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Fehler im Kraulschwimmen – Vermeide die Überrotation

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Schwimme einfach schneller Kraul indem du es vermeidest zu stark von einer Seite zur anderen zu rotieren.

Wenn du im Wechsel von Seitlage zu Seitlage zu stark rotierst, kostet dich das zusätzliche Zeit und Energie. Du bremst dich aus und machst dich dadurch langsam. Du verlierst Zeit pro zu starker Rotation. Du verlierst dein Gleichgewicht. Du bremst dich aus durch Ausweichbewegungen. Du mußt dazu mehr Energie einsetzen. Es kostet dich Zeit durch eigenes Ausbremsen durch deine Ausweichbewegungen. Es kostet dich Zeit durch das Verlassen deiner optimalen Schwimmrichtung. Es kostet dich Zeit weil du keinen Vortrieb erzeugst.

Wieviel Zeit verschwendest du pro Bewegungszyklus aufgrund deiner Überrotation?

Jeder Bewegungsablauf oder Teilbewegungsablauf im Kraulschwimmen hat sein eigenes Fehlerpotenzial. Und so kannst du auch in der Ganzkörperrotation etwas falsch oder richtig machen. Ein häufig bei Triathleten anzutreffender Fehler im Kraulschwimmen ist eine zu stark ausgeprägte Rotation: Die Überrotation.

Was ist Überrotation?

Bei Überrotation im Kraulschwimmen rotierst du zu stark um deine Körpermittellinie. Dein Rotationswinkel ist zu stark. D.h. – je nach Schwimmgeschwindigkeit – stärker als 25-45° von Seite zu Seite.

Wann und wo findet sich die Überrotation?

Die Überrotation findet sich sehr häufig während der Kraulatmung.

Die Überrotation während der Kraulatmung fällt gern zusammen mit dem Überkreuzen der Körperseitenmittellinie in der Rückholphase.

Oder bei Athleten, welche die TI-Übungen für Kraulschwimmen halten. D.h. alle Athleten, welche die Übungen von TI nicht verstanden haben und/oder nicht verstanden haben, daß Übungen etwas anderes sind als Kraulschwimmen.

In den Übungen dient eine Überrotation – wie sie eine 90°-Seitlage darstellt – dazu, bestimmte Aspekte im Bewegungsablauf zu übertreiben, damit du diese Aspekte besser wahrnehmen kannst, weil du sie im (normalen) Bewegungsablauf des Kraulschwimmens NICHT wahrnimmst.

Oder bei Triathleten, die meinen sie müßten extra rotieren. Frei nach dem Motto: Viel ist gut. Mehr ist besser.

Wie bereits an anderer Stelle geschrieben: Viel vom RICHTIGEN ist gut. Mehr vom RICHTIGEN ist besser. Das gilt jedoch nicht, wenn du Falsches tust: Falsche Bewegungsabläufe, falsches Training, falsche Trainingsinhalte. Falsches bleibt immer falsch. Es wird niemals richtig dadurch, daß du mehr davon machst. Du gewöhnst dich nur an das Falsche.

Welche Folgen hat es, wenn du überrotierst?

Wenn du zu stark von einer Seite zur anderen rotierst, also der Winkel deines Körpers zur Wasseroberfläche zu steil wird, kostet es dich zu viel Zeit pro Rotation. Du verlierst Zeit um so weit auf eine Seite zu rotieren und du verlierst Zeit um wieder auf die andere Seite zu wechseln.

Ein weiterer negativer Effekt der Überrotation ist, daß du dein Gleichgewicht verlierst. Verlierst du dein Gleichgewicht im Wasser versucht dein Körper automatisch dieses wieder herzustellen. Dieser Versuch dein Gleichgewicht wieder herzustellen, resultiert in einer Reihe von Ausweichbewegungen (= zielloses Hin- und Herrudern, extremes Ausschlagen oder Abstützen) in Armen und Beinen. Diese Ausweichbewegungen bremsen dich aus und kosten dich damit Zeit. Doppelt Zeit. Pro Armzug oder Bewegungszyklus. Sie kosten dich sogar dreifach Zeit, weil du in der Zeit auch keinen Vortrieb erzeugst und deine Bewegungsausrichtung in deine Schwimmrichtung verlierst.

Wie vermeidest du Überrotation?

Vor allem, indem du auf das achtest, was du tust und Unterschiede wahrnimmst in dem, was du tust. Damit fängt es an. Wenn du nichts wahrnimmst, nichts fühlst, nicht weißt was du tust, kannst du nichts verändern. Du kannst fühlen, wenn du dein Gleichgewicht verlierst. Du kannst fühlen, ob du dich in der Kraulatmung abstützt oder nicht.

Im Kraulschwimmen vermeidest du die Überrotation ganz einfach dadurch, daß du dich nur maximal streckst, anstatt absichtlich rotierst.

In der Kraulatmung vermeidest du die Überrotation ganz einfach dadurch, daß du die Kraulatmung richtig lernst. Deine Kraulatmung verbesserst du nicht automatisch, indem du von Wand zu Wand schwimmst, sondern du mußt dich gezielt und im Detail damit auseinander setzen.

Trainingsangebot

Kraultechnik lernen und verbessern speziell für erwachsene Späteinsteiger ins Kraulschwimmen - Workshops, Videoanalysen und Trainingspläne - Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de
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Warum dich dein Triathlon-Schwimmtraining nicht schneller macht
Fokuspunkte im Kraulschwimmen – Schwimme lautlos
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Kraulschwimmen – Fehleranalyse – Wie viele Fehler machst du pro Armzug?
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Kraulschwimmen – Bewegungsausrichtung
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Überkreuzen im Kraulschwimmen – Machst du dir selbst das Kraulschwimmen schwer?

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Überkreuzen im Kraulschwimmen – Hinderst du dich selbst an schnelleren Schwimmzeiten?

Überkreuzt du im Kraulschwimmen?

Überkreuzen bedeutet, daß du deine gedachte Körpermittellinie beim Eintauchen und/oder weiter nach vorn führen deiner Hand überkreuzt.

Wenn du beim Eintauchen deiner Hände überkreuzt, überkreuzt du mit hoher Wahrscheinlichkeit auch unter deinem Körper.

Willst du leichter und schneller Kraulschwimmen? Dann stelle diesen Fehler des Überkreuzens ab – SOFORT.

Dieser Fehler findet sich in ca. 95% der Hobbyschwimmer/Hobbytriathleten ohne daß sie es merken.

Warum merken sie es nicht?

Weil sie ihrer Kraultechnik keinerlei Aufmerksamkeit schenken. Alles worüber sie nachdenken ist, wie sie von einer Wand zu anderen schwimmen können.

Gehörst du auch dazu?

Inhalt

Überkreuzen im Kraulschwimmen - Machst du dir selbst dein Kraulschwimmen schwerer als nötig? - Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de
Überkreuzen im Kraulschwimmen – Machst du dir selbst dein Kraulschwimmen schwerer als nötig? – Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de

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Die schlimmen Folgen deines Überkreuzens beim Eintauchen deiner Hände

  • Du wechselst ständig die Schwimmrichtung.
  • Du pendelst hin und her.
  • Du bist instabil.
  • Du machst Ausweichbewegungen um dich im Wasser zu stabilisieren.
  • Du verschwendest Energie.
  • Du bremst dich aus.
  • Du erhöhst deinen Wasserwiderstand
  • Du verschenkst Vortrieb.
  • Deine Kraftübertragung ist schlecht.
  • Du verlierst Zeit.
  • Du beginnst eine Fehlerkaskade, die dich noch mehr Energie kostet, weiter ausbremst und Zeit pro Bewegungszyklus verlieren läßt.

Und wenn du es ganz geschickt machst, dann holst du dir auch noch -als netten Nebeneffekt – Schultergelenksprobleme, weil du diesen Bereich überlastest. Wenn du Paddels benutzt, schaffst du es noch schneller dir ein Problem in deinen Schultergelenken einzuhandeln. Wenn du dich selbst sabotieren willst, dann ist dies der kürzeste Weg dahin.

Das ist einer der Hauptgründe, warum ich niemandem Paddels empfehlen würde, der Fehler im Armzug hat.

So findest du heraus, ob du überkreuzt.

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Schau dir an, was du machst

Alles, was vor deinem Kopf passiert, kannst du SEHEN. Also schau einfach mal hin und beobachte, was du tust. In dem Moment geht es darum, daß du deine Fehler herausfindest und nicht um eine perfekte Wasserlage oder die optimale Kopfhaltung.

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Schwimme Wasserballkraul

Im Wasserballkraul hältst du deinen Kopf über Wasser.

Damit siehst du noch besser, wo du deine Hände eintauchst und kannst es sofort korrigieren.

Außerdem ist es sehr schwer bei Wasserballkraul zu überkreuzen, du hast ein super Krafttraining und übst das Sichten und Orientieren im Pool 😉

Überkreuzen im Kraulschwimmen - Machst du auch diese Fehler in deiner Kraultechnik? - Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de
Überkreuzen im Kraulschwimmen – Machst du auch diese Fehler in deiner Kraultechnik? – Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de

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Nutze Reflektionen oder Schatten

Nutze die Reflektion von Metallböden oder deinem Schatten auf dem Boden des Schwimmbeckens.

Das funktioniert nur, wenn das Licht entsprechend einfällt.

Das hilft dir außerdem tatsächlich auf den Boden unter dir zu sehen. Das verbessert dir wieder deine Wasserlage. Was ein netter, kostenloser Nebeneffekt ist.

Du kannst sehen, wenn du überkreuzt.

Korrigiere und beobachte deine erfolgreiche Korrektur.

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Laß dich filmen

Bring einen Freund/eine Freundin mit ins Schwimmbad und laß dich filmen. Es reicht von seitlich-oben oder von vorn.

Achtung: In den meisten öffentlichen Schwimmbädern sind Filmaufnahmen verboten. Aber wenn du öfters in dem Schwimmbad bist und den Schwimmmeister freundlich fragst (erklärst, was du herausfinden willst und versprichst die Aufnahmen nicht auf Youtub, Facebook oder sonstwo zu veröffentlichen), gibt er dir oft die Erlaubnis (keine Garantie). Schau dir dein Filmchen an. Wenn du überkreuzt, korrigiere und laß dich dabei nochmals filmen. Wiederhole, so lange bis du es richtig machst.

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Frage jemanden

Frage einen Trainingskollegen, Freund, anderen Schwimmer, den Schwimmmeister… Sinnvoll ist es natürlich, daß derjenige, den du fragst, etwas vom Kraulschwimmen versteht.

Bitte den anderen dich zu beobachten und dir einfach zu sagen, ob du überkreuzt oder nicht.

Vielleicht mußt du vorher erklären, woran es der andere erkennen kann, daß du überkreuzt.

Korrigiere, laß dich erneut beobachten und hole Rückmeldung ein.

Wiederhole es so lange bis du es richtig machst.

Überkreuzen im Kraulschwimmen - Hinderst du dich auch so an besseren Leistungen im Kraulschwimmen? - Veras Triathlon-Blog
Überkreuzen im Kraulschwimmen – Hinderst du dich auch so an besseren Leistungen im Kraulschwimmen? – Veras Triathlon-Blog

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Buche eine Trainerstunde

In einer Trainerstunde sagt dir der Trainer welche Fehler du machst, wann du sie machst, welche Ausprägung deine Fehler haben, welche Auswirkungen sie haben.

Er (oder sie) erklärt und zeigt dir wie du sie korrigieren kannst und übt mir dir die Korrektur des Fehlers so lange, bis du es richtig machst.

Wahrscheinlich machst du mehr Fehler als „nur“ zu überkreuzen.

Diese Fehler bekommst du ebenfalls aufgezeigt und korrigiert.

Ist das etwas für dich? Dann buche eine Trainerstunde.

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Laß eine Videoanalyse machen

  • Interessiert es dich mit eigenen Augen zu sehen, welche konkreten Fehler (wie das Überkreuzen) dich in deiner Kraultechnik am schnelleren und leichteren Kraul schwimmen hindern?
  • Möchtest du erfahren, welche Folgen diese Fehler haben?
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    Fazit

    Wie du siehst, hat dieser lästige Fehler „Überkreuzen“ sehr viele negative Auswirkungen auf deine Leistung im Kraulschwimmen. Aber du hast auch viele hier aufgezeigte Möglichkeiten selbst etwas dagegen zu tun.

    Hier geht es zum Praxisteil mit konkreten Hinweisen, was du tun kannst um das Übergreifen (Überkreuzen) abzustellen:

    Schwimmen im Triathlon – So stellst du das Übergreifen im Kraulschwimmen ab

    Viel Erfolg!

    Für mehr Freude beim Kraulschwimmen.

    Und für zukünftig neue persönliche Bestleistungen in Training und Wettkampf.

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    Kraultechnik lernen und verbessern speziell für erwachsene Späteinsteiger ins Kraulschwimmen - Workshops, Videoanalysen und Trainingspläne - Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de
    Kraultechnik lernen und verbessern speziell für erwachsene Späteinsteiger ins Kraulschwimmen – Workshops, Videoanalysen und Trainingspläne – Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de

    Lerne in einem hochintensiven Tages-Workshop was und wie du es tun mußt, um entspannter, leichter und schneller Kraul zu schwimmen.

    Für die Athleten mit Wettkampfambitionen: Lege so die Grundlage für zukünftig schnellere Schwimmzeiten in Training und Wettkampf.

    MERKE: Korrekte und stabile Grundlagen der Kraultechnik sind die Voraussetzung für jedes (Konditions-)Training, das darauf aufbaut. Fehlen die Grundlagen der Kraultechnik, dann ist jedes darauf aufbauende Training eine Verschwendung von Arbeit und Zeit.

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    Schwimmen im Triathlon – So stellst du das Übergreifen im Kraulschwimmen ab
    Redudziere deinen Wasserwiderstand
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    Kraulschwimmen – Fehleranalyse – Wie viele Fehler machst du pro Armzug?
    Kraulschwimmen – Fehlt dir aktiver Vortrieb?
    Kraulschwimmen – Du schwimmst so langsam weil…
    Kraulschwimmen – Die Rückholphase – Der Überwasserarmzug – Der Erholungsarmzug
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    Kraulschwimmen – Fehleranalyse – Wie viele Fehler machst du pro Armzug?

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    Was sind deine Fehler, mit welchen du dich im Kraulschwimmen ausbremst? Was sind deine Fehler mit welchen du Vortrieb verschenkst? Und vor allem: WIE VIELE Fehler machst du? In jedem Moment deines Armzugs, in jedem Bewegungszyklus, in jeder einzelnen Sekunde?

    Wenn du tatsächlich schneller schwimmen willst als jetzt, dann solltest du meiner Meinung nach anfangen darüber nachzudenken, wie und wo (und vielleicht auch wie lang und wie oft) du dich bei jedem einzelnen Armzug (Bewegungszyklus) in deinem Kraulschwimmen ausbremst.

    Das Foto zeigt dir beispielhaft einen einzigen Moment im Bewegungsablauf des Kraulschwimmens eines Triathleten. Dieser eine einzige eingefangene Moment dauert ca. eine dreißigstel Sekunde. Eine dreißigstel Sekunde, die sich in jedem Bewegungszyklus (pro Armzug) wiederholt.

    Jetzt stell dir mal vor, daß du dich nicht nur eine dreißigstel Sekunde sondern mehrere Zehntel Sekunden pro Sekunde ausbremst und/oder Vortrieb verschenkst, dann weißt du, warum du so grottenlangsam im Kraulschwimmen bist und trotz aller Anstrengung langsam bleibst.

    Deine Schwimmzeit ist die Summe der Fehler, die du machst oder nicht machst. Je mehr Fehler du pro Bewegungszyklus machst, desto langsamer schwimmst du. Je mehr du (pro Bewegungszyklus) richtig machst (= je weniger Fehler du machst), desto schneller schwimmst du. Das leuchtet dir doch ein? Warum wiederholst du dann immer nur deine Fehler?

    Nachfolgend findest du eine Fehleranalyse dieses einen einzigen Moments im Kraulschwimmen. Und du wirst feststellen, daß auch du in einem Bruchteil einer Sekunde verdammt viel falsch machen kannst.

    Fehler im Armzug annullieren positive Efffekte deiner Kopfhaltung und Blickrichtung

    Kopfhaltung und Blickrichtung (auf den Boden) sind gut. Da der Triathlet einen schwachen Beinschlag hat, ist es für ihn sinnvoll auf den Boden direkt unter ihm zu blicken. Damit verlagert er ca. 5kg Kopfgewicht in seine Schwimmrichtung. Das hilft einem Triathleten mit schwachem Beinschlag (normalerweise) automatisch seine Wasserlage zu verbessern.

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    ABER: Trotz der guten Kopfhaltung und Blickrichtung schwimmt dieser Triathlet bergauf. Sein Kopf (in Wirklichkeit sein oberer Arm, der aus dem Wasser ragt, der gerade die Rückholphase beendet) ist der höchste Punkt und seine Füße (linker Fuß) hängt ca. 50-60cm tief unter Wasser. Sein rechtes Knie geht noch tiefer – ca. auf 1m unter die Wasseroberfläche. Das erzeugt zusätzlichen frontalen (= von vorn) Wasserwiderstand, den der Schwimmer in diesem Moment zusätzlich zu überwinden hat.
    Warum schwimmt er bergauf?

    Die Armhaltung rechts verschlechtert seine Wasserlage im Kraulschwimmen

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    Sein rechter Arm zeigt schräg nach vorn oben. Er ist dabei seinen gestreckten Arm von oben nach unten ins Wasser zu drücken. Mit dieser Armhaltung – gestreckter Arm der von oben auf das Wasser gelegt wird und erst einmal zur Wasseroberfläche zeigt, bevor er von oben nach unten gedrückt wird – verlagert der Triathlet in diesem Moment sein Gewicht entgegen seiner Schwimmrichtung. In Richtung seiner Füße. Da hilft ihm auch seine neutrale Kopfhaltung mit dem Blick auf den Boden nichts mehr. Ein Arm wiegt ca. 9kg und ist damit schwerer als der Kopf und hebt diese Gewichtsverlagerung wieder auf. Damit verschlechtert er seine Wasserlage. Seine Hüften und Beine sinken in Richtung Boden. Verschlechtert er seine Wasserlage, erhöht er seinen frontalen Wasserwiderstand. Erhöht er seinen frontalen Wasserwiderstand, muß er mehr Kraft aufwenden um seine ursprüngliche Schwimmgeschwindigkeit aufrecht zu erhalten oder er wird langsamer. Das heißt entweder er verschwendet Kraft oder er verliert Zeit.

    Bereits in diesem Bild ist sichtbar, daß er seinen gesamten Arm auf das Wasser legen wird, denn sein Oberarm ist bereits ins Wasser eingetaucht.

    Wenn du deinen gesamten Arm mehr oder weniger gleichzeitig auf das Wasser legst, wirst du mit 99%iger Wahrscheinlichkeit nur von oben nach unten drücken und dich selbst damit nach oben, anstatt nach vorn.

    Der linke Arm verschenkt Vortrieb im Kraulschwimmen

    Der Triathlet zieht seinen Ellenbogen zürück, drückt nach unten und dreht seinen Arm nach innen.

    Die Anstellung des Handgelenks ist in diesem Moment gut, weil Hand und Unterarm eine gerade Linie bilden und er diese Fläche braucht, um sich am Wasser abzudrücken. Leider nützt das dem Triathleten in diesem Moment nichts, wenn er nur nach unten drückt oder nach hinten zieht.

    Drückst du deinen Arm im Wasser nach unten, drückst du dich selbst am Wasserwiderstand nach oben. Wo willst du hin? In deine Schwimmrichtung geradeaus nach vorn. Verstehst du jetzt warum es so sinnfrei ist deinen Arm im Kraulschwimmen von oben nach unten zu drücken?

    Wenn du deinen Ellenbogen absenkst und/oder nach hinten ziehst, gehst du (bzw. dein Arm) den Weg des geringsten Widerstands. Du findest nämlich keinen, weil du ihm (= dem Wasserwiderstand, den du für den Abdruck/Hebel nach vorn brauchst) ausweichst. Damit verschenkst du Vortrieb.

    Fehler im Beinschlag

    Beinhaltung und Fußhaltung links ist gut. Der Fuß ist locker im Fußgelenk überstreckt. Streckung und damit Körperspannung ist in diesem Bein und Fuß vorhanden.

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    kraulschwimmen-fehleranalyse-beinschlag-veras-triathlon-blog-3ae

    Der Triathlet bremst sich mit seinem Beinschlag rechts aus. Wie? Der Triathlet zieht das Knie an, wie beim Radfahren. Kraulbeinschlag ist kein Radfahren.

    Wenn du dein Knie anziehst, vergrößerst du deinen Wasserwiderstand nach unten und verschlechterst deine Wasserlage. Ein Beinschlag aus den Knien erzeugt wenig Vortrieb. D.h. du vergeudest Kraft und verschenkst Vortrieb. Erzeugst du selbst mehr Waserwiderstand, dann brauchst du mehr Kraft um deine Schwimmgeschwindigkeit aufrecht zu erhalten oder du wirst langsamer. Dein Beinschlag – wenn du ihn richtig ausführst – unterstützt deine Rotation, deine Streckung nach vorn und deinen Abdruck am Wasser. Das alles verlierst du mit einem fehlerhaften Beinschlag.

    Eine dreißigstel Sekunde, die dich Minuten kostet

    Das Bild zeigt ca. eine dreißigstel Sekunde (bei einer Bildwiederholrate von 30 Bildern pro Sekunde). Der Triathlet bremst sich jedoch nicht nur eine dreißigstel Sekunde pro Armzug aus, sondern deutlich länger pro und über den gesamten Bewegungsablauf. Da ist schnell eine zehntel, zwei zehntel oder mehr Bruchteile pro Sekunde pro Armzug (Bewegungszyklus) zusammen.

    Angenommen der Triathlet braucht pro einzelnem Armzug ca. 1,5 Sekunden und kommt ca. 1m voran, dann schwimmt er auf 100m ca. eine 2:30min im lockeren Tempo. Das führt zu einer Zeit von 10 Minuten auf 400m, 37:30min auf 1500m und eine 1:35std auf 3800m.

    Wenn er die Fehler, die ihn ausbremsen, verbessern würde (DURCH GEZIELTE ARBEIT AN SEINEN FEHLERN IN DER KRAULTECHNIK – MIT TECHNIKTRAINING), dann könnte er

    • bei einer Verbesserung von einer zehntel Sekunde pro Armzug 10 Sekunden auf 100m
    • bei einer Verbesserung von zwei zehntel Sekunden pro Armzug 20 Sekunden auf 100m
    • bei einer Verbesserung von drei zentel Sekunden pro Armzug 30 Sekunden auf 100m

    schneller schwimmen.

    Dann wäre er zumindest bei ca. 2:00min auf 100m. Was immer noch grottenlangsam ist, aber dreißig Sekunden schneller als ursprünglich auf 100m.

    Das würde bereits zu einer Zeit von 8 Minuten auf 400m, 30:00min auf 1500m und einer 1:16std auf 3800m führen. (Triathleten mit einer 2:30min auf 100m bremsen sich nur mehr aus als Triathleten, die – beispielsweise – eine 1:50min/100m im Wettkampf schwimmen können. Schau dir an, was die Spezialisten schwimmen, im Freiwasser, auf der Langstrecke. Und du weißt definitiv, daß du dich noch verbessern kannst…)

    Vielleicht verstehst du jetzt endlich WARUM auch du so langsam bist, WAS dich ausbremst und daß du dich PRO ARMZUG (bzw. Bewegungszyklus) ausbremst. Und daß dich kein Intervall und kein Dauerschwimmen schneller machen wird, denn damit wiederholst du nur deine gleichen Fehler tausendfach.

    Weißt du welche und wieviele Fehler du pro Armzug bzw. pro Bewegungszyklus im Kraulschwimmen machst? Welche du unendlich wiederholst auf jeder Bahn, die du schwimmst? In jedem Intervall, in jedem Sprint, in jedem Konditionstraining?

    Willst du tatsächlich schneller schwimmen? Wann fängst du endlich an deine Kraultechnik zu verbessern anstatt nur deine Fehler zu wiederholen?

    Wie findest du heraus welche Fehler du machst? Buche eine Trainerstunde. Buche eine Videoanalyse. Oder buche den 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshop 1, um deine Fehler zu entdecken und gleich zu lernen, wie du sie korrigierst.

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    Fokuspunkte im Kraulschwimmen – Lockere Hände und Finger

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    Bei vielen Hobbytriathleten kannst du im Kraulschwimmen beobachten, daß sie ihre Finger zusammen pressen. Wenn du das auch machst, dann kostet dich das zwei mal zusätzliche Energie. Denn du mußt dich 1.) darauf konzentrieren deine Finger geschlossen zu halten und 2.) du mußt sie geschlossen halten. Und das ist erst der Anfang aller negativen Folgen… Lerne deine Hände und Finger zu entspannen und in eine optimale Position zu bringen. Und es wirkt sich positiv auf deine Schwimmzeiten aus.

    Lockere Hände und Finger – Kraultechnische Übung oder Fokuspunkt?

    Die „lockeren Hände und Finger“ sind so ein Zwitterding zwischen Fokuspunkt und kraultechnischer Übung. Sie beginnen als Übung im Techniktraining. Wenn du die Übung kannst, wird sie zum Fokuspunkt, den du immer im Kraulschwimmen (Konditionstraining) einsetzen kannst.

    Folgefehler deiner verkrampfter Hände

    Die Hände zu verkrampfen und deine Finger zusammen zu pressen, hat eine Reihe von Nachteilen für dich.

    • Es kostet dich mehr Energie, da du deine Finger aktiv zusammen pressen mußt und die Handmuskulatur kontinuierlich unter Anspannung hältst.
    • Es kostet dich mehr Energie in Sachen Konzentration, da du deine Finger bewußt zusammen pressen mußt und deine Handmuskulatur bewußt unter Anspannung hältst.
    • Du verkleinerst die Abdruckfläche deiner Hand, wenn du deine Finger zusammen preßt.
    • Du reduzierst das Gefühl deiner Handfläche für das Wasser.
    • Verkrampfst du deine Hand, verkrampfst du mit großer Wahrscheinlichkeit auch deinen Arm und deine Schulter.
    • Deine Hand und dein Arm wandern mit großer Wahrscheinlichkeit bei jedem Armzug in Richtung Wasseroberfläche. Damit bremst du dich aus und verschlechterst deine Wasserlage. Deine Hüften und Beine sinken dir ab. Das kostet dich erneut mehr Energie, denn du erzeugst selbst mehr Wasserwiderstand, den du bei jedem Armzug zusätzlich überwinden mußt…

    Knapp unter der Wasseroberfläche ist es sehr schwer das Wasser zu fassen. Schwimmer können das. Die haben dir ca. 10-20 Jahre an reiner Schwimmerfahrung voraus. Das holst du – als Späteinsteiger in den Triathlon mit ca. 2 Trainingseinheiten Schwimmen pro Woche – in deinem Leben nicht mehr auf.

    Was macht also der typische Triathlet im Kraulschwimmen, wenn er seine Hand knapp unter die Wasseroberfläche gebracht hat? Er drückt nach unten.

    Was passiert, wenn du gegen einen Widerstand (= der Wasserwiderstand) deine Hand und deinen Arm nach unten drückst? Du drückst dich selbst nach oben.

    Das ist immer wieder sehr schön zu beobachten an den Triathleten, die bei jedem Armzug ca. 5-10cm hoch aus dem Wasser herauskommen und dann wieder zurück sinken. Immer und immer wieder.

    Wo willst du hin? Nach vorn. Warum drückst du dich dann nach oben?

    Verstehst du jetzt, wie kontraproduktiv das ist, was du im Armzug machst? Und das alles beginnt mit deinen verkrampften Händen und Fingern…

    Trockenübung – So entspannst du deine Hände im Kraulschwimmen

    Eine kleine –> Übung <–, die du bewußt in dein Kraulschwimmen einbauen kannst, ist das "Fallen lassen der Hand und Finger", jedesmal wenn du deine maximale Streckung nach vorn im Armzug erreicht hast.

    Mach die Übung zuerst isoliert an Land um mit eigenen Augen zu sehen, was du tust.

    • Stell dich aufrecht hin.
    • Halte Körperspannung.
    • Halte deinen Kopf gerade.
    • Lege beide Arme locker an deinen Seiten an.
    • Lege deine Hände flach und locker auf der Vorderseite deiner Oberschenkel ab.
    • Hebe deinen linken Arm schulterbreit bis auf Schulterhöhe gerade nach vorn an.
    • Halte dein Handgelenk und deine Hand in Verlängerung deines Unterarms gerade aus nach vorn gestreckt.
    • Fühle die Anspannung (= Aktivierung) deiner Muskulatur in Arm, Hand und Fingern.
    • Laß jetzt deine Hand aus dem Handgelenk nach unten fallen, ohne es zu verstärken.
    • Bei den meisten Athleten fällt die Hand – ohne Verstärkung – in ca. einem 30-45° Winkel nach unten. Flacher ist besser!
    • Fühle nach, ob deine Finger tatsächlich locker und entspannt mit nach unten fallen.
    • Jetzt hast du gesehen und gefühlt, wie sich eine lockere Hand- und Fingerhaltung anfühlt.
    • Beuge dich jetzt in der Hüfte (Körperpannung!) leicht nach vorn bis dein Arm auf ca. 30° von deiner ursprünglichen Position aus nach vorn-unten fällt.
    • Wenn du deinen Arm nach vorn-unten bringst fällt deine Hand automatisch in einem geringeren Winkel nach unten, als wenn du deinen Arm aufrecht, in schulterhöhe ausgestreckt hältst.
    • Dein Handrücken wird –> fast <– zu einer Verlängerung der Oberfläche deines Unterarms.
    • Deine locker herab hängenden Finger sind definitiv tiefer als deine Schulter.
    • Das ist die Position, die du im Wasser erreichen willst. Vor dem Wasserfassen. In dieser Position kannst du sofort das Wasser greifen (beim Wasserfassen), dich ins Wasser einhaken, deinen Unterarm anstellen und dich über diesen Punkt hinweg nach vorn hebeln.
    • Mach dir bewußt, daß deine Hand im Handgelenk und in den Fingern entspannt ist.
    • Wiederhole die kleine Trockenübung für den rechten Arm und die rechte Hand.
    • Nimm dieses Gefühl mit ins Wasser.

    Um dich besser daran zu erinnern, machst du die Trockenübung ein paar (hundert 😉 ) mal, unmittelbar vor deiner Übungs-Einheit.

    Dies ist die Handhaltung und die Lockerheit, die du in der Übung erreichen willst.

    Dieser Fokuspunkt läßt sich beispielsweise gut mit Kraul-Abschlagschwimmen (schulterbreit!!!) verbinden, denn der andere Arm gibt dir zusätzliche Stabilität (wenn du es richtig machst!), in dem Moment wo du den Bewegungsablauf verlangsamst. Kombinationen mit anderen kraultechnischen Übungen sind ebenfalls möglich (Kraul einarmig mit passivem Arm ausgestreckt, Unterwasserkraul, 90-Grad-Seitlage, …).

    Im Üben erzeugst du durch das Verlangsamen der Teilbewegung eine Pause im Gesamtbewegungsablauf. Mach dir aus diesem Grund bewußt, daß du ÜBST und nicht Kraul schwimmst.

    Im Kraulschwimmen selbst, achte darauf deinen Bewegungsablauf flüssig, gleichmäßig und ohne Pausen – an keiner Stelle – auszuführen.

    Pausen im Bewegungsablauf im Üben – Ja. Pausen im Bewegungsablauf im Kraulschwimmen – Nein.

    Baust du Pausen in dein Kraulschwimmen ein, verlierst du Zeit PRO ARMZUG.

    ACHTUNG: Eine Übung ist eine Technische Übung und kein Kraulschwimmen! Bitte mach dir das bewußt, wenn du diese Übung ausführst! Der Moment der Hand- und Fingerentspannung nach der Eintauchphase deiner Hände und der Moment der entspannten Hand- und Fingeraktivierung im Wasserfassen (und wenn du tatsächlich Vortrieb erzeugst im Unterwasserarmzug) sind Bruchteile von Sekunden im Kraulschwimmen.

    Das ist mit der Hauptgrund, warum viele Hobbytriathleten im Kraulschwimmen so viel falsch machen, weil sie nichts davon mitbekommen, was sie im Kraulschwimmen tun.

    Für das Üben von kraultechnischen Details verlangsamst du diesen Moment im Bewegungsablauf. Stell dir ein Video in Zeitlupenaufnahmen von Hochgeschwindigkeitsaufnahmen vor. Nur so bekommst du mit, was du tust. Du mußt zuerst wahrnehmen, was du tust, bevor du einen Fehler feststellen, über eine Korrekturmaßnahme nachdenken, und etwas verändern kannst.

    Kraultechnikübung – So übst du „lockere Hände und Finger“

    Wenn du im Kraulschwimmen in die maximale Streckung nach vorn gehst, halte deinen Arm schwerelos schulterbreit nach vorn-unten ausgestreckt. Und laß deine Hand und deine Finger schwerelos aus dem Handgelenk nach unten fallen, ohne das Abknicken (im Handgelenk) zu verstärken. Mach dir diesen Augenblick bewußt. Dann erst setzt du dein Wasserfassen und deine Zugphase ein.

    Übergang zum Fokuspunkt im Kraulschwimmen

    Verkürze im Laufe deines Übens diesen Moment der Bewußtmachung bis du ihn an dein Unterbewußtsein delegieren kannst. Erst wenn du diese Teilbewegung automatisiert hast, kannst du lockere Hände und Finger auch im Wettkampf einsetzen.

    Diese Automatisierung braucht einen Zeitraum von Wochen!, nicht zwei, drei Trainingseinheiten! Erst recht, wenn du nur ein bis zwei mal pro Woche ins Wasser gehst und hauptsächlich Kondition trainierst…(dann werden es wahrscheinlich Monate oder Jahre…)

    Zusammenhänge mit dem Überwasserarmzug und Unterwasserarmzug

    Wenn du aus dem Überwasserarmzug deine Finger von oben nach unten ins Wasser einstichst und damit sofort auf ca. 20-30cm unter die Wasseroberfläche nach vorn-unten zielst, kommst du automatisch in eine optimale Ausgangsposition für das Wasserfassen. Ohne Gefahr zu laufen, erst von oben (der Wasseroberfläche) nach unten drücken zu müssen, um dann erst in eine gute Ausgangslage für das Wasserfassen zu gelangen.

    Daran kannst du erkennen, daß das, was du über Wasser machst (dein Überwasserarmzug), das vorbereitet, was du unter Wasser machst (deinen Unterwasserarmzug).

    Wie du siehst, hängt alles mit allem zusammen und jede Kleinigkeit wirkt sich auf deinen Erfolg im Kraulschwimmen aus. Je mehr Kleinigkeiten du dauerhaft richtig machst, desto schneller kannst du schwimmen. Je mehr Kleinigkeiten du dauerhaft falsch machst, desto langsamer schwimmst du.

    Merke: Du kannst deinen Körper nur nach vorn hebeln, wenn deine Fingerspitzen tiefer sind als deine Schulter. Du kannst deinen Ellenbogen nur über dein Handgelenk bringen, wenn deine Fingerspitzen tiefer liegen als dein Ellenbogen. Ergo: Mach es einfach gleich, anstatt sinnlos von oben nach unten zu drücken…

    Wenn du deinen Arm nach vorn-unten bringst (deine Fingerspitzen sind tiefer als deine Schulter), fallen auch im Wasser deine Hand und Finger automatisch in einem geringeren Winkel nach unten. Dein Handrücken bildet –> fast <– eine gerade Linie mit der Oberfläche deines Unterarms.

    Das nenne ich eine Vereinfachung des Armzugs. Und nicht diese – meiner Meinung nach – merkwürdigen Ausführungen „einfachhalber“ auf die erste Hälfte des Vortriebs (Wasserfassen und Zugphase) mehr oder weniger zu verzichten, und sich hauptsächlich auf die zweite Hälfte (Druckphase) des Unterwasserarmzugs zu konzentrieren, wie es du es bei einigen „Triathlon-Schwimm-Experten“ lesen kannst. Im aktiven Vortrieb kann es sich niemand erlauben einen halben Meter zu verschenken…Ich bin überzeugt davon, daß auch Triathleten einen –> kompletten und einen so korrekt wie möglichen Unterwasserarmzug <– brauchen, um schnell zu schwimmen.

    Wann entspannst du deine Hände und Finger?

    Im Armzyklus des Kraulschwimmens entspannst du deine Hände in der Überwasserphase bis (kurz vor dem) zum Wasserfassen.

    Wann aktivierst du deine Handmuskulatur?

    Erst beim Wasserfassen. bis zum Abdruck am Oberschenkel aktivierst du die Muskulatur deiner Hände und „stellst sie im Handgelenke fest“. Deine Hände müssen den Widerstand nur finden und halten, anstatt zu erzeugen. Der Widerstand des Wassers ist immer da. Das scheinen die meisten Triathleten nicht zu verstehen.

    Im (Kraul)Schwimmen gilt immer: Entspanne, was du nicht brauchst zu dem Zeitpunkt oder in dem Zeitraum in dem du es nicht brauchst. Das ist die hohe Kunst des Schwimmens. Was machen die meisten Hobby-Triathleten? Sie halten ihre Finger im gesamten Armzyklus verkrampft zusammen gepreßt. Verkrampfst du deine Hände, verkrampfst du oft auch deine Arme, deine Schultern und dein Kraulschwimmen wird sehr, sehr anstrengend…

    Vermeide folgende Fehler, wenn du deine Hände entspannst

    Triathleten neigen zu Übertreibungen. Unterlasse Übertreibungen, denn „viel bringt nicht viel“, sondern in diesem Fall bringt „viel“ dir nur das Gegenteil von dem, was du erreichen willst.

    • Das Gegenteil von zusammen gepreßten Fingern sind gespreizte Finger. Das ist eine Kontrastübung, aber nicht die optimale Finger- und Handhaltung.
    • Vermeide es auch deine Hand im Handgelenk bewußt nach unten abzuklappen, so daß deine Handfläche in Richtung deiner Füße zeigt. Auch das ist eine unerwünschte Übertreibung (zusammen mit zurückgezogenen Ellenbogen, die sich bei vielen Triathleten im –> Kraulschwimmen <– beobachten läßt…).
    • Vermeide es zu verkrampfen.
    • Vermeide es deinen Arm zu tief nach vorn-unten einzustechen. Mehr als 20-30cm unter der Wasseroberfläche erzeugen bereits wieder zuviel Wasserwiderstand.
    • Vermeide es Pausen aus dem Üben in dein Kraulschwimmen zu übertragen. Im Üben kannst du Pausen im Bewegungsablauf machen, um dir bestimmte Sachverhalte a) bewußt zu machen b) zu verdeutlichen c) und um überhaupt in der Lage zu sein sie zu korrigieren. Üben ist Üben = Techniktraining). Und Kraulschwimmen ist Kraulschwimmen (= Konditionstraining). Vermeide es Üben (Techniktraining) und Kraulschwimmen (Konditionstraining) zu verwechseln.

    Auch dieser Fokuspunkt „entspanne deine Hände“ setzt bereits solide Grundkenntnisse in den Bewegungsabläufen des Kraulschwimmens voraus, wenn du diesen Aspekt eigenständig verbessern willst. Dies ist keine Übung für Anfänger, sondern eine Übung für Fortgeschrittene (Triathleten), die die Grobform des Kraulschwimmens gemeistert haben und sich den Feinheiten der Kraultechnik widmen wollen, um ihre (stagnierenden) Schwimmzeiten zu verbessern.

    Auch du kannst eine gute Kraultechnik lernen!

    Alles war einmal schwer, bevor du es kannst. Und alles ist leicht, wenn du es kannst. Lernen mußt du es wollen. Eine gute Kraultechnik ist keine Talentfrage. Es ist eine Frage des Wollens. Denn Können, tut es jeder, der es will. Die Antworten auf die Frage „WIE?“ findest du hier auf dem Blog oder in meinen Workshops.

    Hinterlasse einen Kommentar für Fragen und Anmerkungen.

    Willst du intensiv und gezielt die Grundlagen einer guten Kraultechnik lernen, um zukünftig besser als jetzt zu schwimmen? Dann buche den 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshop 1.

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    Fokuspunkte im Kraulschwimmen – Schwimme lautlos

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    Ob du gut oder schlecht Kraul schwimmst, d.h. ob du dich ausbremst oder nicht, kannst du hören. Selbst mit Ohrstöpseln. Du hörst, ob du deinen Arm oder deine Hand beim Eintauchen auf das Wasser patscht. Du hörst, ob dein Fuß im Beinschlag auf das Wasser patscht. Und du kannst sogar die Luftblasen hören, die du unter Wasser ziehst, wenn du deine Hände schlampig eintauchst.

    Lerne zu hören, was du beim Kraulschwimmen tust

    Lautlos Schwimmen ist eine der Möglichkeiten, wie du dich selbst korrigieren kannst, wenn du es kannst. Um dich selbst zu korrigieren, müssen zwingend solide Grundkenntnisse in den Bewegungsabläufen des Kraulschwimmens vorhanden sein. Wenn du keine Ahnung von dem hast, was du tust, ist es äußerst unwahrscheinlich, daß du dich korrigieren kannst. Die Verbesserungen erfordern ein Gespür für das Wasser und Bewegungsabläufe, Aufmerksamkeit, ein Gefühl für und Wissen um die Zusammenhänge zwischen Geräusch und Bewegung.

    Was machst du, wenn du den Fokuspunkt „Lautlos schwimmen“ im Kraulschwimmen einsetzt?

    Das „Lautlos Schwimmen“ kann für jeden Athleten etwas anderes bedeuten. Die deutlichsten Geräusche finden ganz vorn – während der Eintauchphase – und ganz hinten – im Beinschlag – statt. Aber auch fehlende Körperspannung, falsches Timing des Beinschlags in Bezug auf den Armzug, falsches Atmen-Timing, mangelndes Gleichgewicht und allgemein das Kämpfen gegen das Wasser, anstatt das Schwimmen mit dem Wasser erzeugt zusätzliche Geräusche, an welchen du erkennst, daß du etwas fehlerhaft oder unzureichend tust.

    Beispiel Eintauchphase

    Die Geräusche entstehen beispielsweise durch schlampiges Eintauchen der Hand. Wasser spritzt nach allen Seiten (auch in lockerem/ruhigen Tempo) und du ziehst jede Menge Luftblasen mit ins Wasser. In diesem Fall ist die Eintauchphase deiner Hände schlampig.

    Um lautlos zu schwimmen, achtest du besonders darauf, was du machst, wenn du deine Hände ins Wasser eintauchst.

    Tauche deine Fingerspitzen zuerst ins Wasser ein. Das geht nur, wenn deine Fingerspitzen der tiefste Punkt gegenüber deinem Ellenbogen sind. Damit sind wir wieder beim hohen Ellenbogen im Überwasserarmzug. Deine Fingerspitzen durchstechen das Wasser. Der Rest deines Armes schlüpft durch die Öffnung im Wasser, die deine Finger erzeugt haben. Von oben nach vorn-unten. Eventuell vorhandene Luftblasen streifst du einfach ab, wenn du deine Hand und deinen Arm unter Wasser weiter nach vorn bringst, bevor du das Wasser faßt.

    Finde für dich selbst heraus, wo du weitere, überflüssige, laute Geräusche erzeugst, die zeigen, daß du schlampig Kraul schwimmst und stell sie ab. Lerne lautloser Kraul zu schwimmen.

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    Wann setzt du den Fokuspunkt „Lautlos schwimmen“?

    Intensität: Lautlos schwimmen ist ein Fokuspunkt, den du am besten einsetzt, wenn du locker oder ruhig schwimmst. Fortgeschrittene Schwimmer unter den Triathleten können sich auch in höheren Intensitäten (= schnelleres Tempo) daran versuchen.

    Merke: Wenn deine Bewegungen unsauber (= schlampig, inkorrekt) im langsamen Kraulschwimmen sind, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 100%, daß deine Bewegungen auch im schnelleren Tempo schlampig sind. Höheres Tempo macht Bewegungsabläufe nicht automatisch besser, sondern du nimmst nur weniger von deinen fehlerhaften Bewegungsabläufen wahr, weil du komplett damit beschäftigt bist mehr Energie (= Kraft) einzusetzen.

    Wann im Programm: Im Prinzip immer. Egal ob im Einschwimmen, Hauptteil oder Ausschwimmen. In jedem fremd vorgegebenen Schwimmprogramm (Trainingsplan) Während einer (beliebigen) technischen Übung, nach einer kraultechnischen Übung, im Dauerschwimmen, in Intervallen und sogar mit Hilfsmitteln. Den Fokuspunkt „lautlos schwimmen“ kannst du immer setzen.

    Wie lange: So lange, bis du begriffen hast, wie du lautlos(er) Kraul schwimmst oder bis du dich nicht mehr konzentrieren kannst.

    Effekte des „Lautlosen Schwimmens“

    Du achtest vermehrt auf das, was du tust. Du setzt einen weiteren Sinn – dein Gehör – ein, um eigene Fehler in deiner Kraultechnik zu entdecken und zu korrigieren. Du schwimmst leichter und mit großer Wahrscheinlichkeit auch schneller, weil du deine Bewegungen mit größerer Konzentration ausfühst und damit deine Bewegungsabläufe korrekter sind.

    Vermeide diese Fehler im „Lautlos schwimmen“

    • Vermeide Pausen im Bewegungsablauf des Kraulschwimmens. Egal wo, es gibt keine Pausen im Bewegungsablauf des Kraulschwimmen.
    • Vermeide es zu „gleiten“. Gleiten ist eine Pause. Wenn du passiv gleitest, bremst dich der Wasserwiderstand aus. Du verlierst an Schwimmgeschwindigkeit und mußt neu beschleunigen.
    • Vermeide es dich auf mehr als die Verbesserung eines Fehlers zu konzentrieren. Du kannst maximal eine Sache gleichzeitig wirklich richtig machen. Eine 100% korrekte Ausführung einer Teilbewegung ist besser, als zwei 50% falsche.
    • Vermeide es dich zu verkrampfen. Lautlosigkeit hängt mit Entspannung zusammen.

    Für Fragen und Anregungen hinterlasse einen Kommentar.

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    Warum dich dein Triathlon-Schwimmtraining nicht schneller macht

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    Die meisten Triathleten trainieren im Schwimmtraining ihre Ausdauer. Triathlon ist schließlich ein Ausdauersport. Schön und gut. Im Schwimmen ist jedoch deine Ausdauer in den seltensten Fällen, das was deine Leistung begrenzt. Es ist deine mangelhafte Kraultechnik.

    Trotzdem trainiert der gemeine Triathlet weiterhin stur seine Ausdauer. Frei nach dem Motto: Viel hilft viel. Und wenn ich nur lange genug schwimme, dann bessert sich meine Kraultechnik. Funktioniert ja im Radfahren und Laufen auch. Ich verrate dir ein Geheimnis: Du bist auf dem Holzweg. Und der führt dich im Schwimmen bestenfalls in eine Mittelmäßigkeit im Endstadium.

    Du verbesserst keine Fehler indem du Fehler zwanzigtausendmal wiederholst. Du korrigierst keine Fehler in deiner Kraultechnik mit Dauerschwimmen, Intervallen oder Sprints. Damit verbesserst du nur deine Fehlerausführung. Das macht den Fehler nicht richtiger. Das vertieft deinen Fehler in deiner Kraultechnik und läßt dich besser mit Fehler schwimmen. Das heißt aber nicht, daß du richtiger schwimmst. Und: Du merkst noch nicht einmal mehr, daß du mit Fehlern Kraul schwimmst, weil du dich so sehr daran gewöhnt hast.

    Wenn du im Wettkampftempo Zeiten von 2:00min/100m und langsamer schwimmst, dann hast du noch mehr Fehler in deiner Kraultechnik als gut für dich ist. Und die verbesserst du nicht durch Dauerschwimmen, Intervalle oder Sprints, Paddels oder Pullbuoy, sondern nur dadurch, daß du deine eigene Bremswirkung reduzierst und deinen Vortrieb verbesserst. Beides erreichst du nur durch gezieltes Techniktraining. Und Techniktraining ist definitiv etwas anderes als Dauerschwimmen, Intervalle oder Sprints oder Pullbuoy oder Paddels.

    Stelle fest, wo du dich im Kraulschwimmen ausbremst. Stelle fest, wo du im Kraulschwimmen keinen Vortrieb erzeugst und wo du Vortrieb erzeugen solltest.

    Mit diesen Fehlern in deiner Kraultechnik bremst du dich aus

    Liste deiner möglichen Bremsfaktoren im Kraulschwimmen (kein Anspruch auf Vollständigkeit!)

    • Kopfhaltung (zu hoch, zu unruhig)
    • Handhaltung (Stopphaltung)
    • Armhaltung (bergrauf schwimmen)
    • Fußhaltung (zu steife Fußgelenke, Hakenfüße)
    • Wasserlage (besteht aus Kopfhaltung, Körperspannung/Streckung, Gewichtsverlagerung, Beinschlag, Gleichgewicht)
    • Beinschlag (kein Beinschlag, passive Beine/Nachschleppen der Beine, Radfahrerbeinschlag, zu breit/ausladend nach oben/unten/seitlich)
    • Armzug (über Wasser – Gleichgewichtsverlust, falsche Bewegungsausrichtung, Überkreuzen; unter Wasser – Ellenbogen zurückziehen, nach unten drücken, zur Seite drücken, unter dem Körper überkreuzen)
    • Kraulatmung (zu hohe Kopfhaltung, falsches Timing, falsche Blickrichtung, Ausweichbewegungen in Armen und Beinen)
    • Sichten und Orientieren (zu hohe Kopfhaltung, passive Beine, Atmen und Sichten zusammen, )
    • fehlende Streckung/Körperspannung (Instabilität, Ausweichbewegungen )
    • falsche Bewegungsausrichtung (bergauf schwimmen, falsche Blickrichtung, verkrümmen/einrollen des Körpers)
    • fehlende Ganzkörperkoordination (Arme und Beine arbeiten getrennt und gegeneinander)
    • zu geringe Armzugfrequenz (zu langes, passives Gleiten)

    Jetzt stell dir mal vor jeder dieser einzelnen Punkte kostet dich 1/100 Sekunde pro Armzug. Dann verlierst du ca. 13/100 Sekunden pro Armzug. Das ist nur eine vereinfachte Annahme der Bremswirkungen. Die Bremswirkung der einzelnen Bremsfaktoren kann höher oder niedriger sein, je nachdem wie stark der Fehler bei dir ausgeprägt ist.

    Angenommen du legst pro Armzug eine Strecke von 1m zurück und du schwimmst pro Minute 50 Armzüge. Damit brauchst du auf 100m 2:00 Minuten. Der Abstoß von der Wand ist nicht mit eingerechnet. Weiter wird angenommen, daß die Durchschnittszeit (Pace) von Anfang bis Ende gleich bleibt.

    25m = 30sek
    50m = 60sek = 1:00min
    100m = 120sek = 2:00min
    400m = 480sek = 8:00min
    500m = 600sek = 10:00min
    1500m = 1800sek = 30:00min
    1900m = 2280sek = 38:00min
    3800m = 4560sek = 76:00min = 1:16std

    Diese Zeit verschwendest du pro Armzug

    Mit den genannten Bremsfaktoren und 13/100sek an Zeitverlust pro Armzug verschenkst du diese Zeit auf diesen (typischen Triathlon)Distanzen:

    25m = 325/100 = 3,25 Sekunden
    50m = 650/100 = 6,5 Sekunden
    100m = 1300/100 = 13 Sekunden
    400m = 5200/100 = 52 Sekunden –
    500m = 6500/100 = 65 Sekunden = 1:05 Minuten
    1500m = 19500/100 = 195 Sekunden = 3:15 Minuten
    1900m = 24700/100 = 247 Sekunden = 4:07 Minuten
    3800m = 49400/100 = 494 Sekunden = 8:14 Minuten

    Und das ist nur deine mangelhafte Kraultechnik mit einer Menge Bremsfaktoren. Stelle die Bremsfaktoren in deiner Kraultechnik ab und schwimme einfach schneller. Arbeite mit gezieltem Techniktraining an deiner Kraultechnik und du schwimmst schneller (bei gleichem Krafteinsatz) und leichter (bei gleicher Geschwindigkeit).

    Damit ist gemeint, schwimmst du mit dem gleichen Krafteinsatz mit welchem du 2:00min auf 100m erreicht hast, und reduzierst du deine Bremsfaktoren, dann schwimmst du schneller. Denn die (oder ein Großteil der vorher vorhandenen) Bremswirkung fällt weg.

    Damit ist gemeint, wenn du ein Tempo von 2:00min auf 100m schwimmst, dann fällt dir das leichter als vorher, weil du weniger Kraft einsetzen mußt, um dieses Tempo zu erreichen und zu halten. Der Grund ist der gleiche: Du bremst dich weniger aus.

    Diese Zeit kannst du durch gezieltes Techniktraining gut machen

    Angenommen du würdest die Bremsfaktoren reduzieren und einfach pro Armzug 13/100sek schneller schwimmen, dann wären das deine neuen Schwimmzeiten –> im lockeren Tempo:

    25m = 26,75sek
    50m = 53,5sek
    100m = 107sek = 1:47min
    400m = 428sek = 7:08min
    500m = 535sek = 8:55min
    1500m = 1605sek = 26:45min
    1900m = 2033sek = 33:53min
    3800m = 4066sek = 67:46min = 1:07:46std

    Das ist eine Verbesserung, die du erreichen kannst, indem du mit Techniktraining an deinem passiven Vortrieb arbeitest. Und du hast bis jetzt noch nicht einmal an deinem aktiven Vortrieb gearbeitet.

    Und wann kannst du mit Techniktraining am besten an deinem passiven Vortrieb arbeiten? Wenn das Schwimmbecken zu voll für Dauerschwimmen, Intervalle und Sprints ist! Warum? Weil es dir den Verstand von Strecke, Wand zu Wand schwimmen und Zeit nimmt. Und du dich statt dessen auf jeden einzelnen Moment in deiner Bewegungsausführung konzentrieren kannst. Wenn du es tust…Du wirst dir noch wünschen, daß das Schwimmbad zu voll ist. 😉

    Den Beitrag darüber, wie und wo du deinen (aktiven) Vortrieb verschenkst gibt es ein andermal.

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    Kraultechnik lernen und verbessern speziell für erwachsene Späteinsteiger ins Kraulschwimmen - Workshops, Videoanalysen und Trainingspläne - Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de
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    Kraulschwimmen – Vermeide diesen Technikfehler mit extrem ausbremsender Wirkung

    …oder reduziere erfolgreich deine Schwimmgeschwindigkeit mit folgendem Fehler in der Kraulatmung. Spaß beiseite.

    Einer der schlimmsten Fehler im Kraul schwimmen ist das nach hinten-oben Sehen in der Kraulatmung. Warum? Weil es einige Folgefehler nach sich zieht. Damit vervierfacht es seine bremsende Wirkung auf dein Schwimmtempo jedes mal wenn du Luft holst. Du glaubst es nicht?

    Dann mache einfach mal das folgende Experiment an Land. Dabei bekommst du hoffentlich in voller Bandbreite mit, wie du bei jeder Kraulatmung im Wasser die Handbremse anziehst, wenn du diesen Fehler beim Atmen machst.

    Beschreibung der Trockenübung

    • Stelle dich gerade hin.
    • Deine Füße hüftbreit auseinander fest auf den Boden.
    • Beuge dich in der Hüfte etwas nach vorn. So als ob du eine Zugseilübung machen wolltest (wie beim Zugseiltraining).
    • Bringe deinen linken Arm schulterbreit nach vorn. Wie beim Kraularmzug, wenn du dich nach dem Eintauchen deiner Hand (hoffentlich erst einmal kurz) in Schwimmrichtung streckst.
    • Wenn du bevorzugt links atmest, dann nimmst du deinen rechten Arm und machst die ganze Trockenübung spiegelverkehrt.
    • Jetzt drehst du deinen Kopf nach rechts und blickst nach hinten-oben.

    Na? Was macht dein linker Arm? Was machen deine Schultern? Was macht dein Oberkörper? Und was würden deine Beine und Füße machen, wenn sie könnten?

    Fehler in der Armhaltung

    Dein Arm sinkt ab und wechselt die Richtung. Wahrscheinlich nach links oder rechts außen, anstatt weiterhin geradeaus zu zeigen.

    Fehler in der Körperhaltung

    Deine Schultern und dein Oberkörper bewegen sich mit deinem Kopf mit. Wie es der Rest deines Körpers tun würde, wären deine Füße nicht fest auf dem Boden verankert.

    Fehler im Beinschlag

    Ständen deine Füße nicht fest auf dem Boden, dann würden sie versuchen diese Ausweichbewegung zu kompensieren. Mit einem ausladenden Scherenbeinschlag.

    Und genau das passiert bei vielen Triathleten, jedes mal, wenn sie beim Kraulschwimmen atmen. Du drehst den Kopf, hebst den Kopf, blickst in der Kraulatmung nach hinten-oben (entgegen der Schwimmrichtung). Damit bremst du dich aus voller Fahrt ab. Bei jedem Atemzug im Kraul schwimmen. Und musst dich erneut beschleunigen. Stop-and-go.

    Erste Bremswirkung

    Kopf heben, bedeutet für dich, deine Hüften und Beine sinken ab. Sinken deine Hüften und Beine ab, erzeugst du mehr Wasserwiderstand. Deine „Fahrrinne“ wird nach unten hin tiefer. Mehr Wasserwiderstand bedeutet, du mußt mehr Kraft aufwenden um die gleiche Geschwindigkeit zu halten oder – mit größerer Wahrscheinlichkeit – du verlierst an Schwimmgeschwindigkeit. Bei jedem Atemzug.

    Zweite Bremswirkung

    Dein nach vorn gestreckter Arm sinkt im besten Fall nur ab und erzeugt a) Wasserwiderstand und b) drückt dich nach oben, damit du besser atmen kannst. Im schlechtesten Fall ziehst du den Arm auch noch nach innen und überkreuzt die gedachte Körpermittellinie, was dir Stabilität nimmt.

    Du erzeugst keinerlei Vortrieb mehr mit deinem Arm, sondern erzeugst Wasserwiderstand, sobald du anfängst mit deinem Arm unter Schulterhöhe nach unten zu drücken. Und du bringst dich aus dem Gleichgewicht, wenn du deine Körpermittellinie überkreuzt.

    Dritte Bremswirkung

    Als nächstes verwindest du dich im Körper, denn deine Schultern und dein Oberkörper folgen deinem Kopf. Auch damit erzeugst du zusätzlichen Wasserwiderstand – diesmal zur Seite. Deine „Fahrrinne“ wird also nicht nur tiefer, sondern auch noch breiter. (Stell dir einen Öltanker vor.) Damit machst du dich nochmals ein Stück langsamer.

    Vierte Bremswirkung

    Und da deine Beine im Wasser nicht fixiert sind, sondern frei in einer Flüssigkeit „schweben“, versuchen sie deine Ausweichbewegung zu kompensieren mit einem ausladenden Scherenbeinschlag. Damit erzeugst du nochmals zusätzlichen Wasserwiderstand und verlierst an Schwimmgeschwindigkeit. Du bremst dich damit zum vierten Mal aus.

    Was mußt du tun, wenn du an Geschwindigkeit verlierst und dich das Wasser zusätzlich ausbremst? Du mußt erneut beschleunigen. Das kostet dich zusätzlich Kraft. Es kostet dich mehr Kraft als eine Geschwindigkeit konstant aufrecht zu erhalten. Folglich hast du noch zusätzlichen Energieverbrauch.

    Ein Fehler in der Kraulatmung = vierfache Bremswirkung plus zusätzlichen Energieverbrauch. Und das alles Bei.Jedem.Kraulatemzug. Hier ein paar vereinfachte Rechenbeispiele zur Illustration: 25m mit 25 Armzügen und 2er-Atmung sind ca. 12 x Kraulatmung

    Angenommen der Fehler kostet dich „nur“ eine Zehntel Sekunde zusätzliche Zeit pro Kraulatmung, dann verschenkst du pro 25m ca. 12/10 Sekunden oder 1,2 Sekunden.

    Das summiert sich schnell, was du da an Zeit verschenkst:
    50m = 24/10 sek = 2,4 sek
    100m = 48/10 sek = 4,8 sek
    400m = 192/10 sek = 19,2 sek
    1500m = 720/10 sek = 72 sek oder 1:02 min
    3800m = 1824/10 sek = 182,4 sek oder 3:02,4 min

    Die positive Seite dieses Fehlers in der Kraulatmung: Korrigierst du ihn erfolgreich, schwimmst du gleich ca. eine zehntel Sekunde (oder mehr) pro Kraulatmung schneller. Bei einer Zweieratmung sind das ca. 1,2 Sekunden auf 25m, 2,4 sek auf 50m und 4,8 sek auf 100m schneller. Nur durch zielgerichtetes Techniktraining und dadurch, dass du einen einzigen Fehler ausschaltest. Da lohnt es sich doch diesen Fehler zu korrigieren, oder?

    Willst du diesen Fehler in der Kraulatmung an nur einem Tag erfolgreich korrigieren um schneller zu schwimmen?

    Oder willst du diesen Fehler verbessern? Oder solche Fehler von Anfang an vermeiden und die Grundlagen des Kraulschwimmens zeitsparend an einem Tag erlernen?

    Dann buche den 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik Workshop (Anfänger) plus Videoanalyse. Fordere unverbindlich die Info an unter E-Mail vera (dot) honoschenko (at) schwimmstudio (dot) de

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    Die 10 häufigsten Technikfehler im Kraulschwimmen

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    Schneller schwimmen in Training und Wettkampf? Dann vermeide die 10 häufigsten Technikfehler im Kraulschwimmen.

    Alle Triathleten wollen schneller Kraul schwimmen. Leider wissen die meisten Triathleten nicht, was sie daran hindert, sprich: langsamer macht.

    Sie meinen, dass es ausreicht einfach immer nur mehr Kilometer runter zu reißen, dann würden sie von allein schneller Kraul schwimmen. Noch ein Intervall und noch ein Sprint. Und weh tun muss es, damit es wirkt.

    Dabei führt der erste Weg zu besseren Schwimmzeiten über eine gute Kraul Schwimmtechnik. Erst wenn deine Kraultechnik stimmt, dann wirken auch die Intervalle und Sprints.

    Über dem Eingang zum Orakel von Delphi steht: Erkenne dich selbst. Ein Sprichwort sagt: Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Beides gilt auch, wenn du deine sportlichen Leistungen verbessern willst.

    Nachfolgend findest du die zehn häufigsten Technik-Fehler im Kraulschwimmen gelistet, die dich bei jedem Armzug (oder pro Atemzug oder pro Beinschlag) ausbremsen. Damit kosten sie dich pro Armzug deine Zeit in Training und Wettkampf.

    Inhalt

    .

    Kraul-Technik-Fehler 1: Zu hohe Kopfhaltung

    Triathleten mit einer guten Wasserlage im Kraulschwimmen können sich eine hohe Kopfhaltung erlauben. Alle anderen Triathleten sind besser damit beraten eher auf den Boden zu sehen als nach vorn.

    Warum? Wenn du deinen Kopf in den Nacken wirfst um nach vorn zu sehen, hat dein Körper die Tendenz sich gerade richten zu wollen. Du fällst automatisch ins Hohlkreuz. Wenn kein Widerstand da ist, der dieser Tendenz entgegenwirkt (wie im Wasser) sinken deine Hüften und Beine in Richtung Boden.

    Du müßtest theoretisch mit mehr Beinschlag arbeiten, um deine Hüften und Beine am Absinken zu hindern. Eine sehr mühsame und anstrengende Angelegenheit, die dich zusätzliche Kraft kostet. Diese Kraft wäre besser in deinen Vortrieb investiert. Zusätzlich verspannst du deine Nacken- und Schultermuskulatur, die deinen Kopf in dieser in-den-Nacken-geworfenen Position halten muss.

    Du verschlechterst deine Wasserlage. Damit erhöhst du deinen eigenen Wasserwiderstand. Du verschenkst Vortrieb und verlierst so Zeit.

    .

    Kraul-Technik-Fehler 2: Fehlerhafte Kraulatmung

    Fehler in der Kraulatmung ziehen eine ganze Reihe von anderen Fehlern nach sich. Eine natürliche Tendenz eines Anfängers (aber auch etwas geübterer Triathleten) im Kraulschwimmen ist es den Kopf so weit wie möglich aus dem Wasser zu heben, um sicher zu stellen ausreichend Luft zu bekommen.

    Damit ziehst du bei jeder Kraulatmung die Handbremse. Um den Kopf weiter aus dem Wasser zu heben, versuchst du dich im Unterwasserarmzug abzustützen. Dabei bremst du dich aus und erzeugst keinen Vortrieb. Das kostet dich Zeit. Du mußt bei jeder Kraulatmung erneut beschleunigen, was zusätzlich deine Kraft kostet.

    .

    Kraul-Technik-Fehler 3: Überkreuzen der Hände beim Eintauchen

    Wenn deine Hände beim Eintauchen deine Körpermittellinie überkreuzen, wechselst du jedesmal die Schwimmrichtung. Anstatt geradeaus zu schwimmen, bringst du dich einmal nach links und beim nächsten Armzug nach rechts. Du fängst an zu schlängeln, weil es dir oft zusätzlich an Körperspannung fehlt. Damit erhöhst du deinen Wasserwiderstand. Das wiederum kostet zusätzliche Kraft, die du aufwenden mußt, um den Wasserwiderstand zu überwinden. Im Freiwasser bzw. im Wettkampf kostet es dich zusätzlich geschwommene Meter in Form von Zeit. Und du belastest deine Schultergelenke.

    .

    Kraul-Technik-Fehler 4: Ausbremsen beim Wasserfassen

    Viele Triathleten meinen sie müssten sich so lang wie möglich machen und dabei möglichst nah an der Wasseroberfläche bleiben. Dabei bringst du deine Finger in Richtung Wasseroberfläche während Hand, Handgelenk, Ellenbogen und Schulter tiefer liegen. Du schwimmst bergauf und bremst dich mit deiner Hand- und Armhaltung aus, anstatt Wasser zu fassen und Vortrieb zu erzeugen.

    .

    Kraul-Technik-Fehler 5: Nach unten drücken in der Zugphase

    Anstatt tatsächlich Vortrieb zu generieren, drücken viele Triathleten in der Zugphase ihren Arm nach unten. Damit drückst du das Wasser nach unten und dich selbst nach oben. Du willst jedoch nach vorn. Das ist deine Schwimmrichtung. Du verschenkst im ersten Drittel der gesamten Strecke des Unterwasserarmzugs deinen Vortrieb, verlierst Zeit und belastest zusätzlich deine Schultergelenke.

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    Kraul-Technik-Fehler 6: Hakenfüße

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    Die 10 häufigsten Technik-Fehler im Kraulschwimmen – Kraul-Technik-Fehler 6: Hakenfüße – Veras Triathlon-Blog – Schwimmstudio.de

    Bei Hakenfüßen ziehst du deine Zehen in Richtung Schienbeine. Damit wirfst du beim Kraulschwimmen fast einen Anker. Selbst mit Pullbuoy zwischen den Oberschenkeln, werden dir deine Beine absinken. Es müssen noch nicht einmal beide Füße sein. Oft ist es auch nur ein Fuß, der aus der Reihe tanzt. Du bremst dich bei jedem Beinschlag aus und erzeugst zusätzlichen Wasserwiderstand. Du verschenkst Vortrieb und verlierst Zeit.

    .

    Kraul-Technik-Fehler 7: Keine Streckung

    Ohne Streckung fehlt dir Körperspannung. Du verschenkst Strecke pro Armzug und damit Vortrieb. Du erhöhst dein Risiko deine Körpermittellinie zu überkreuzen. Deine Wasserlage verschlechtert sich. Dir fehlt Dynamik im Bewegungsablauf. Dir fehlt die Rotation, die automatisch durch die Körperstreckung entsteht. Du kannst keine Ausweichbewegungen abfangen. Du erzeugst zusätzlichen Wasserwiderstand und verschenkst Vortrieb.

    .

    Kraul-Technik-Fehler 8: Überkreuzen im Unterwasserarmzug (unter dem Körper)

    Du überkreuzt dabei deine Körpermittellinie unter deinem Körper. Dabei fehlt oft zusätzlich die Körperspanung, was zu Ausweichbewegungen wie dem Schlängeln führt. Das wiederum führt zu zusätzlichem Wasserwiderstand, der dich extra Kraft kostet, weil du ihn überwinden mußt. Du verschenkst Vortrieb und damit Zeit. Außerdem belastest du deine Schultergelenke und bringst dich aus dem Gleichgewicht.

    .

    Kraul-Technik-Fehler 9: Kein Abdruck am Oberschenkel

    Deine Hand streift kraftlos am Oberschenkel vorbei ohne Abdruck zu erzeugen oder du ziehst sie bereits früher aus dem Wasser. Dabei verschenkst du Vortrieb oder Strecke bei jedem Armzug.

    .

    Kraul-Technik-Fehler 10: Scherenbeinschlag

    Der Scherenbeinschlag ist eine Ausweichbewegung und häufig ein Folgefehler des Überkreuzens zusammen mit einer fehlerhaften Kraulatmung. Dabei ist deine Amplitude zur Seite (also die Breite mit der sich deine Beine öffnen bei jedem Beinschlag) zu groß. Du erzeugst damit zusätzlichen Wasserwiderstand und wenig Vortrieb. Beides kostet dich Kraft und Zeit.

    .

    Fazit

    Diese und weitere Fehler kosten dich bei jedem Armzug (jeder Kraulatmung, jedem Beinschlag) Zeit. Je mehr sich diese Fehler häufen, desto mehr Zeit kosten sie dich. Mit einer Videoanalyse siehst du in Einzelbildern welche Fehler du pro Sekunde pro Armzug machst, die du jetzt noch gar nicht merkst.

    Stell dir vor, du könntest pro Armzug 1/10 Sekunde einsparen. Dann könntest du auf 400m ca. 40 Sekunden schneller schwimmen. Auf 1500m sparst du dir schon 2:30 Minuten und auf 3,8k summiert sich das bereits zu 6:20 Minuten (bei 60 AZ/Minute). Und das ohne Tempoarbeit, wie Intervalle oder Sprints. Nur durch Korrektur deiner Technik. Da lohnt es sich doch an deiner Kraultechnik zu arbeiten, oder?

    Willst du deine Kraultechnik an nur einem Tag gezielt verbessern?

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    Kraulschwimmen im Triathlon – So stellst du das Übergreifen beim Kraulschwimmen ab

    Ein lästiger, kleiner Fehler mit großer, negativer Wirkung ist beim Kraulschwimmen im Triathlon das Übergreifen beim Eintauchen der Hände. Dabei überkreuzt du die gedachte Körpermittellinie vor deinem Kopf, wenn du deine Hände nach vorn bringst, um ins Wasser einzustechen.

    Folgende negative Auswirkungen treten dadurch in Erscheinung:

    * schlängelnde Ausweichbewegungen
    Dein Körper mäandert durch das Wasser indem er von links nach rechts pendelt. Besonders ausgeprägt läßt sich das beobachten und ggfs. auch fühlen, wenn du dir beim Kraul schwimmen einen Pullbuoy zwischen die Fußgelenke klemmst.

    * mangelhafte Körperspannung
    Durch die fehlende Körperspannung wird diese Ausweichbewegung oft noch verstärkt. Im Gegensatz dazu kann eine gute Körperspannung den Fehler des Übergreifens im Kraulschwimmen mehr oder weniger ausgleichen.

    * verschlechterte Wasserlage
    Eine Folgeerscheinung mangelnder Körperspannung ist meist eine schlechte(re) Lage des Körpers im Wasser, die sich im Kraulschwimmen durch das Übergreifen beim Eintauchen weiter verschlechtert.

    * erhöhter Wasserwiderstand
    Die Pendelbewegung deines Körpers verursacht Wasserwiderstand, den du zusätzlich überwinden musst, um deine Schwimmgeschwindigkeit aufrecht zu erhalten.

    * reduzierte Schwimmgeschwindigkeit
    Durch den zusätzlichen Wasserwiderstand reduziert sich deine – bei gleichem Krafteinsatz – mögliche Schwimmgeschwindigkeit im Kraulschwimmen.

    * geringerer Vortrieb
    Die Summe der genannten Seiteneffekte resultiert in einem geringeren Vortrieb. Zusätzlich drückst du dich mit deinem Arm und der Hand erst einmal zur Seite, anstatt das Wasser nach hinten zu drücken und dich am Wasser nach vorn abzudrücken. Du verschenkst Vortrieb und damit eine mögliche höhere Schwimmgeschwindigkeit im Kraulschwimmen.

    * höherer Krafteinsatz
    Du mußt mehr Kraft einsetzen um deine geplante Schwimmgeschwindigkeit zu erreichen im Vergleich zum Kraulschwimmen ohne diesen Fehler.

    * kein oder mangelhaftes Wasserfassen
    Dein Wasserfassen findet erst gar nicht statt oder ist nur mangelhaft ausgeprägt. Dadurch verschwendest du Strecke und damit Vortrieb im Unterwasserarmzug.

    * Folgefehler im Unterwasserarmzug
    Weitere Fehler im Unterwasserarmzug wie beispielsweise ein Überkreuzen unter dem Körper können die Folge sein.

    *zusätzliche Strecke im Freiwasserschwimmen
    Wenn du deine (gedachte) Körpermittellinie beim Eintauchen der Hände überkreuzt, fällt es dir mit großer Wahrscheinlichkeit sehr schwer geradeaus zu schwimmen. D.h. du schwimmst im Wettkampf zusätzliche = überflüssige Meter. Zusätzlich geschwommene Wegstrecke kostet dich Zeit. Zeit, die du locker einsparen kannst, wenn du im Kraul geradeaus schwimmst anstatt ständig vom Weg abzukommen.


    Diesen Fehler des Übergreifens, wenn du deine Hände ins Wasser eintauchst, kannst du einfach abstellen:


    (1) Indem du dich darauf konzentrierst schulterbreit (oder breiter) mit deinen Händen in das Wasser einzustechen.


    (2) Indem du deine Daumen in Schwimmrichtung bringst.


    (3) Beides zusammen, d.h. du stichst schulterbreit mit deinen Händen ins Wasser ein UND bringst die Daumen in Schwimmrichtung.

    .

    Und zwar bei JEDEM Armzug auf JEDER Länge, die du schwimmst.

    Bei dem, was du mit deinen Armen und Händen im Kraulschwimmen machst, kannst du dich sogar beobachten. Wenn du kein Gefühl für das hast, was du tust, dann solltest du in der Tat regelmäßig visuell überprüfen, wo du mit deinen Händen ins Wasser einstichst und dich entsprechend korrigieren. Konzentriere dich dabei zusätzlich darauf, was du fühlst. D.h. wie es sich für dich anfühlt (mehr als) schulterbreit mit den Händen ins Wasser einzustechen und/oder die Daumen in Schwimmrichtung zu bringen. Lerne es dieses Gefühl wahrzunehmen und Abweichungen davon festzustellen.

    Wenn du in einem Schwimmbad ohne Begrenzungsleinen schwimmst, dann such dir möglichst die schwarze Bodenlinie zum Schwimmen. Wenn du über der schwarzen Bodenlinie schimmst, dann achte darauf, dass deine linke Hand und dein linker Arm deutlich links neben der schwarzen Bodenlinie eintauchen, und deine rechte Hand und dein rechter Arm deutlich rechts davon. Vielleicht hilft dir auch das dabei dein Übergreifen beim Kraulschwimmen abzustellen.

    Wenn dir die Konzentration abhanden kommt, dann mach eine Pause. Diese kleinen Übungen fallen genauso unter das Techniktraining und sollten entsprechend den Regeln für das Techniktraining ausgeführt werden.

    Du wirst feststellen, dass diese kleine Korrektur – wenn du sie erfolgreich durchführst – zu enormen Verbesserungen in deinem Schwimmstil/deiner Schwimmtechnik führt.

    Indem du deine Kraultechnik verbesserst, schwimmst du bei gleichem Krafteinsatz schneller, weil dein Vortrieb aktiv effizienter geworden ist und du deinen Wasserwiderstand reduzierst. Du schwimmst gerader, was vor allem im Freiwasserschwimmen (= Wettkämpfen) wichtig wird und dir zusätzliche Meter einspart und damit zusätzliche Zeit. Deine nächste persönliche Bestzeit rückt somit in greifbare Nähe 😉

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    * anstatt mit Schwimmhilfen nur nicht „unter zu gehen“ oder „dich über Wasser zu halten“.

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    * bei (Kraul gL) Schwimmzeiten von langsamer als 18:20min/1000m (ohne Neo oder anderen Schwimmhilfen) bist du im WS-1 richtig.
    Bei nachweislichen (Kraul gL) Schwimmzeiten von 18:20min/1000m und schneller (ohne Neo oder anderen Schwimmhilfen) kannst du dich für den WS-2 anmelden.

    Lerne wie du die Inhalte deines Trainings so veränderst, daß sie deinem Zeitbudget gerecht werden und trotzdem bessere Schwimmergebnisse bringen. Lerne endlich richtig Kraul „schwimmen“ anstatt dich mit Schwimmhilfen nur über Wasser zu halten.

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