenehmen Gefühlen und stellt sie vor erhebliche Probleme.

Bevor du mit der Kraulatmung beginnst, solltest du problemlos dein Gesicht ins Wasser bringen und unter Wasser ausatmen können. Das heißt, du überwindest zuerst deine Angst davor dein Gesicht ins Wasser zu bringen, bevor du die Kraulatmung lernst.

Es ist für dich immens wichtig eine korrekte und sichere Kraulatmung zu entwickeln, da eine falsche oder unzureichende Kraulatmung sich auf viele Aspekte innerhalb der Kraulbewegung auswirkt und sie negativ beeinflußt. Siehe auch im Beitrag Fehler in der Kraulatmung. Vor allem deine Schwimmgeschwindigkeit leidet unter einer mangelhaften Kraulatmung. Abgesehen davon, dass du vielleicht nicht genug Luft zum Atmen erwischst, bremst du dich zusätzlich bei jedem Atemholen aus und vergeudest Kraft.

Als Anfänger im Kraul schwimmen bist du noch sehr damit beschäftigt die Bewegungsabläufe bewusst zu kontrollieren, was dich manchmal das Atmen vergessen läßt. Keine Panik! Dein Körper erinnert dich daran, wann du atmen musst. Das Problem, welches bei der Kraulatmung auftaucht ist, dass alle anderen Bewegungselemente des Kraulschwimmens während dessen aufrecht erhalten werden müssen. Das bedeutet, dass du alle anderen wichtigen Aspekte des Kraulschwimmens (Wasserlage, Ganzkörperrotation, Kopfhaltung, Fußhaltung, Beinschlag, Handhaltung, Überwasserarmzug, Unterwasserarmzug etc.) in ihrer Grobform halbwegs sicher beherrschen solltest. Andernfalls gehen sie dir während der Atmung komplett verloren.

So stört dich eine fehlerhafte Kraulatmung im Bewegungsfluß

Die Atmung ist ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht deinen Wasserwiderstand zu reduzieren. Je mehr du bei der Atmung falsch machst, desto mehr Wasserwiderstand erzeugst du, da die meisten Anfänger – aber auch viele fortgeschrittene Triathleten – Ausweich- oder Kompensationsbewegungen an die Atmung koppeln, die dort nichts verloren haben. Je mehr du falsch machst, desto mehr störst du deinen Bewegungsfluß, desto mehr bremst du dich aus und desto langsamer machst du dich. Das bedeutet im Umkehrschluß, dass du Kraft sparen und schneller schwimmen kannst, wenn du eine korrekte Kraulatmung beherrschst.

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So beeinflusst dein Atemrhythmus und dein Schwimmtempo

Der Atemrhythmus ist auch abhängig vom Schwimmtempo und der zu schwimmenden Distanz. Wenn du kein Spezialist (= Schwimmer) bist, wirst du wahrscheinlich häufiger atmen, je schneller du schwimmst. Je höher die Intensität, wie beispielsweise im Sprint, desto häufiger wirst du atmen. Je langsamer du schwimmst, beispielsweise im lockeren bis ruhigen Tempo, desto geringere Atemfrequenzen kannst du wählen; bis hinauf zu einer 12er-Atmung, d.h. du atmest erst bei jedem zwölften Armzug ein.

Trainiere deinen Atemrhythmus im Kraulschwimmen

Der einfachste Atemrhythmus im Kraulschwimmen ist die Zweieratmung, d.h. du machst einen Kraularmzug und atmest beim zweiten Kraularmzug ein. Der Rhythmus ist: Eins – atmen. Der Atemrhythmus ist veränderbar und trainierbar. Auch wenn du es jetzt vielleicht noch nicht glaubst: Mit etwas Übung kannst auch du elf Armzüge schwimmen und dann erst atmen oder 25m Kraul schwimmen, ohne zu atmen. Sprinter (Schwimmspezialisten auf 50m oder 100m) schaffen die 50m mit einem Atemzug. 12jährige Schwimmerinnen können 50m durchtauchen.

Das machst du, wenn du Wasser bei der Kraulatmung schluckst

Anfangs wird es dir schwer fallen, den Kopf nur wenig zur Seite zu drehen und im Wasser zu lassen. Es kann mit der unangenehmen Erfahrung einhergehen, dass du dabei Wasser schluckst. Keine Panik! Das passiert auch guten Schwimmern. Der Unterschied zwischen einem Anfänger und einem geübten Schwimmer oder Triathleten ist, wie er mit der Situation umgeht. Wenn du Wasser in den Mund bekommst, kannst du es jederzeit unter Wasser wieder „ausspucken“ – beim Ausatmen über den Mund. Vermeide es das Wasser anzuatmen! Das führt zu Hustenanfällen. Auch Hustenanfälle sind – je nach Intensität – zu bewältigen, ohne das Kraulschwimmen zu unterbrechen. Du kannst kleinere Hustenanfälle ebenfalls unter Wasser abhusten. Probiere es öfter im Training aus, damit du es auch im Wettkampf anwenden kannst.

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So gehst du mit einem mentalen Problem bei der Kraulatmung um

Die Kraulatmung ist teilweise auch ein „Kopfproblem“. Mit einem „normalen“ Atemzug an Land hast du ausreichend Sauerstoff im Körper für ca. 20-30 Sekunden (auch untrainiert – teste es einfach mal an Land). Zwei bis vier Kraularmzüge dauern keine 30 Sekunden. Trotzdem hast du das Gefühl atmen zu „müssen“, weil du bzw. dein Gehirn glaubt an Sauerstoffmangel zu leiden. Mach dir bewußt, dass du ausreichend Sauerstoff für ca. 30 Sekunden hast. Vielleicht hilft dir das schneller in einen sicheren Atemrhythmus zu finden.

Wann findet deine Kraulatmung im Bewegungsablauf statt?

Dein Einatmen im Kraulschwimmen findet statt in dem Zeitfenster zwischen dem Moment, wenn die eine Hand das Wasser verlässt und dem Moment, wenn die gleiche Hand wieder ins Wasser eintaucht. Das ist relativ wenig Zeit.

Je nachdem wie schnell du schwimmst, weniger als eine Sekunde. Du musst deshalb schnell und tief einatmen. Das geht besser über den Mund als die Nase. Über den Mund kannst du schneller eine größere Menge Luft einatmen als über die Nase.

Atme langsam und gleichmäßig unter Wasser aus, so lange du mit dem Gesicht im Wasser bist. Je nachdem wie langsam du ausatmenst, kann es sinnvoll sein den Rest der Luft kurz vor dem nächsten Einatmen ausstoßen. (Vermeide es die Restluft bis zum letzten Quentchen auszupressen.) Wie, kannst du halten wie du willst: Entweder über die Nase. Oder den Mund. Oder beides. Ich atme hauptsächlich über die Nase aus. Denn solange du über die Nase ausatmest, kann kein Wasser eindringen. Bei höheren Intensitäten atme ich mit beidem (Mund und Nase) aus.

So hältst du deinen Kopf beim Ausatmen im Kraulschwimmen

Während du unter Wasser ausatmest, befindet sich dein Kopf in einer neutralen Position (= entspannt in Verlängerung deiner Wirbelsäule). Du hältst ihn gerade in deine Schwimmrichtung und du richtest deinen Blick auf den Boden unter dir. Vermeide es den Kopf hin und her pendeln zu lassen. Dein Körper wird dieser Pendelbewegung folgen und du wirst dich durchs Wasser schlängeln. Das erhöht deinen Wasserwiderstand mit allen seinen Konsequenzen.

Deine Kopfhöhe und damit Blickrichtung wird durch deine natürliche Wasserlage bestimmt. Ist deine „natürliche“ Wasserlage gut (deine Hüften und Beine schweben knapp unter der Wasseroberfläche), dann kannst du deinen Kopf höher nehmen und mehr nach vorn sehen.

Ist deine „natürliche“ Wasserlage schlecht (sinken deine Hüften und Beine ab und du hast eine Schräglage im Wasser), dann empfehle ich dir deinen Kopf tiefer zu nehmen und auf den Boden direkt unter dir zu blicken.

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Diese Atemrhythmen findest du in der Kraulatmung

Es gibt gerade und ungerade Atemrhythmen. Bei geraden Atemrhythmen ist es wichtig, dass du beide Seiten – deine starke und deine schwache Seite – gleichmäßig trainierst. Mach dir bewußt, was du auf deiner starken Seite machst und versuche deine starke Seite zu kopieren. Bei den ungeraden Atemrhythmen atmest du automatisch zu beiden Seiten.

Einseratmung

machst du nur als Kraulübung, d.h. zu atmest bei JEDEM Armzug, zu beiden Seiten. Es ist eine koordinativ anspruchsvolle Übung, mit der du in ultra-langsamen Tempo das Timing und den Rhythmus des Atmens zu beiden Seiten übst.

Zweieratmung

rechts oder links. Das ist wahrscheinlich der am meisten genutzte Atemrhythmus, da er eine kurzfristige, regelmäßige Sauerstoffversorgung verspricht. Meistens wird zur starken Seite geatmet und die schwächere Seite gern vernachlässigt. Wichtig für ein symmetrisches Kraul schwimmen, einseitige Fehler und muskuläre Dysbalancen zu vermeiden, ist es auf beiden Seiten sicher atmen zu können. Das erreichst du, indem du eine 2er-Atmung zu deiner schwachen Seite hin regelmäßig in dein Training einbaust.

Dreieratmung

Wahrscheinlich der am zweithäufigsten genutzte Atemrhythmus. Der Rhytmus ist: Eins – Zwei – Atmen. Das heißt gleichzeitig mit dem dritten Erholungsarmzug atmest du ein. Mit dem dritten Unterwasserarmzug beginnt dein Ausatmen.

Viereratmung

rechts oder links. Der Rhytmus ist: Eins – Zwei – Drei – Atmen. Das heißt gleichzeitig mit dem vierten Erholungsarmzug atmest du ein. Mit dem vierten Unterwasserarmzug beginnt dein Ausatmen.

Fünferatmung

Der Rhytmus ist: Eins – Zwei – Drei – Vier – Atmen. Das heißt gleichzeitig mit dem fünften Erholungsarmzug atmest du ein. Mit dem fünften Unterwasserarmzug beginnt dein Ausatmen.

Sechseratmung

rechts oder links. Der Rhytmus ist: Eins – Zwei – Drei – Vier – Fünf – Atmen. Das heißt mit dem sechsten Erholungsarmzug atmest du ein. Mit dem sechsten Unterwasserarmzug beginnt dein Ausatmen.

etc.

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Beachte dies bei deiner Kraulatmung im Triathlonwettkampf

Im Wettkampf ist es letzten Endes völlig egal wie du atmest. Du bist nicht gezwungen bei einem einzigen Atemrhythmus zu bleiben, sondern kannst nach Belieben und (Sauerstoff-)Bedarf zwischen den unterschiedlichen Atemrhythmen wechseln. Anfangs, beim Start, wird der Atemrhythmus vielleicht etwas hektischer sein (2er-Atmung, starke Seite) und später, wenn du deinen Schwimmrhythmus gefunden hast, ruhiger (3er- oder 4er-Atmung). Du wirst unter Stress oder bei Müdigkeit in jedem Fall auf das Atemmuster zurück greifen, welches dir am vertrautesten ist, und welches du bis zur Automatisierung trainiert hast. Hinzu kommt eine besondere Variante der Kraulatmung in Verbindung mit einem Orientierungsarmzug.

Wichtig bei der Atmung im Freiwasser ist, daß auch hier deine Kopfhaltung beim Atmen zu flach (tief) wie möglich bleibt. Drehe deinen Kopf besser weiter nach oben, aber behalte ihn unbedingt im Wasser. Jedes Kopfheben verschlechtert deine Wasserlage, erhöht deinen Wasserwiderstand, bremst dich aus und kostet dich zusätzliche Kraft.

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Benutze diese Hilfsmittel für eine gleichmäßige Kraulatmung

Ein nützliches Hilfsmittel um eine gleichmäßige Armzugfreqenz zwischen Atemseite und Nicht-Atemseite herzustellen, ist der Tempo Trainer von Finis. Er gibt dir unerbittlich einen gleichmäßigen Rhythmus vor, und zwingt dich damit deine Atempause einer gleichmäßigen Armzugfrequenz anzupassen. Hier findest du einen Artikel zum Tempo Trainer von Finis.

So sieht deine Kraulatmung im kompletten Bewegungsablauf mit 2er-Atmung aus

Die Atmung im Kraulschwimmen leitest du durch die Ganzkörperrotation um deine Längsachse ein. Deine linke Hüfte schiebt die Schulter, den Arm und die Hand nach vorn in die maximale Streckung und wird dabei vom rechten Bein mit einem aktiven Beinschlag unterstützt.

Dein Kopf bleibt in der neutralen Position in Verlängerung deiner Wirbelsäule. Vermeide es den Kopf zu heben. Dein Kopf bleibt im Wasser.

Bei einer 2er-Atmung nach rechts: Deine rechte Hand führt den Unterwasserarmzug aus und unterstützt ebenfalls den linken Arm in seiner Bewegung nach vorn. Bevor die rechte Hand das Wasser verläßt, solltest du noch einmal kräftig ausatmen. Die rechte Hand beendet den Unterwasserarmzug am Oberschenkel und verläßt das Wasser.

Hier beginnt dein Zeitfenster für das Einatmen – und nur das Einatmen – während des Überwasserarmzugs. Dreh deinen Kopf zusammen mit deinem Körper etwas nach rechts. Richte deinen Blick nach vorn-unten, damit du das Wellental findest, dass dein sich im Wasser befindlicher Kopf erzeugt, in welches du hineinatmen sollst.

Wenn du die Hallendecke betrachten kannst oder am Beckenrand stehende Leute, dann hast du deinen Kopf zu weit gedreht. Versuche ein Glas deiner Schwimmbrille unter Wasser zu lassen. Mehr brauchst du deinen Kopf nicht zu drehen. Presse deine Schläfe ins Wasser.

Blicke nach vorn-unten. Dann siehst du vielleicht auch das Wellental, das nach der Bugwelle, die dein im Wasser befindlicher Kopf erzeugt, entsteht und in welches du hinein atmen kannst.

Wenn du deinen Körper auf die linke Seite rotiert hast (linke Schulter ist unten), brauchst du deinen Kopf nur in diese Rotation mitnehmen. Atme kurz und kräftig ein. Passiert die Hand deinen Kopf, drehst du deinen Kopf zusammen mit der ins Wasser eintauchenden Hand und bringst ihn zurück in die neutrale Position mit den Augen auf den Boden.

Die Ausatmung setzt – je nach Schwimmgeschwindigkeit – unmittelbar ein sobald sich das Gesicht wieder unter Wasser befindet. Versuche ruhig und gleichmäßig auszuatmen solange dein linker Arm mit seinem Bewegungszyklus beschäftigt ist.

Der Kopf bleibt dabei immer in der neutralen Position mit Augen auf den Boden. In der Unterwasserphase des rechten Armzugs leitest du wieder die Ganzkörperrotation um deine Längsachse ein und der Atemzyklus beginnt erneut.

Je nach Armzugtechnik (Front-Quadrant-Technik, Rotationstechnik, rechtwinklige Armzugtechnik) im Kraulschwimmen, variiert der Zeitpunkt des Einatmens etwas in Bezug zur Position deines Arms im Unterwasserarmzug.

Wie du siehst, ist die Kraulatmung ziemlich komplex und du kannst einiges dabei richtig oder falsch machen. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Lernen einer korrekten Atmung im Kraulschwimmen.

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Schneller schwimmen allgemein (4) – Atmung

Lerne richtig zu atmen. Mit einer korrekten Atmung schwimmst du in allen Lagen – egal ob Kraulschwimmen, Brust, Delfin oder Rückenkraul – leichter und schneller.

Eine falsche bzw. suboptimale Atmung bremst dich im Schwimmen bei jeder Atmung aus, d.h. sie macht dich langsam. Du verschwendest Energie, denn du musst dich bei jeder Atmung erneut beschleunigen. Wenn du z.B. im Kraul schwimmen auf 25m 20 Armzüge brauchst und ca. 10 x atmest, bremst du dich 10 x aus und musst neu beschleunigen. Du kannst dir selbst ein Bild davon machen, wie sich das auf deine Schwimmgeschwindigkeit und deinen Krafteinsatz über längere Strecken auswirkt…Deshalb: Lerne im Schwimmen korrekt zu atmen.

Atme über Wasser ein und unter Wasser aus. In Kraul, Brust und Delfin hast du nicht die Zeit beides über Wasser zu tun. Sonst kommst du in Atemnot.

Halte den Kopf immer in einer neutralen Position. Das heißt in Verlängerung deiner Wirbelsäule. Das entspannt deine Nackenmuskulatur und du sparst Kraft.

Lass deinen Kopf im Wasser. Vermeide es unbedingt deinen Kopf beim Atmen unnötig und zu hoch aus dem Wasser zu heben. Das behindert deinen Vortrieb, erhöht deinen Wasserwiderstand und verschlechtert deine Wasserlage. Kurz: Es macht dich langsam.

Beim Rückenkraul hast du die geringsten Atemprobleme, da sich dein Gesicht immer über der Wasseroberfläche befindet. Bei Brust und Delfin bleibst du zum Einatmen so nahe wie möglich an der Wasseroberfläche. Im Kraul drehst du den Kopf nur, und versuchst maximal die Begrenzungsleinen deiner Bahn zu sehen, anstatt die Schwimmhallendecke oder den am Rand stehenden Bademeister.

Im Kraul ist es für dich vorteilhaft zu beiden Seiten atmen zu können (ungerade Atemrhythmen). Es lässt dich ruhiger schwimmen, reduziert deinen Wasserwiderstand und erhöht dadurch deine Schwimmgeschwindigkeit. Zudem beugt es muskuläre Dysbalancen und damit muskulären Verspannungen vor.

Bei jedem Atemzug störst du deinen Bewegungsfluss. Versuche deshalb deine Atemfrequenz zu senken, das heisst für dich versuche mehr Bewegungszyklen mit einem Atemzug zu schwimmen. Beim Brust- oder Delfinschwimmen nur jeden zweiten oder dritten Armzug zu atmen; bei Kraul jeden dritten, vierten, … oder achten.

Deine Atmung variiert mit deiner Schwimmgeschwindigkeit. Experimentiere mit deiner Atmung und finde dein jeweiliges individuelles Optimum.

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