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5 typische Vorbereitungs-fehler vor einem Triathlon-wettkampf

5 typische Vorbereitungsfehler vor einem Triathlon-Wettkampf - Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de
5 typische Vorbereitungsfehler vor einem Triathlon-Wettkampf – Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de

Du möchtest doch sicher einen schönen und erfolgreichen Triathlon-Wettkampf haben?

Dann sorge in deiner Vorbereitung auch dafür, daß es dazu kommen kann.

Vorbereitung ist nicht nur dein Training von Schwimmen, Radfahren, Laufen, Wechseln.

Nein.

Vorbereitung sind noch ein paar Dinge mehr, die typischerweise gern vernachlässigt werden.

Und infolgedessen dafür sorgen, daß der Triathlon-Wettkampf weniger schön, weniger erfolgreich ist oder schlechtestenfalls im Disaster endet.*

* bis hin zum tödlichen Ausgang.

Ein schönes Beispiel brachte des öfteren (der leider verstorbene) Zig Ziglar:

Kommt ein Reporter zu Sir Edmund Hillary* und fragt ihn: Wie haben Sie es geschafft den Mount Everest zu besteigen?

* der Mann (Neuseeländer), der als erstes den Mount Everest bestiegen hat

Glaubst du, Sir Edmund Hillary hätte geantwortet: „Ach, ich hatte gerade nichts besseres vor. Ich bin da einfach herum gelaufen und bin dann mal den Mount Everest raufgeklettert.“

Das wäre absurd.

Aber genauso absurd sind manchmal die Fehler in der Vorbereitung auf einen Triathlon-Wettkampf.

Hier sind fünf beispielhafte, typische Fehler.

Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit…

1. Mangelhaftes Training unter Wettkampfbedingungen

Viele Athleten trainieren allein oder zu zweit, in klarem Wasser (oder nur im Schwimmbad), ohne Strömungen, ohne Salzwasser, bei schönem Wetter, ohne Wind, ohne Steigungen unmittelbar nach der Wechselzone, ohne steile Abfahrten, Laufen (oder Radfahren) nur bei angenehmen Temperaturen, ohne … (wasauchimmer), auf was sie dann aber im Wettkampf treffen.

Das nennt sich mangelhafte Vorbereitung.

  • Massenstart ist etwas anderes, als allein oder zu zweit im stillen Weiher zu paddeln.
  • Dunkles, trübes, kaltes Wasser ist etwas anderes als 24°C warmes Chlorwasser im Freibad.
  • Schwimmen im See ist etwas anderes als im Fluß oder gar das Schwimmen im Ozean.
  • Regenwetter ist etwas anderes als strahlender Sonnenschein.
  • Und in der Mittagshitze einen Marathon zu laufen ist etwas anderes als 20km morgens um 5h.

Kenne deinen Wettkampf! Und bereite dich entsprechend deiner Wettkampfstrecke, des zu erwartenden Wetters, etc. in deinem Training vor.

Triathlon ist ein reiner Wettkampfsport.

Deshalb sollte dein Training auch die anderen Bedingungen deines Wettkampfs wiederspiegeln.

2. Fehlende Erfahrung auf kürzeren Strecken

Heutzutage ist es ja „en vogue“ mit der Ironman Distanz (Langdistanz) einzusteigen, auch wenn der Athlet erst vor einem halben Jahr mit dem Training angefangen hat.

Das ist der sicherste Weg zu Überlastungsschäden, einem DNF und zur Aufgabe des Sports.

Deshalb sammle erst einmal Erfahrung auf den kürzeren Distanzen.

Gib deinem Körper die Gelegenheit sich langfristig an die immer länger dauernde Belastung zu gewöhnen.

Dann hast du verletzungsfreier und länger Freude und Erfolg im Triathlonsport.

3. Mangelhafte Streckenkenntnisse

Es gibt tatsächlich Athleten, die erscheinen völlig „grün“* zu einem Wettkampf.

* im Sinne von ahnungslos

Es ist sinnvoll dir rechtzeitig im Vorfeld die Wettkampfstrecken angesehen zu haben.

Damit du die Gefahrenstellen oder auch nur Besonderheiten kennst.

Streckenpläne findest du meistens zusammen mit der Ausschreibung auf der Webseite der Veranstalter.

Noch besser ist es, wenn du die Wettkampfstrecken vorher schon mal abschwimmen, abradeln und ablaufen kannst.

Das schafft Sicherheit und Selbstvertrauen.

Aus diesem Grund ist es auch sinnvoll zur Wettkampfbesprechung zu gehen.

Denn es kann – beispielsweise aufgrund eines Wetterumschwungs – kurzfristige Änderung der Streckenlänge, Streckenführung, Gefahrenstellen etc. geben.

4. Mangelhafte gesundheitliche Selbsteinschätzung

Es gibt immer wieder Altersklassen-Athleten, deren Rennen bereits beim Schwimmstart tödlich endet. Herzversagen.

Besonders Männer, die im Alter von 35 Jahren oder älter zum ersten Mal mit Leistungssport anfangen (Midlife-Crisis?) sollten sich regelmäßig auf Herz-Kreislauf-Gesundheit untersuchen lassen.

Vor allem die Familie wird sich bedanken, wenn der Vater (oder Ehemann oder Lebenspartner) noch etwas länger erhalten bleibt, als bis zum ersten Ironman-Start.


Und das ist trotz aller in Foren, Büchern, Videos, Blogs zur Verfügung stehenden Informationen ein Klassiker:

5. Fehlender Ausrüstungstest im Training

  • Der neue 800EUR teure Neoprenanzug wird am Wettkampftag eingeweiht.
  • Die neue Schwimmbrille wird am Wettkampftag anprobiert.
  • Der Aerolenker wird zum ersten mal am Wettkampftag montiert.
  • Die Klickpedale werden zum ersten mal am Wettkampftag getestet.
  • Der auf der Triathlonmesse gekaufte Triathlonanzug wird dann im Wettkampf ausprobiert.
  • Das neue Fahrrad wird erst zwei Tage vor dem Wettkampf geliefert.
  • Usw. usf.

Hier die möglichen, aber vermeidbaren, Folgen:

  • Der Neoprenanzug ist zu eng. Du bekommst keine Luft und mußt das Schwimmen nach 200m abbrechen.
  • Die Schwimmbrille läuft ständig voll Wasser.
  • Du schwankst von links nach rechts jedes mal, wenn du dich auf den Aerolenker legst und wirst zu einer Gefahr für dich und andere.
  • Du bleibst beim Absteigen in den Klickpedalen hängen und stürzt.
  • Der Triathlonanzug scheuert dir die Brustwarzen auf.
  • Das neue Fahrrad ist schlecht eingestellt und führt zu Knieproblemen.
  • usw. usf.

Neue Ausrüstung am Wettkampftag zu testen, ist eine denkbar schlechte Idee. Der Wettkampftag ist nicht zum Materialtesten da. Dort solltest du zusammen mit dem von dir getesteten Material zur Hochform auflaufen.

Teste die Ausrüstung, die du im Wettkampf nutzen willst ausgiebig (und rechtzeitig vor dem Wettkampf) im Training. Dafür ist es da.


Gute Vorbereitung ist der halbe Wettkampf.

Und gut vorbereitet ist halb gewonnen.

Viel Erfolg.

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