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Mein Bericht über das 24h-Schwimmen in Stuttgart 2013

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Am Wochenende von Samstag, 26.01.2013 – 15h bis Sonntag, 27.01.2013 – 15h fand das 24h-Schwimmen im Inselbad in Stuttgart statt.

Inselbad-veras-triathlon-blog
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„Das A-Team“ (insgesamt sieben Athleten und Athletinnen)

Das-A-Team-danach-veras-triathlon-blog
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hat daran teilgenommen und sich mit 142600 Metern wacker einen 6. Platz (von 44) in der Gruppenwertung erkämpft. Der Schwimmerbund Schwaben 1895 Stuttgart e.V. hat das 24h-Schwimmen ausgerichtet.

Urkunde-Gruppenwertung-A-Team-veras-triathlon-blog
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Nachdem ich sechs Athleten und Athletinnen (beim Weihnachtsschwimmen) davon überzeugen konnte, dass sie sich „freiwillig“ an dem 24h-Schwimmen in Stuttgart beteiligen, machten wir uns am 26.01.2013 in zwei Gruppen auf den Weg.

Da ich lieber mit dem Auto fahre als mit dem Zug, habe ich noch drei Athleten mit ins Auto packen können. Gegen 11h sind wir am Samstag losgefahren und „fast“ problemlos ca. 2,5 Stunden später an unserem Zielort am Inselbad in Stuttgart angekommen.

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Drei Athleten/Athletinnen sind mit dem Zug nach Stuttgart gefahren.

Hier das Schwimmbecken vor dem „Sturm“.

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Thomas und ich waren Wiederholungstäter. Fünf waren zum ersten mal dabei. Alle Ersttäter haben großartige Leistungen vollbracht und ihre eigenen Erwartungen übertroffen. Herzlichen Glückwunsch nochmals für eure tollen Einzelleistungen:

Iris 13,1k
Gunther 26,1k
Andre 15,0k
Uli 28,0k
Michi 20,3k
Thomas 20,1k
Vera 20,0k

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Insgesamt waren es diesmal für mich sechs Wassergänge. Meinen ursprünglichen Plan pro Wassereinheit 5k bzw. 2 Stunden zu schwimmen, konnte ich nicht einhalten.

Zwei mal habe ich mich mit Thomas alle 50m in der Führung bzw. im Wasserschatten abgewechselt und einmal mit Michi. Die Zeit verging dabei schneller. Das war jeweils „nur“ eine Stunde. Gefühlt war das Tempo weitaus höher, als beim „allein“ schwimmen. Trotzdem war es auf der Zählkarte dann weniger. Sehr merkürdig…

Wenn du schon immer mal wissen wolltest, wie eine Zählkarte aussieht. So sieht sie aus:

bahnenzählkarte-24h-schwimmen-veras-triathlon-blog
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Hast du eine Karte abgeschwommen (15km), dann bekommst du die nächste.

Die letzten zwei Kilometer waren zäh wie Kaugummi, und ich habe sie fast nur noch in 50m-Abschnitten bewältigt. Ich wollte unbedingt wenigstens die zwanzig voll machen, aber irgendwie lief es diesmal nicht rund. Die Technik konnte ich gut halten, aber ich fühlte mich „leer“, kraftlos. Und der Kopf wollte zum Schluss alle 50m eine Pause.

Diesmal empfand ich meine bescheidenen zwanzig Kilometer als verdammt anstrengend, ja mühsam. Vielleicht lag es daran, dass ich im Vorfeld noch weniger geschwommen bin als sonst? Oder an der Tagesform? Oder daran, dass es ein 50m-Becken war (und kein 25er)? Oder daran, dass ich die meiste Zeit „allein“ geschwommen bin (also nicht im Wasserschatten)? Keine Ahnung. Vielleicht auch alles zusammen.

Übernachtet haben (fast) alle auf den breiten Betonstufen in der Traglufthalle. Gut ausgerüstet mit Isomatten und Schlafsäcken, ließ es sich schon aushalten.

24h-schwimmen-schlafstätte-veras-triathlon-blog
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Duschen, Toiletten und Umkleiden waren sauber. Das Wasser hatte eine angenehme Schwimmtemperatur. Das Chlor habe ich diesmal auch nicht sonderlich im Hals gespürt.

Der gute Uli wußte nicht, wie gefährlich er lebte, als er mich aus dem Schlaf riss, weil er keine Schwimmbrille mehr hatte und ich ihm eine leihen sollte. Ich habe kein Problem damit eine Schwimmbrille zu verleihen. Aber ich werde absolut grantig, wenn mich jemand aus dem Schlaf reißt, wenn ich ausnahmsweise gerade mal eingeschlafen bin.

Und ich „liebe“ es, wenn ich „tauben Ohren predige“, sprich: Nimm dir eine Ersatzschwimmbrille mit, verdammt noch mal!

Fleißige, freiwillige Helfer sorgten an der Theke 24h für leckere, kalte und warme Verpflegung. Herzlichen Dank von meiner Seite für euren Einsatz, die leckeren Kuchen, den starken Kaffee und die Spaghetti mit Tomatensauce.

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Die unermüdlichen Bahnenzähler bei der Arbeit. Herzlichen Dank von meiner Seite für euren Einsatz.

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Der ehemalige Extremschwimmer „Orca“ aka Bruno Dobelmann war anwesend, ist aber nicht geschwommen. Auf seiner Homepage kannst du mehr über ihn und seine beeindruckenden Leistungen erfahren.

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Nach dem „Sturm“ der Veranstaltung lag das Schwimmbecken wieder genauso friedlich und unberührt da, wie vorher.

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Auf der Heimfahrt sind wir dann bei Burger King eingefallen und haben uns an schönen, salzigen, fettigen Burgern & Pommes gelabt und das ganze mit einer großen Coke hinunter gespült. Ich esse sonst nie Fast Food, aber nach dem 24h-Schwimmen und dem ganzen Süßkram hatte ich (und meine Mitstreiter) einen Riesenappetit auf das Zeugs.

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Am Montag hatte ich eine Stunde und „musste“ schwimmen, was zu meinem Erstaunen problemlos ging.

Zwei Tage nach der Veranstaltung waren der Muskelkater und die leichten Schultergelenkschmerzen (aufgrund der ungewohnt langen Belastung – wann schwimme ich schon mal 20k innerhalb von 24h?) wieder ausgestanden. Das nächste 24h-Schwimmen kann kommen.

Hier die Stimme von Gunther zur Veranstaltung:

„Das 24 – Stunden Schwimmen in Untertürkheim war eine rundum gelungene
Veranstaltung. Besonders begeistert hat mich der Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer (Bahnenzähler die ganze Nacht durch, Versorgung mit diversen Speisen und Getränken + vermutlich noch etliches mehr, was man gar nicht mitbekommen hat).

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Ich habe an der Veranstaltung teilgenommenen, weil ich wissen wollte, wie das so ist, wenn man (in langsamem Tempo) sehr viel schwimmt. Und es war auch durchaus motivierend, mal keine Technikübungen machen zu müssen. Das Ergebnis hat mich überrascht: Trotz Nachtruhe von 0:00 bis 7:00 waren es am Ende 26 Kilometer. Die nächsten Tage hatte ich keinerlei Beschwerden (noch nicht mal Muskelkater). Es scheint also wirklich am Tempo zu liegen.

Ich hatte irgendwann für mich folgenden Rhythmus gefunden: Am Beginn der Bahn kräftig abstoßen + einen Unterwasserarmzug (Brust), dann Brustschwimmen (allerdings die entspannte Variante mit lockerem Armzug) und gegen Ende noch 6 bis 10 Kraulzüge. Da die Bahnen 50 Meter lang waren, nur maximal 13 Schwimmer auf eine Bahn gelassen wurden und die Bahnen so weit möglich nach Geschwindigkeit zugewiesen wurden, hielt sich das Überholen in Grenzen. Notwendige Überholvorgänge konnte ich dann auch immer mit ca. 12 Kraulzügen erledigen.

Alle Schwimmer (bis auf einen) waren ausgesprochen fair und haben ggf. an der Wende kurz gewartet, wenn klar war, daß ein schnellerer Schwimmer überholen möchte.

Die allgemeine Atmosphäre (Breitensportveranstaltung, wo das gemeinsame Interesse automatisch verbindet und der Wettbewerb eher im Hintergrund steht) sowie die netten Leute in unserem Team haben auch wesentlich dazu beigetragen, daß das Wochenende für mich rundum gelungen war.

Ich kann mir gut vorstellen, mal wieder an solch einer Veranstaltung teilzunehmen, allerdings nur, wenn ähnlich traumhafte Bedingungen herrschen (50 Meter Bahn, begrenzte Schwimmeranzahl pro Bahn).“

Warst du auch mit dabei beim 24h-Schwimmen in Stuttgart-Untertürkheim am 26./27.01.2013? Wie hat es dir gefallen? Oder hast du Fragen dazu? Hinterlasse einen Kommentar.

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Wie trainiere ich auf ein 24h-Schwimmen?

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Wie du dein Training für ein 24h-Schwimmen gestaltest, kommt darauf an, was deine Ausgangsituation ist und was du erreichen willst. Ausgangsituation ist dein durchschnittliches Schwimmtraining. Also wie oft pro Woche (Frequenz), wieviele Kilometer, und/oder wieviel Zeit (Umfang) und was (Inhalte) du schwimmst. Und was du erreichen willst, ist deine angestrebte Kilometerleistung bei der Veranstaltung.

Beispiele für diverse Ausgangssituationen und Leistungen bei 24-Schwimmen

Nimm Matthias aus dem Bericht über das 24h-Schwimmen in Waldenbuch. Er schwimmt laut eigenen Angaben einmal pro Woche gemütlich 60-90 Minuten seine Bahnen (Brust) und schwamm bei der Veranstaltung in 24h knapp 28km (Brust).

Ich bin zwar pro Woche meistens mehr im Wasser als Matthias, aber ich schwimme durchschnittlich irgend etwas zwischen 3 und 10km pro Woche. Dabei vor allem Technik, weil ich das sinnvoller finde als Kachelzählen. Dauerschwimmen mache ich nur bei Veranstaltungen (wie 24h-Schwimmen oder im Freiwasser). In der halben Zeit habe ich knapp 20km geschafft (Kraul).

Eine Langstreckenschwimmerin schwimmt 5-6 x pro Woche und kam beim letzten Stand der Dinge auf ca. 30 Wochenkilometer. Sie schwamm bei einer Veranstaltung (24h-Schwimmen) ca. 38km (Kraul).

Eine andere Athletin hatte sich vor einem 24h-Schwimmen noch mit einer ausgiebigen Klettertour ausgepowert, kam ca. 8 Stunden nach Beginn der Veranstaltung an, und hat als Ersttäterin ohne besonderes Training noch 10km heruntergerissen (Brust).

Andere Athleten sind (ebenfalls als Ersttäter) ohne besonderes Training in 24h einen Halbmarathon geschwommen.

Es sind keine Schwimmanfänger unter den genannten Athleten. Die meisten schwimmen ohne leistungssportlichen Hintergrund (keine Vereinsschwimmer), aber trotzdem seit Jahren mehr oder weniger regelmäßig.

24h-schwimmen-waldenbuch-2012-11-veras-triathlon-blog
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Allgemeine Trainingshinweise

Unter diesem Aspekt sage ich, dass du dich nicht besonders auf ein 24h-Schwimmen vorbereiten musst. Geh einfach hin, habe Spass und schau, was geht. Schwimmen solltest du können. Laut Ausschreibung mußt du mindestens 50m (oder 100m) am Stück schwimmen können. Mehr ist nicht erforderlich.

Theoretisch (auch praktisch) halte ich es für eine gute Strategie die angepeilte Kilometerleistung als Wochenleistung zu schwimmen. Das heißt, wenn du 40km problemlos in einem 24h-Schwimmen schwimmen willst, ist es sinnvoll die 40km in der Woche (= über die Woche = 7 Tage verteilt) zu schwimmen.

Um solche Leistungen (40km und mehr) zu erreichen ist eine zielgerichtete, strukturierte, sinnvolle Trainingsplanung notwendig. Es setzt voraus, dass du bereits langfristig und regelmäßig schwimmst (= du bist kein Schwimmanfänger).

Den entsprechenden Kilometerumfang erarbeitest du dir über einen längeren Zeitraum. Das bedeutet für dich, dass – falls du vorhast einen ersten Platz zu belegen – du rechtzeitig vor der Veranstaltung mit deinem Training auf die jeweilige Veranstaltung anfängst.

Aber, wie geschrieben, individuell gute Leistungen lassen sich auch mit viel weniger Training erreichen.

Wenn du eine konkrete Leistung anstrebst, dann mach dir Gedanken darüber,
+ wie lange du pro Wassereinheit schwimmen willst
+ was du pro Wassereinheit schaffen willst
und ob du das bereits kannst. Wenn nicht, dann überlege dir, was du tun musst, um dein Ziel zu erreichen.

Wie lange pro Wassereinheit, bedeutet, ob du 30, 60, 90, 120 Minuten oder länger pro Wassereinheit schwimmen willst. Ob du gleich-bleibende Zeiteinheiten schwimmen willst oder variable.

Was pro Wassereinheit bedeutet, wieviele Meter, Kilometer oder Bahnen du pro Wassereinheit schwimmen willst. Ob du gleichbleibende Strecken pro Wassereinheit schaffen willst, oder variable.

Überlege dir wie du deine Pausen gestaltest. (D.h. Wie lange, gleichlang/variabel, wann essen, was essen, (wenn überhaupt, dann) wann schlafen, wie lange etc.)

Es kommt in jedem Training darauf an was (Umfang, Inhalte) und wie (sinnvoll, strukturiert, auf deine kontinuierliche Verbesserung ausgerichtet oder immer das gleiche, auf „Spass“ ausgerichtet) du trainierst. Du kannst 30km in der Woche schwimmen und keinen Deut besser werden. Oder du schwimmst die Hälfte und bist in der Lage dich ständig zu verbessern. Es liegt immer an dir, was du aus deinem Training machst.

24h-Schwimmen-Stuttgart-Inselbad-2012-2-veras-triathlon-blog
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Schwimmtempo

Wenn du schneller schwimmst, schaffst du in der gleichen Zeit mehr Strecke als ein langsamer Schwimmer. Aber: Du musst dieses schnellere Tempo trotzdem länger durchhalten können. Das erfordert entsprechendes Training. Natürlich kannst du auch stark anfangen … und stark nachlassen 😉 Für die meisten Ausdauerwettkämpfe im Langzeitausdauerbereich ist meines Wissens nach eine relativ konstante Geschwindigkeit die beste Strategie. Und deine konstante Geschwindigkeit gilt es für dich zu finden.

Gehe bitte nicht davon aus, dass du deine Sprintgeschwindigkeit über 24h halten kannst. Dein Schwimmtempo entspricht eher deinem GA1 oder Rekom. Welchem Bereich im GA1 (unterer, mittlerer, oberer) hängt von deiner (Schwimm-)Fitness ab. (GA1 = „Grundlagenausdauerbereich 1“ liegt ungefähr bei 70-85% deiner maximalen Herzfrequenz. Der Regenerations- und Kompensationsbereich liegt unter 70% deiner maximalen Herzfrequenz.) Wie schnell du im GA1 unterwegs bist, hängt wiederum von der Qualität deiner Schwimmtechnik und deinen Trainingsinhalten ab.

Wie lange du ununterbrochen schwimmen kannst, hängt von deiner Ausdauerleistung und deinem mentalen Durchhaltevermögen ab. Dazu kommt natürlich noch deine Schwimmtechnik und deine Ernährung.

Größere Kilometerleistungen sind auch mit viel weniger Wochen-leistung, dafür mit mehr Durchhaltevermögen (= Ausdauer), Spass an der Sache und mentaler Stärke zu schaffen. (Siehe Matthias und seine Mädels.)

Wie ich in meinen diversen Berichten von den 24h-Schwimmen auch geschrieben habe: Es kommt auch darauf an, was dir von den anderen ermöglicht wird und wieviel Stress du dir selbst antun willst.

Du bist nicht allein auf einer Bahn, sondern es tummeln sich teilweise bis zu 14 Schwimmer (= Breitensportler) auf einer 25m-Bahn. Da kannst du nicht machen, was du willst, sondern musst das Beste aus der Situation machen, was möglich ist.

Wenn dir das Tempo auf deiner Bahn zu langsam ist, hast du die Möglichkeit die Bahn zu wechseln, ständig zu überholen oder du passt dein Tempo an. Wenn du ständig überholst, nimm Rücksicht auf die anderen Schwimmer (wie im Strassenverkehr auf andere Verkehrs-teilnehmer). Es gilt immer das Gebot der sportlichen Fairness.

Wenn du natürlich auf Weltrekordversuch bist, dann musst du die ganze Zeit überholen, denn die anderen Schwimmer auf deiner Bahn werden für dich nicht schneller schwimmen.

24h-Schwimmen sind Breitensportveranstaltungen. Die meisten Teilnehmer haben keinen (leistungs-)schwimmsportlichen Hintergrund und entsprechend moderat ist das Tempo, das geschwommen wird und manchmal auch entsprechend chaotisch das Verhalten auf den Schwimm-bahnen. Das hindert jedoch viele dieser Schwimmer nicht daran ganz außerordentliche Schwimmleistungen aufzustellen.

Fazit

Es gibt keinen one-size-fits-all-Trainingsplan für die Teilnahme an einem 24h-Schwimmen. Die meisten Teilnehmer trainieren überhaupt nicht dafür, sondern testen einfach aus, was in 24h geht. Es ist eine Breitensportveranstaltung für Jedermann und Jederfrau um den Spass am Schwimmen und der eigenen Leistung zu vermitteln. Der Spass steht im Vordergrund.

PS. Vielen Dank an Verena für die Frage. Ich hoffe, ich konnte sie dir beantworten. 😉

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Mein Bericht über das 24h-Schwimmen in Waldenbuch 2012

24h-schwimmen-waldenbuch-2012-3
24h-schwimmen-waldenbuch-2012-3

Am Wochenende vom Samstag 20.10. 11h auf Sonntag 21.10.2012 11h war in Waldenbuch (ca. 250km von München entfernt) das diesjährige – das sechste – 24h-Schwimmen angesagt. Ausgerichtet wurde es von der Ortsgruppe der DLRG Waldenbuch-Steinenbronn.

24h-schwimmen-waldenbuch-2012-1
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Heimat von „quadratisch, praktisch, gut“

Falls dir der Ort Waldenbuch in Baden-Württemberg irgendwie bekannt vorkommt, bist du vermutlich ein bekennender Schokoholic: Waldenbuch ist die Ritter-Sport Stadt. Natürlich sind wir hinterher im SchokoLaden (genialer Name!) eingefallen und haben uns im Museums-Cafè eine Tasse leckere, heiße, weiße Schoki gegönnt. Aber ich greife vor.

24h-schwimmen-waldenbuch-2012-4
24h-schwimmen-waldenbuch-2012-4

Ausschreibung des 24h-Schwimmens 2012 in Waldenbuch Der Link wurde leider schon auf der DLRG-Seite entfernt. (Danke für den Hinweis, Matthias.)

24h-schwimmen-waldenbuch-2012-7
24h-schwimmen-waldenbuch-2012-7

Wie es zur Teilnahme kam

Konkret geplant hatte ich zu diesem Zeitpunkt kein 24h-Schwimmen mehr, da das Haarer 24h-Schwimmen dieses Jahr aus verschiedenen Gründen leider nicht statt findet. Und dafür trainiert hatte ich schon gleich gar nicht. Aus Motivationsgründen nehme ich jedoch auch untrainiert immer gern solchen Veranstaltungen teil.

Am 15.10.2012 erhielt ich überraschend eine E-Mail von Matthias, ob ich nicht Lust hätte die „Rettungslosen“ (Matthias und seine beiden Töchter Katharina und Magdalena) als Gruppe – vier Personen waren dazu diesmal mindestens notwendig – zu vervollständigen, da sie selbst mit einigen Ausfällen zu kämpfen hatten.

Da mir das 24h-Schwimmen in Regensburg in der Vorwoche auf Grund meiner Augenentzündung geplatzt war, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen und sagte spontan zu. Dummerweise holte ich mir am Donnerstag davor noch eine fiese Erkältung (Kratzen im Hals), die über Freitag leider nicht besser wurde. Trotzdem war ich fest entschlossen, mich diesmal nicht von dem 24h-Schwimmen abhalten zu lassen. Schließlich hatte ich den anderen Gruppenteilnehmern zugesagt

Großartig geplant an Kilometerleistung hatte ich nichts. Da ich der Fahrer der Gruppe war (und erkältungs-krank und untrainiert), dachte ich mir einfach, mal sehen was geht und allerspätestens die letzten fünf Stunden ablegen.

Anfahrt und Einfinden

Problemlose Anfahrt (ca. 2,5 Std.) und Dank Google Maps und Matthias‘ Navi die Schwimmhalle auf Anhieb gefunden. Kostenfreie Parkplätze gab es zudem. Übernachtungsmöglichkeiten bestanden in der angeschlossenen Turnhalle (sehr praktisch), wo der Veranstalter bzw. seine Helfer großzügig Bodenmatten ausgelegt und Feldbetten aufgestellt hatte. Toller Service. Danke nochmals dafür!

24h-schwimmen-waldenbuch-2012-8
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Die Verpflegung

Für das leibliche Wohl gab es vom Veranstalter schmackhafte, kalte und warme Speisen zu moderaten Preisen. Die Bewirtung übernahmen freundliche und hilfsbereite DLRG-Mitglieder und freiwillige Helfer, wie Eltern.

24h-schwimmen-waldenbuch-2012-9
24h-schwimmen-waldenbuch-2012-9

Die Ausstattung

Das 25m-Schwimmbecken mit vier Bahnen hatte eine angenehme Schwimmtemperatur. Zu meinem Erstaunen war das Wasser deutlich weniger gechlort (im Vergleich zu Haar – anderes System?). Die erste Bahn rechts war für die Kraulschwimmer reserviert. Auf die drei anderen Bahnen verteilten sich die Brustschwimmer.

Irgendein Metallteil, das rechts am Beckenrand der Kraulschwimmerbahn fix befestigt stand, war in weiser Voraussicht mit zwei Schwimmbrettern verkleidet. Gottseidank (oder demjenigen sei Dank, der die Verkleidung dort angebracht hat), denn ich habe mir mehr als einmal die Finger dort angeschlagen.

Das einzige Manko war die geringe Wassertiefe (weniger als 1m) auf der gegenüberliegenden Seite des Schwimmbeckens, wo ich aufpassen musste mir beim Wenden nicht jedes mal die Knie aufzuschlagen.

Das Schwimmbad, die Toiletten und Umkleiden waren immer sehr sauber und aus der Sauna wehte oft ein intensiver Zitronenduft ins Bad hinein. Die vielen fleißigen Helfer des Ortsverbandes der DLRG stellten die Bahnenzähler.

24h-schwimmen-waldenbuch-2012-5
24h-schwimmen-waldenbuch-2012-5

Meine Strategie

Die Teilnehmer auf der Kraulbahn kannten alle das Rechtsschwimmgebot und hielten sich auch daran. Das Schwimmtempo selbst war für mein Gefühl sehr moderat. Wenn ich schneller hätte schwimmen wollen, hätte ich ständig überholen müssen, aber in einem Tempo, das dann doch über dem Tempo gelegen hätte, das ich schwimmen wollte. Das war mir a) zu nervig b) zu unrhythmisch und c) zu anstrengend. Zudem hat mir Überholen gar nichts gebracht, denn spätestens eine bis eineinhalb Bahnen später hing ich wieder hinter einem Schwimmer fest, der mir zu langsam schwamm.

Also fand ich mich damit ab, stellte meinen Cruising-Modus ein und schwamm im Slipstream des jeweils vor mir schwimmenden Schwimmers. Das ging auch meistens gut. Wenn ich meinen bevorzugten Wasserschattengeber einmal verlor und hinter jemandem schwimmen musste, dessen Beinschlag mich tierisch nervte, legte ich ein kurzes GA2-Intervall ein um wieder hinter einem Schwimmer zu landen, hinter dem ich bequem cruisen konnte. Das war dann teilweise richtig meditatives Schwimmen und die zwei Stunden Wasserzeit vergingen relativ schnell.

Ich habe versucht jeweils zwei Stunden zu schwimmen und anschließend maximal eine Stunde Pause zu machen. Jeweils 5k wollte ich pro Wassereinheit schaffen. Die letzte der vier Einheiten war dann ca. 20 Minuten kürzer (weil ich in meiner Pause getrödelt hatte), deshalb fehlen mir auch die 550m auf die 20k.

Um Mitternacht war dann die letzte Einheit für mich, da ich a) der Fahrer unserer Truppe war b) meine Erkältung richtig durchschlug und c) meine Augen wieder zu jucken anfingen. Letzteres war mein ausschlaggebende Grund bereits um 24h auszusteigen, denn eine erneute akute Augenentzündung wollte ich mir nicht wieder einfangen. Schlafen war allerdings nicht wirklich möglich, da eine Gruppe energiegeladener, unausgelasteter Kiddies bis um zwei oder drei Uhr morgens durch die Turnhalle tobte und gegen morgens um acht wieder weiter tobte.

Die Leistungen der „Rettungslosen“

Matthias und seine beiden Mädels Magdalena (13 Jahre) und Katharina (11 Jahre) schlugen sich wacker ohne Schlafpausen bis zuletzt und sammelten unermüdlich Stunde um Stunde Schwimmkilometer.

Diese Leistung wurde mit einem ersten Platz in der Wertung Jugendliche weiblich für Magdalena mit 36.000m belohnt. Katharina teilte sich ihren ersten Platz mit 20,2km mit einer Mitschwimmerin in der Wertung Kinder. Matthias erschwamm sich mit 27,15km einen vierten Platz. Und bei mir hat es mit 19450m auch noch für einen vierten Platz gereicht. Dafür hat unser Team „Die Rettungslosen“ den ersten Platz in der Mannschaftswertung geholt (Gesamtleistung 102.800m, Durchschnittsleistung 25.700m).

24h-schwimmen-waldenbuch-2012-10
24h-schwimmen-waldenbuch-2012-10

Der Ausklang

Die Siegerehrung fand unmittelbar nach dem Ende der Veranstaltung statt und ging flott über die Bühne. Wir hatten uns alle eine Goldmedaille erschwommen.

Die Veranstaltung hatte einen familiären Charakter und war sehr gut organisiert. Mit 154 Teilnehmern war sie gut besucht, aber nicht übervoll. Ich denke, so um die 150 Teilnehmer sind auch mehr als ausreichend für ein 25m-Becken. Wir vier aus München waren die Exoten mit der weitesten Anreise.

Nächstes Jahr werde ich das 24h-Schwimmen in Waldenbuch bewusst in meine Planung mit einbeziehen.

Abfahrt und Heimfahrt

Zu allem Überfluss fuhr mir auf dem Parkplatz ein junger Waldenbucher von vorn ins Auto, so dass wir auch noch Bekanntschaft mit der Böblinger Polizei machen durften. Glück im Unglück: Dadurch hat sich Katharina an ihre vergessenen Schwimmsachen erinnert.

Um uns von dem Schrecken zu erholen, sind wir noch zu Ritter Sport gefahren und in den SchokoLaden eingefallen (Weihnachtsgeschenke!). Zum Abschluss gab es die oben erwähnte heiße Schokolade.

Die Heimfahrt verlief ereignislos. Die Mädels, anfangs noch aufgekratzt und munter plappernd, wurden immer stiller und schlummerten wie die Englein auf der Rückbank.

Die beiden fleissigen Fischlein als schlummernde Englein.
Die beiden fleissigen Fischlein als schlummernde Englein.

Die Trainingseffekte eines 24h-Schwimmens

Was sich bei einem 24h-Schwimmen meiner Meinung nach hervorragend trainieren lässt, ist
+ Wasserschattenschwimmen
+ Entspannung beim Schwimmen
+ Flexibilität in der Einstellung/Haltung
+ Technikvariationen (Armzugtechnik)
+ Technik (je nach Geschwindigkeit)
+ Toleranz (Schmerztoleranz; Toleranz im Umgang mit anderen)
+ Ausdauer (wo und wann schwimmst du schon mal 10 oder mehr Kilometer an einem Tag?)
+ mentale Stärke (jedesmal wieder ins Wasser zu gehen nach einer Pause; weiter durchzuhalten, trotz schmerzender Gelenke etc.)
+ Konzentrationsfähigkeit (um deine Technik aufrecht zu erhalten)

Das sind alles Eigenschaften, die du auch im Triathlon brauchst. Ein 24h-Schwimmen ist ein Mini-, aber Hardcore- Schwimmtrainingslager zu einem Vorzugspreis. In diesem Sinne: Überlege dir die ein oder andere Veranstaltung in deine Triathlon-Trainingsplanung einzubauen.

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Positive und negative Effekte eines 24h-Schwimmens

Eine kurze Zusammenfassung meiner positiven und negativen Erfahrungswerte aus den bisher absolvierten 24h-Schwimmen:

Positive Effekte eines 24h-Schwimmens

  • verbessertes Wassergefühl – Durch die langen Schwimmeinheiten habe ich das Gefühl mehr Unterschiede wahrzunehmen – in jeder Phase des Bewegungsablaufs
  • verbesserte Ausdauer – Endlose Bahnen hin und her zu schwimmen langweilt mich im Training ohne Ende (auf einer 25m-Bahn noch mehr als auf einer 50m-Bahn). Außer bei einem 24h-Schwimmen mache ich keine so langen Einheiten ununterbrochenen Schwimmens am Stück (5-8km)
  • mentale Stärke – Die Überwindung wieder ins Wasser zu gehen wird immer größer je weiter die Zeit fortschreitet. Immer wieder sage ich mir: Noch einmal in Wasser gehen – das geht noch. Zum Schluß ist es wirklich nur noch ein Hangeln von einer Bahn zur nächsten. Aber was zählt, sind die erreichten Kilometer am Schluß.
  • Finden und Verbessern von Lösungen im Umgang mit Beschwerden – So ein 24h-Schwimmen hilft mir Lösungen für auftauchende Probleme (Schmerzen oder Beschwerden aller Art) während des Schwimmens zu finden. Kleine Korrekturen im Bewegungsablauf wirken oft Wunder.
  • Finden und Verbessern von Ernährungsstrategien – Ich kann herausfinden, welche Nahrungsmittel und Getränke mir bei solch langen Trainingseinheiten bekommen und ausreichend Energie geben. Dabei vermeide ich es auf Riegel und Gels zurückgreifen. Das wäre dann nicht nur ein Test für meine mentale Stärke (denn den süßen Papp kann ich nach kurzer Zeit nicht mehr „sehen“) sondern auch für die Stärke meines Magen-Darmtraktes.
  • Verbesserung der situativen Anpassungsfähigkeit – Ich lerne mit Situationen umzugehen bzw. mich auf sie einzulassen, wo ich im normalen Training einfach gehen würde, weil mir die Zeit zu schade wäre und ich mache das bestmögliche aus der Situation.
  • Verbesserung der motorischen Abläufe – Durch die unendlich vielen (hoffentlich korrekten) Wiederholungen verbessern sich meine Bewegungsabläufe und automatisieren sich weiter.
  • Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit – Um korrekte Bewegungsabläufe aufrecht zu erhalten, brauche ich ausreichend Konzentrationsfähigkeit, die ich so gleich mit trainiere.
  • besseres Kennenlernen des eigenen Körpers – Durch diese lange Belastung merke ich deutlich, wo meine Schwachpunkte liegen und welche weitere (Hilfs-)Muskulatur im Schwimmen eingesetzt wird.
  • mehr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten
  • Grenzen austesten und verschieben – Erreichte persönliche Bestmarken verbessern macht Spass und bringt mir weitere Motivation.
  • Erkennen der momentanen eigenen Grenzen und Fähigkeiten – Ich lerne zu erkennen, wann ich aufgrund einer Verletzung oder Erkrankung auszusteigen habe oder ob ich noch weiter machen kann.
  • Übung in Toleranz und Geduld (mit was verkneife ich mir hier)
  • Motivationsschub für das weitere Schwimmtraining – Jedesmal nach einem 24h-Schwimmen bin ich voll motiviert für weitere lange Schwimmeinheiten.

Negative Effekte eines 24h-Schwimmens

  • längere Regenerationszeiten – Nach einem 24h-Schwimmen bin ich wirklich fix und alle und schlafe erst mal 12 Stunden (wenn irgendwie möglich). Die darauffolgende Woche ist dann nur ruhiges/lockeres, relativ kurzes (regeneratives) Training angesagt und die zweite Woche geht es dann langsam etwas besser. Ende der zweiten Woche fühle ich mich erst wieder richtig fit und zu neuen „Untaten“ bereit.
  • eventuelle Gelenkbeschwerden – Beim ersten 24h-Schwimmen hatte ich schmerzende Schulter- und Ellenbogengelenke. Rechtzeitig vor dem nächsten 24h-Schwimmen habe ich ausreichend Krafttraining eingebaut.
  • eventuelle Probleme mit der Atmung/Lunge – Da die Chlorierung des Wassers (aufgrund der großen Anzahl von Schwimmern, die durch das Wasser ziehen) höher ist, werden auch die Atmungsorgane mehr gereizt. Beim ersten mal hatte ich ungenügend Flüssigkeit aufgenommen und mit Reizhusten und brennender Luftröhre zu kämpfen. Beim zweiten mal, war dies für mich kein Problem mehr, da ich eine regelmäßige und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme eingeplant hatte.
  • Augenentzündung – Bei meiner Neigung zu Augenentzündungen habe ich inzwischen immer spezielle Augentropfen dabei. Zusätzlich führe ich mehrere unterschiedliche Schwimmbrillen mit, da ich Probleme mit den Silikon-/Kunststoffauflagen der Schwimmbrillen entwickle, wenn ich dieselbe über mehrere Stunden trage.
  • Muskelkater – Jedes mal nach solch langen Schwimmeinheiten bekommt vor allem die (Schwimm-)Hilfsmuskulatur einen Muskelkater ;o)
  • Unfallgefahr – Durch Ausrutschen auf nassen Fliesenböden, Zusammenprall mit anderen Schwimmern, die Überholen ohne Rücksicht auf andere; Tritte durch andere Schwimmer; etc.

Ich kann diese Veranstaltungen (überwiegend) nur empfehlen, denn sie bieten einen prima Trainingseffekt für das Schwimmen im Triathlon. Der Effekt ähnelt dem eines Trainingscamps oder kurzen Trainingslagers im Schwimmen. Nur ist das Preis-Leistungsverhältnis wesentlich besser! Wo kannst du sonst für durchschnittlich 5-10 EUR Eintritt 24h Schwimmen? Die anschließende Regenerationsphase sollte der eines Trainingslagers/-camps ähnlich sein.

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24h-Schwimmen in Haar 2011

Impression vom 24h-Schwimmen in Haar 2011
Impression vom 24h-Schwimmen in Haar 2011

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Am Wochenende der Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit von Samstag, 29.10., 13h bis Sonntag, 30.10.2011, 12h fand dieses Jahr zum 9. mal das 24h-Schwimmen in Haar 2011 statt. Austragungsort war wie gewohnt die 25m-Schwimmhalle am Jagdfeldring in Haar bei München.

Die Teilnehmerzahl war erfreulicherweise wieder auf 150 beschränkt, was trotz des Andrangs jedem 24h-Schwimmer ausreichend Möglichkeit (d.h. Platz) bot seine Kilometer zu sammeln.

Auch diesmal war die Anmeldung ca. eine Woche vor der Veranstaltung komplett ausgebucht, aber Nachmelder konnten bei Stornierungen oder Nichterscheinen von angemeldeten Teilnehmern problemlos nachrücken.

Wie „angedroht“, habe ich es dieses mal geschafft eine Gruppe zu organisieren, und wir sind als „Das A-Team“ mit 12 Teilnehmern (von ursprünglich 16) an den Start gegangen.

Das A-Team
Das A-Team

(Das A-Team nach dem Wettkampf – leider nicht mehr komplett…)

Ich war zwar bereits um 11h da, aber die Matten in der angrenzenden Mehrfachturnhalle (für diejenigen, die am Veranstaltungsort übernachten wollten) waren bereits (fast) alle (DLRG-intern?) belegt. Gut, dass ich meine Teammitglieder entsprechend vorgewarnt hatte, damit sie sich selbst Isomatten mitbringen sollten.

Einige von uns (darunter auch ich) hatten sich hohe Ziele gesetzt, die sie leider, leider aus gesundheitlichen Gründen nicht erreichen konnten. Alle Ersttäter unserer Gruppe haben ihre eigenen Erwartungen übertroffen. Wohingegen fast alle erfahrenen 24-Stunden-Schwimmer hinter ihren Zielen zurück blieben.

„Das A-Team“ hat es auf Anhieb mit einer Durchschnittsleistung von 17.221m pro Teilnehmer auf einen respektablen fünften Platz in der Gruppenwertung geschafft. Herzlichen Dank an alle Teammitglieder, die so eifrig und unermüdlich nicht nur die Kilometer für sich, sondern auch für das Gruppenergebnis gesammelt haben.

Urkunde A-Team
Urkunde A-Team

Mein Dank geht im einzelnen (in alphabetischer Reihenfolge) an: Bastian (unbekannter Weise), Claudia, Ferdinand, Gregor, Karin, Nadja, Oliver, Stefan, Thomas, Tom (unbekannter Weise), Vero (und Gabriel – der leider in der Teamwertung gar nicht auftaucht). Herzlichen Glückwunsch nochmals für eure großartigen Einzelleistungen und lieben Dank für eure Bereitschaft ein Wochenende zu opfern. Eine Goldmedaille hat sich jedes A-Team-Mitglied auf alle Fälle locker erschwommen.

Die Veranstaltung war wieder fabelhaft organisiert vom Ortsverband Haar des DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) Jugend e.V. unter der Orga-Leitung von Florian Klecker und der tatkräftigen Unterstützung vieler (aller?) seiner Mitglieder.

Kinder- u. Senioren-Schwimmbahn
Kinder- u. Senioren-Schwimmbahn

Die fünf abgeleinten Bahnen waren diesmal etwas deutlicher (als beim letzten mal) in Schwimmgeschwindigkeiten eingeteilt. Die erste Bahn war als „Kinder- und Seniorenbahn“ gekennzeichnet

Die Schnell- schwimmerbahn
Die Schnell- schwimmerbahn

und die fünfte Bahn als „Schnellschwimmer oder Kraulbahn“ (was hier allerdings gerade eher nach einer Kampfschwimmerbahn aussieht…).

Es gab durchgehend 24 Stunden lang einfaches, aber schmackhaftes, warmes Essen, „Snacks“ und Getränke (warm und kalt) zu moderaten Preisen. Heißes Wasser und Teebeutel gab es gratis, auch ein Isogetränk. Frühstück gab es ebenfalls in mehreren Variationen.

Diesmal hatten sich sieben Mitglieder aus unserem Team (Claudia, Gabriel, Karin, Stefan, Thomas, Vero [2 x] und ich) auch für jeweils eine Stunde zum Bahnenzählen zur Verfügung gestellt. So hatten wir auch einen guten Einblick in die Arbeit, welche die freiwilligen Helfer auf dieser Seite leisten.

Die fleißigen Bahnenzähler
Die fleißigen Bahnenzähler
Noch mehr fleißige Bahnenzähler
Noch mehr fleißige Bahnenzähler

Das öffnet die Augen für die vielen kleinen Ärgernisse, die Teilnehmer durch Unachtsamkeit und Rücksichtslosigkeit verursachen, die so völlig überflüssig sind, wenn jeder sein Gehirn einschalten würde, etwas mitdenken oder einfach nur zuhören würde, wenn die Regeln erklärt werden.

Beispiele für vermeidbare Fehler und weitere Ärgernisse:

* die Badekappen mit der Nummer zur Seite aufsetzen, anstatt mit der Nummer nach vorn, damit sie von den Bahnenzählern gelesen werden könnten.

* die Angeber-Rollwenden durchzuführen, die die Zählkarten auf den Bänken der Bahnenzähler durchweichen oder ins Becken zu springen und damit alle Umstehenden/-sitzenden naß zu spritzen – beiden hätte ich zu gern 200m von der Schwimmkarte gestrichen. Leider durfte ich das nicht ;o(

* oder vor den Bahnenzählern stehen bleiben und ein Schwätzchen halten, anstatt die Sicht freizugeben und das Schwätzchen (welches den Lärmpegel zusätzlich erhöht, so dass das Ansagen der Schwimmernummern erschwert wurde) woanders zu halten.

* oder die Bahnenzähler mitten im Zählen anzuquatschen, wenn ein ganzer Pulk Schwimmer am „Anschlagen“ war, anstatt zu warten bis etwas „Luft“ da wäre.

* Die meisten Schwimmer hielten sich halbwegs an die Schwimmetiquette, aber wie üblich gab es doch wieder welche, die schnellere Schwimmer absichtlich blockierten anstatt sich überholen zu lassen.

* Genauso gab es schnellere Schwimmer, die langsamere Schwimmern beim Überholen traten, schnitten oder überschwammen, anstatt darauf zu achten mit ausreichend Abstand zu überholen.

* Oder besonders lästig war es, wenn irgendein Schwimmer hinter dir, dir ständig auf die Füße patschte. Nicht weil er dich überholen wollte, sondern weil er unfähig war den richtigen Abstand zu halten.

* Gewundert habe ich mich allerdings auf der „Schwimmerbahn“ (= die Fensterbahn/Kraulschwimmerbahn/Schnellschwimmerbahn), dass selbst die Schwimmer dort teilweise nicht auf den Gedanken kamen die Mitte am Beckenrand für das Wenden frei zu lassen…Scheinbar gibt es auch da genug, für welche die Schwimmetiquette ein Fremdwort ist.

* Jeder, der beim Anschlagen an der Wand versucht einen anderen Schwimmer zu überholen, sollte bedenken, dass der andere Schwimmer keine Augen am Hinterkopf hat und nicht sieht, was hinter ihm vorgeht. Dann wird auch manche Reaktion verständlicher. Es ist noch keiner davon gestorben ein, zwei Sekunden später zu wenden.

* Das gleiche gilt für das Überholen auf der Bahn. Wenn du nicht in der Lage bist zügig zu überholen, dann solltest du es lassen. Wenn du überholst, dann solltest du auf den Gegenverkehr achten. Diese Regeln kennt jeder aus dem Strassenverkehr. Merkwürdig, dass viele Schwimmer zu solchen Transferleistungen nicht fähig sind.

Vielen Dank auch nochmals von meiner und der A-Team-Seite an die vielen, unermüdlichen, allzeit hilfsbereiten und freundlichen freiwilligen Helfer des 9. 24h-Schwimmens in Haar 2011. Ich bewundere euren Gleichmut, eure Freundlichkeit und Engelsgeduld, die ihr euch in den 24h bewahrt habt.

Ansicht der Schnellschwimmerbahn
Ansicht der Schnellschwimmerbahn

Auf der 5er-Bahn (der Fensterbahn) ließ es sich recht gut und flüssig (Kraul) schwimmen. Die 4er-Bahn war dann schon wieder durchwachsen: Entweder tummelten sich ein bis zwei (Schnellschwimmer-)Rüpel auf der Bahn, die meinten die Bahn für sich gepachtet zu haben und rücksichtslos die langsameren Schwimmer überschwammen oder du wurdest als zügiger Schwimmer durch superlangsame Kraulschwimmer oder Brustschwimmer ausgebremst.

Bewundernswert war die Ausdauer vieler „langsamer“ Schwimmer, die ihre Kilometer über einen längeren Wasseraufenthalt sammelten. Mit stoischer Gelassenheit zogen sie ihre Bahnen und wurden dafür mit einem dicken Kilometerpolster und vorderen Rängen in der Wertung belohnt.

Mir hat leider eine heftige Entzündung des Hautgewebes um die Augen aufgrund einer (kontakt-)allergischen Reaktion (vermutlich auf das PVC/Silikonzeugs im Schwimmbrillenmaterial) einen dicken Strich durch meine Kilometerplanung gemacht: Nach 15km war Schluß. Nichts ging mehr. Die Schmerzen um die Augenpartien ließen sich nur noch mit Eisbeuteln im Rahmen halten. Zusätzlich stellten sich bei mir auf den letzten drei Kilometern in immer kürzeren Intervallen Verspannungen in der Nackenmuskulatur ein, die mir die Arme blockierten. Wären es bloß die Verspannungen gewesen, dann hätte ich weiter gemacht. Und wenn es in 50m-Abschnitten gewesen wäre. Aber mit der Entzündung war leider weniger zu spassen. Meine Augen sahen aus, wie die einer Drogensüchtigen: Rot umrandet, faltig und aufgeschwollen.

Atemmäßig hatte ich bis dahin relativ geringe Beschwerden. Schließlich hatte ich mich – aus Erfahrung – gut mit Husten- und Bronchialtee und Hustenbonbons versorgt.

Thomas und Oliver mußten nach heftigsten Atembeschwerden (trotz ausreichendem Trinken?) den Wettkampf aufgeben. Vero konnte nach Schulterbeschwerden nicht mehr weiter schwimmen. Gabriel bekam Knieprobleme. Gute Besserung und Erholung euch allen!

Der prächtige Mondscheinschwimmerpokal wurde diesmal an den oder die TeilnehmerIN vergeben, der/die die meisten Kilometer in der Zeit von 1h bis 5h geschwommen war.

Die Marke der Gesamtkilomter von 1690km aus 2010 wurde diesmal mit 2173km locker überboten. Damit wurde die Latte für das nächste Jahr (das Jubiläumsjahr) entsprechend hoch gelegt.

Bei der Siegerehrung bekam jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin eine Urkunde. Ab 6050m gab es für die Erwachsenen eine Goldmedaille. Für die jeweils drei Erstplazierten gab es schöne Pokale. Leider hat es für das A-Team diesmal nicht ganz für einen Treppchenplatz gereicht. (Frei nach Paulchen Panther:) Heute ist nicht aller Tage. Wir kommen wieder, keine Frage!

Trotz der geringeren Strecke bin ich am Sonntag am späten Nachmittag wieder ins Koma gefallen, aus dem mich am nächsten Morgen um 6h ein Wecker unsanft wieder wach rüttelte. Wer am Wochenende Schwimmen kann, kann auch am Montag arbeiten…

Mein Ziel – die Marathonstrecke zu schwimmen – besteht weiter für nächstes Jahr. Jetzt habe ich zwölf Monate Zeit die allergische Entzündung und das Verspannungsproblem in den Griff zu bekommen, und eine schwimmbare Strategie auszuarbeiten. Mal sehen, ob und wieviel unverwüstliche Schwimmer aller Level und Triathleten sich für nächstes Jahr wieder zusammen finden werden, um diesen schönen, breitensportlichen Wettkampf ein weiteres mal gemeinsam als Gruppe zu bestreiten.

Das 24-Stundenschwimmen in Haar 2011 war erneut eine schöne, gut organisierte Veranstaltung mit familiären Charakter, die ich gerne jedem meiner Leser weiter empfehle. Für alle Triathleten kann ein 24h-Schwimmen im Oktober entweder der Abschluß der vergangenen oder bereits wieder ein Einstieg in die nächste Saison sein. (Frei nach O-Ton Oliver:) Wo hast du denn schon die Möglichkeit eine solch lange Strecke im Training zu absolvieren?

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Kraulschwimmen im Triathlon – Krafttrainingstipp für ein 24h-Schwimmen

Ein 24h-Schwimmen ist eine ungewöhnlichere Ausdauerherausforderung im Schwimmen für Triathleten. Wenn es im Herbst stattfindet, bietet es sich als Saisonabschluss und/oder als lange Trainingseinheit an. Wo sonst wirst du freiwillig (?) so lange Strecken schwimmen?

Letztes Jahr hatte ich ca. eine Woche lang leichte Schulterprobleme (Rotatorenmanchette) nach der Halbmarathon-Strecke im Kraulschwimmen. Dieses Jahr – da ich die doppelte Strecke (Marathon) anpeile (mal sehen ob es klappt) – wollte ich meine Schultern etwas besser auf die ungewohnt lange Belastung vorbereiten und habe zusätzliches Kräftigungstraining für diesen Bereich, mindestens zwei mal pro Woche, eingeplant.

Die Übungen, die ich verwende, findest du hier und da

Wieviele Sets, mit wievielen Wiederholungen, mit wieviel Zusatzgewicht ist abhängig von deinen individuellen Voraussetzungen, d.h. das mußt du selbst austesten. Versuche die Übungen möglichst langsam und korrekt auszuführen.

Die Übungen lassen sich (mit/ohne Zusatzgewicht) auch in die Aufwärmphase an Land vor einer Schwimmeinheit einbauen.

Als extra Krafttrainingseinheit (oder Kräftigungstrainingseinheit) solltest du der Übungsausführung mit Zusatzgewichten (oder zusätzlichen Widerstand) eine ca. 10 minütige Aufwärmphase voranstellen. Diese dient deiner Verletzungsprophylaxe. Zum Aufwärmen führst du die Übungen ohne Zusatzgewicht (oder mit leichteren Zusatzgewichten, als im Hauptteil deiner Trainingseinheit) aus. Dann beginnst du mit geringem Zusatzgewicht. Das kann beispielsweise von 0,5-1kg (für die Damen) bis zu 2kg (für die Herren) reichen. Mehr Zusatzgewicht wird bei diesen Übungen lt. der Anleitung nicht empfohlen.

Bei Schmerzen solltest du aufhören, da sie ein Anzeichen dafür sind, dass du etwas falsch machst (falsche Übungsausführung, Überlastung oder beides).

Als Zusatzgewicht oder zusätzlicher Widerstand eignen sich Kurzhanteln, Gewichtsmanchetten, Wasserflaschen, schwere Bücher, ähnliches, Therabänder (oder Derivate) oder Tubes.

Die Übungen sind generell sehr nützlich für alle, die öfters Probleme im Bereich der Schulterrotatoren (Rotatorenmanchetten) entwickeln. Sie sind auch zu Hause leicht mit geringem Geräteaufwand auszuführen, d.h. du benötigst kein Fitness-Studio dafür.

Grundsätzlich solltest du deinen gesamten Körper mit etwas Krafttraining und Stabitraining auf eine solch ungewohnt lange Belastung wie bei einem 24h-Schwimmen vorbereiten. Denn auch deine Körperspannung wird darunter leiden und der Abstoss vom Beckenrand wird dir mit fortschreitender Schwimmzeit immer schwerer fallen.

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24h-Schwimmen in Mainburg – Schwimmen für einen guten Zweck

Hallo liebe Blogbesucherin und lieber Blogbesucher,

hast du Zeit und Lust am 30./31. Juli in Mainburg an einem 24h-Schwimmen mit der Ortsgruppe von UNICEF teilzunehmen? Einzige Bedingung: Du solltest in der Lage sein mindestens 20km in den 24h herunterzureissen, da die Gruppe unbedingt den ersten Platz gewinnen möchte.

Mainburg liegt ca. 80 km/1 Stunde Autofahrt von München entfernt.

Für Schnellentschlossene der Münchener Gegend gibt es sogar eine Mitfahrgelegenheit ab München. Bei Interesse an der Mitfahrgelegenheit und weiteren Infos zur UNICEF-Gruppe bitte Gregor Jungheim unter der E-Mail Adresse scrippler@hotmail.com kontaktieren.

Homepage des 24h-Schwimmens in Mainburg

Homepage der Unicef Ortsgruppe Mainburg

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checkliste 24h-schwimmen, checkliste 24 stunden schwimmen,
Checkliste für ein 24h-Schwimmen – Veras Triathlon-Blog – Schwimmstudio.de

Nachfolgend findest du eine Liste der Dinge zusammen gestellt, die sich für mich bei einem 24-Stunden-Schwimmen als nützlich erwiesen haben.

CHECKLISTE ZUM SCHWIMMEN

  • mehrere Schwimmanzüge/Badeanzüge (für Damen) oder Schwimmhosen/Badehosen (für Herren), denn es ist angenehm jedesmal mit trockener Badebekleidung ins Wasser zu steigen
  • Schwimmbrille plus Ersatzbrille, wenn eine Schwimmbrille kaputt geht, dann stehst du erst einmal mit einer undichten Schwimmbrille oder ohne da. In stark gechlortem Wasser kein Vergnügen!
  • zwei Badetücher, denn auch da ist es angenehm immer ein Badetuch zu haben, das halbwegs trocken ist.
  • Badeschlappen
  • Ohrenstöpsel (wenn du welche brauchst)
  • Nasenklammer (wenn du eine brauchst)
  • Sportgetränkeflasche (Plastik)
  • Kontaktlinsen (wenn du welche trägst)
  • eine Bademütze/Schwimmmütze/Badekappe. Manchmal bekommst du diese vom Veranstalter gestellt, manchmal aber auch nicht. Manchmal bekommst du nur zeitweise eine Badekappe gestellt, die du dir mit anderen Schwimmern teilst. In diesem Fall finde ich eine eigene Badekappe hygienischer, die ich unter die gestellte Badekappe ziehen kann.

Falls das 24h-Schwimmen im Freien stattfindet, zusätzlich

  • Sonnenschutzmittel
  • Sonnenschutzbekleidung, UV-Schutzbekleidung (Surfer-Shirt o.ä.)
  • dunkel getönte oder verspiegelte Schwimmbrille

CHECKLISTE FÜR DIE RUHEZEITEN

besonders, wenn du direkt am Veranstaltungsort (d.h. in der Schwimmhalle oder einer angeschlossenen Turnhalle) übernachten willst.

  • Ohropax
  • Isomatte
  • Schlafsack
  • Kopfkissen (wenn du brauchst – du kannst auch deine Bekleidung oder das andere Badetuch dazu benutzen)
  • Taschenlampe
  • Wärmebekleidung
  • Zelt für das Campieren auf einer Wiese

CHECKLISTE FÜR DIE ERNÄHRUNG

bei Eigenverpflegung, wenn du dich nicht auf das Verpflegungsangebot des Veranstalters verlassen willst.

  • Energieriegel, Müsliriegel, für die ganz hartgesottenen auch Gels
  • Obst (Äpfel, Birnen, Trauben, Kiwi, …)
  • Süßigkeiten (Schokolade, Schokoriegel, Kekse, …je nach Jahreszeit auch Lebkuchen, Stollenkonfekt und Dominosteine ;o))
  • Deftiges (Wurst-/Käsebrötchen)
  • Salziges (Salzgebäck wie Salzstangen, Brezeln …)
  • viel zu trinken – es muss für 24 Stunden reichen! (2-8 Liter solltest du schon einpacken; Mineralwasser, Isogetränke, Fruchtsäfte, Coke, Kaffee, Tee, …) Ansonsten kannst du meistens auch etwas kaufen;
  • Kamillentee, Fencheltee, Husten- und Bronchialtee, sonstige Kräutertees, alles was gegen den auftretenden Hustenreiz beim längeren Schwimmen in stark gechlortem Wasser hilfreich ist)
  • Hustenbonbons (gegen den Hustenreiz)
  • Umckaloabo (gegen den Hustenreiz)

CHECKLISTE FÜR DIE HYGIENE

  • Duschgel
  • Shampoo
  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Bürste/Kamm
  • Seife/Waschlappen

CHECKLISTE SONSTIGES

  • Fotoapparat (für lustige Schnappschüsse)
  • Lesestoff
  • Brettspiel (in einer Gruppe)
  • Augentropfen (wer zu Augenentzündungen neigt, sollte sich spezielle Augentropfen verschreiben lassen)
  • Ohrentropfen (wer Ohrenproblem hat)
  • Kontaktlinsenbox (falls du Kontaktlinsenträger bist)
  • Kontaktlinsenmittel (falls du Kontaktlinsenträger bist)
  • Brille (falls du Brillenträger/Kontaktlinsenträger bist)
  • Brillenetui (falls du Brillenträger bist)
  • Papiertaschentücher
  • Müllbeutel (für den kleinen Abfall zwischendurch)
  • (Reise-)Wasserkocher
  • Thermoskanne (mit Becher)

Wenn du noch weitere Punkte hast, von denen du denkst, dass sie wichtiges Equipment bei einem 24h-Schwimmen wären, dann erweitere diese Liste über die Kommentarfunktion.

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(c) 2010-2016 Vera Honoschenko. Alle Rechte vorbehalten.

Häufige Fragen zum 24h-Schwimmen

Impression vom 24h-Schwimmen in Haar 2010
Impression vom 24h-Schwimmen in Haar 2010

Nachfolgend findest du eine Reihe von Fragen und Antworten rund um eine 24h-Schwimmen-Veranstaltung.

Was ist ein 24h-Schwimmen?
Eine Breitensport-Veranstaltung für Jedermann und Jederfrau. Jeder Schwimmer und jede Schwimmerin kann daran teilnehmen, der/die in der Lage ist mindestens 50m am Stück zu schwimmen.

Wie lange dauert ein 24h-Schwimmen?
Die Veranstaltung geht über volle 24 Stunden. Sie findet um das Wochenende statt, d.h. sie beginnt am Freitag oder Samstag und endet – nach 24 Stunden – am Samstag oder Sonntag. Genaue Details lassen sich der jeweiligen Ausschreibung des Veranstalters entnehmen.

Muss ich 24h „durchschwimmen“?
Nein. Du kannst so oft wie du willst das Wasser verlassen und eine Pause nach deinem Bedarf machen. Beispiel: 1 Std. schwimmen – 30 min Pause im Wechsel. Du kannst dazwischen (zwischen deinen „Wassereinheiten“) sogar das Bad verlassen, über Nacht zu Hause schlafen, am nächsten Tag wieder kommen und weiter schwimmen. Wie gesagt: Du hast 24 Stunden Zeit zu schwimmen. Wieviel und wie lange Pausen du machst oder wieviel und wie lang du am Stück schwimmen willst, bleibt dir überlassen.

Wo findet ein 24h-Schwimmen statt?
Ein 24h-Schwimmen findet in einer Schwimmhalle oder einem Freibad statt. Die meisten Schwimmhallen verfügen über 25m-Bahnen. Die meisten Freibäder verfügen über 50m-Bahnen. Es werden Trennungsleinen eingehängt, so dass meist fünf (5) oder mehr Bahnen zur Verfügung stehen. Manchmal werden auch 50m-Bahnen quer abgehängt, was dann ca. 17 x 25m Bahnen ergibt. Auf diese Bahnen verteilen sich die Schwimmer. Es gibt aber auch Veranstaltungen, die im Freiwasser statt finden.

Wie sind die Schwimmbahnen bei einem 24h-Schwimmen aufgeteilt?
Meistens sind die Schwimmbahnen bei einem 24h-Schwimmen nach der Schwimmgeschwindigkeit aufgeteilt. Kinder bekommen oft eine eigene Bahn. Manchmal besteht die Möglichkeit (beispielsweise für einen Verein mit einer großen Teilnehmerzahl) eine Bahn zu reservieren. Entweder findet sich diese Information in der Ausschreibung oder du mußt sie direkt mit dem Veranstalter abklären.

Wieviele Teilnehmer gibt es bei einem 24h-Schwimmen?
Das ist sehr unterschiedlich. Das reicht von 70 bis über 600 Teilnehmer. Es gibt
Veranstaltungen mit einem Teilnehmerlimit und es gibt Veranstaltungen ohne Teilnehmerlimit. Findet die Veranstaltung in einem 50m-Becken statt, können mehr Schwimmer an einem 24h-Schwimmen teilnehmen als in einer Halle mit 25m-Bahnen. Ob eine Veranstaltung ein Teilnehmerlimit vorsieht oder nicht, läßt sich der Ausschreibung des Veranstalters entnehmen.

Wie alt muss ich sein, um bei einem 24h-Schwimmen teilnehmen zu dürfen?
Minderjährige, also Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren) benötigen eine schriftliche Einverständniserklärung ihrer Eltern. Wenn du minderjährig bist und über 22h hinaus schwimmen willst, sollte mindestens eine erziehungsberechtigte Person mit dabei sein. Die genauen Bedingungen stehen in der Ausschreibung oder sind beim Veranstalter zu erfragen.

Wieviel muss ich bei einem 24h-Schwimmen schwimmen?
Jede(r) Teilnehmer(in) an einem 24h-Schwimmen schwimmt soviel wie er/sie Lust und Laune hat. Manchmal lassen sich auch Schwimmabzeichen mit der Veranstaltung ablegen (Seepferdchen, Totenkopfabzeichen etc.). Genaue Infos finden sich meist in der Ausschreibung oder frage direkt beim Veranstalter an.

In welcher Schwimmart muss ich bei einem 24h-Schwimmen schwimmen?
Es ist völlig egal in welcher Schwimmart der/die Teilnehmer(in) schwimmt: Brust, Kraul, Rücken, Delfin und alles gemischt. Mit Kraul kommst du logischerweise am schnellsten und kraftsparendsten voran, falls du Kilometer sammeln möchtest. Aber auch die Brustschwimmer sind immer gut mit dabei.

Welche Wertungen gibt es beim einem 24h-Schwimmen?
Die Wertungen sind von Veranstaltung zu Veranstaltung etwas unterschiedlich. Gemeinsam ist allen, dass jede(r) Teilnehmer(in) eine Urkunde erhält. Es geht darum, dabei gewesen zu sein. Wer mehr Ehrgeiz hat, kann natürlich auf Kilometerleistung schwimmen.
Allgemeine Wertungen sind:
Teilnehmer weiblich
Teilnehmer männlich
Gruppen/Vereine/Familien
Oft gibt es noch Sonder- oder Ehrenwertungen und die Wertung nach Altersklassen.
Ab dem erreichen einer bestimmten Strecke (in km) gibt es Medaillien. Die zu erreichenden Strecken unterscheiden sich je nach Wertung. Für die drei Besten jeder Wertung gibt es oft einen Siegerpokal.

Wie wird eine Gruppe bei einem 24h-Schwimmen gewertet?
Bei einem 24h-Schwimmen zählt die Durchschnittsleistung aller Gruppenmitglieder. Das heißt, es werden die erschwommenen Kilometer aller Gruppenmitglieder zusammengeszählt und durch die Anzahl der Gruppenmitglieder geteilt.
Beispiel: Eine Gruppe hat sechs Mitglieder.
Schwimmerin 1 : 19km,
Schwimmer 2 : 17km,
Schwimmerin 3 : 12km,
Schwimmer 4 : 20km,
Schwimmer 5 : 19km,
Schwimmerin 6 : 7km
Gesamtleistung: 94km : 6 Teilnehmer = 15, 67km Durchschnittsleistung

Welche Bekleidung ist beim 24h-Schwimmen zugelassen?
Die zugelassene Bekleidung ist von Veranstaltung zu Veranstaltung unterschiedlich. Manche halten sich an die FINA-Regeln für Schwimmbekleidung. Bei anderen darf man zwei Badeanzüge übereinander tragen, Triathloneinteiler, Neo-Shorties, Speedsuits oder gar Neoprenanzüge (Fullsuit). Details dazu lassen sich der Ausschreibung des jeweiligen Veranstalters entnehmen.

Welche Hilfsmittel sind bei einem 24h-Schwimmen erlaubt?
Bei einem 24h-Schwimmen sind keine Hilfsmittel (wie beispielsweise Pullbuoy, Kickpull, Flossen, Schnorchel, Neoprenanzug etc.) erlaubt. Falls doch, steht es in der Ausschreibung des Veranstalters.

Wo kann man bei einem 24h-Schwimmen übernachten?
Je nachdem zu welcher Jahreszeit ein 24h-Schwimmen statt findet, werden
Übernachtungsmöglichkeiten auf Rasenflächen (Camping), in Turnhallen oder in unmittelbarer Nähe des Beckens geboten. Es empfiehlt sich Schlafsack und Isomatten mitzunehmen und was man sonst noch zum Übernachten benötigt. Ohropax sind zweckmäßig. Wenn Zelte zur Verfügung gestellt werden, wird oft ein Pfand verlangt, welches zurück erstattet wird, wenn das Zelt in ordnungsgemäßem Zustand verlassen wird.

Wie verpflegt man sich bei einem 24h-Schwimmen?
In erster Linie ist bei einem 24h-Schwimmen Eigenverpflegung angesagt. Man bringt sich selbst mit, was man braucht. Zusätzlich bieten die meisten Veranstalter während des gesamten Events unterschiedliche Speisen und Getränke zu fairen Preisen an.

Wie hoch ist die Startgebühr bei einem 24h-Schwimmen?
Auch das variiert von Veranstaltung zu Veranstaltung. Die Startgebühr liegt meistens um die 10,00 EUR (Stand: 2010). Details sind ebenfalls der jeweiligen Ausschreibung zu entnehmen.

Wieviel Teilnehmer bilden eine Gruppe bei einem 24h-Schwimmen?
Das wird unterschiedlich von Veranstaltung zu Veranstaltung gehandhabt. Meistens liegt die Mindestanzahl bei fünf (5) Teilnehmer für eine Gruppe bei einem 24h-Schwimmen. Details dazu findet man ebenfalls in der Ausschreibung des jeweiligen Veranstalters. Manchmal gibt es auch ein Teilnehmerlimit pro Gruppe (oder Verein). Und/oder ein Limit der Schwimmer einer Gruppe, die gleichzeitig schwimmen dürfen.

Wie meldet man sich für ein 24h-Schwimmen an?
Entweder über die Online-Anmeldung auf der Homepage des Veranstaltung, per Fax oder direkt am Veranstaltungstag bei der Veranstaltung. Details zur Anmeldung findest du in der jeweiligen Ausschreibung.

Wie meldet man eine Gruppe für ein 24h-Schwimmen an?
Dafür gibt es meistens ein gesondertes Anmeldeformular auf der Homepage des Veranstalters. Details zur Anmeldung findest du in der jeweiligen Ausschreibung.

Wie werden die Bahnen bei einem 24h-Schwimmen gezählt?
Am Beckenrand sitzen pro Bahn mindestens einer, meistens sogar zwei freiwillige Helfer des Veranstalters, die für dich deine geschwommenen Bahnen zählen. Du bekommst bei der Abholung deiner Startunterlagen eine Schwimmkarte und eine Bademütze mit deiner Startnummer. Die Schwimmkarte gibst du bei den freiwilligen Helfern „deiner“ Schwimmbahn ab. Die Schwimmütze bist du verpflichtet zu tragen. Deine Startnummer sollte auf deiner Stirnseite sein, damit die Bahnenzähler dich erkennen können und deine Bahnen korrekt auf deiner Schwimmkarte eintragen können.

Wie trainiert man für ein 24h-Schwimmen?
Das hängt davon ab, wie dein bisheriges Training ausgesehen hat, und was du erreichen möchtest. Wenn du das ganze Jahr über halbwegs regelmäßig zum Schwimmen gehst (mindestens 2 x pro Woche) und dabei ca. 1,5 bis 3km pro Einheit schwimmst, solltest du in 24 Stunden ohne spezielles Training so um die 20km schwimmen können. Je größer die Kilometerleistung, die du erschwimmen willst, desto mehr mußt du dafür trainieren, denn die Kilometerleistung pro „Wassergang“ muss größer sein.

Welche Rekorde gibt es im 24h-Schwimmen?
Offizielle Rekorde gibt es scheinbar keine. Aktuell habe ich im Forum von swimtalk.net die folgenden Angaben gefunden:
2010: hat Anna-Lena Klee mit 65,0 km (2.600 Bahnen) in Mellrichstadt beim 24h Schwimmen einen neuen Deutschen Rekord aufgestellt.
…also Jonas Nauck hat mal über 80 KM geschafft

Diese Liste wird kontinuierlich erweitert.

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24-Stunden-Schwimmen in Haar 2010

Impression vom 24-Stunden-Schwimmen in Haar 2010
Impression vom 24-Stunden-Schwimmen in Haar 2010

Am Wochenende des 30./31.Oktober 2010 fand zum 8. mal das 24-Stunden-Schwimmen in Haar , im Jagdfeldbad, statt, an dem ich zum ersten Mal teilgenommen habe.

Bei einem 24-Stunden-Schwimmen schwimmst du innerhalb von 24 Stunden so viele Kilometer wie möglich. Dabei kannst du so lange im Wasser bleiben wie du willst, und so viele Pausen machen wie du willst. Du kannst in jeder Schwimmart (Kraul, Brust, Rücken, Delfin, Rückengleichschlag oder gemischt) schwimmen, aber solltest 50m am Stück schwimmen können. Auch am Beckenrand kannst du jederzeit eine kurze Pause einlegen. Es ist ein Breitensportevent, d.h. jeder kann daran teilnehmen, der obige Bedingung erfüllt.

Zählen musst du deine geschwommenen Bahnen „gottseidank“ nicht selbst. Dafür sitzen ein bis zwei „Bahnenzähler“ aus dem fleissigen Team des DLRG Jugend OV Haar e.V. am Beckenrand und füllen eine Schwimmkarte für dich aus. (Ich muss gestehen, dass ich nach ca. 10km schwimmen nicht einmal mehr bis zwölf zählen konnte. ;o(, war also um so dankbarer für den tollen Service.) Erkannt wirst du an einer Bademütze mit deiner Startnummer darauf, die du bei Abholung deiner Startunterlagen (Schwimmkarte und Bademütze) erhältst.

Ausrichter dieses 24-Stunden-Schwimmens ist DLRG Jugend OV Haar e.V. (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Landesverband Bayern – Bezirk Oberbayern – Ortsgruppe Haar e.V. – Jugend). Die Anzahl der Teilnehmer war auf 150 Athleten/Athletinnen beschränkt. Damit sollte sicher gestellt werden, dass es auf den fünf 25m-Bahnen nicht zu voll wird. Ca. eine Woche vorher war die Veranstaltung bereits ausgebucht. Trotzdem waren noch Nachmeldungen möglich, da bei Absagen Athleten nachrückten, die auf einer Warteliste standen.

Ursprünglich wollte ich eine Gruppe zusammen bekommen. Den Gruppennamen hatte Thomas gestiftet: „Bob Deutschland 1“. Aber auf mein Rundschreiben hatten sich von 15 AthletInnen gerade mal zwei zur Teilnahme bereit gefunden: Thomas und Maria. Maria brachte dann noch Kathrin mit, so dass wir zu viert waren. Leider brauchte man mindestens 5 Personen, um sich als Gruppe melden zu können.

Ich war um 11:00h da. Thomas kam gegen 12:30h nach. Maria und Kathrin waren hart im Nehmen: Ein 24-Stunden-Schwimmen allein, reichte ihnen nicht aus: Maria nutzte den schönen Oktobertag zum Mountainbiken und Kathrin zum Klettern. Die beiden stießen dann gegen 20h zu uns.

Zu Beginn der Veranstaltung um 13:00h herrschte ein ziemliches Gedränge auf den fünf 25m-Bahnen, welches sich jedoch mit fortschreitender Dauer lichtete, so dass wir dann – vor allem später nachts und früh morgens – gut und unbehindert unsere Bahnen ziehen konnten.

Das Wasser hatte eine angenehme Schwimmtemperatur, war aber stark gechlort, was bei mir ab ca. 10km zu Atembeschwerden in Form eines ständigen Hustenreizes und sodbrennenartigem Gefühl in der Luftröhre geführt hat. Ich hatte glücklicherweise eine Packung Hustenbonbons und ein Fläschchen Umckaloabo dabei, die über die übelsten Beschwerden hinweg halfen. Die starke Chlorierung war notwendig, sonst wäre das Wasser „umgekippt“ wenn ca. 150 Personen 24 Stunden lang mehrfach ihre Bahnen ziehen – was wahrscheinlich zu weit bedenklicheren Gesundheitsbeschwerden geführt hätte.

Wer wollte, konnte in der angrenzenden Mehrfachturnhalle übernachten, in welcher großzügig Bodenmatten verteilt waren. Ausgerüstet mit Schlafsäcken und Isomatten hatten wir es uns im ersten Hallenteil bequem gemacht, was vielleicht ein Fehler war. Auch wenn die Lüftung gleichmäßig rauschend, ein fast einschläferndes Hintergrundgeräusch erzeugte, so ließen einen die, über den jede Schwingung weitertragenden Hallenboden, „schwebenden Gazellen“ (O-Ton Thomas) – in Form von ein paar „ADSH-Kiddies“ – die bis ca. 3h morgens durch die Gegend tobten, einen wirklich erholsamen Schlaf in den Schwimmpausen nicht zu.

Verpflegungstechnisch hatten wir uns hauptsächlich mit hochkalorischen, kleinen „Vor-Weihnachtsschweinereien“ wie Lebkuchen, Spekulatius, Dominosteinen, Minimarzipanstollen und Schokolade eingedeckt – was wesentlich besser schmeckt, als der zähe „Kaugummi“ und „galaktische Schleim“ von Powerbar & Co. Damit es nicht ganz so ungesund aussieht, wurde unser Proviant von Obst, belegten Broten und Salzgebäck vervollständigt. Ausreichend zu trinken war sehr wichtig; auch da war jeder von uns gut versorgt. Die Veranstalter boten darüber hinaus zu überaus zivilen Preisen ein reichhaltiges Abendessen und Frühstück an. Und es war durchgehend möglich – ebenfalls sehr preisgünstig – Getränke und Snacks am Schwimmbad-Kiosk zu erwerben.

Als besonderes „Schwimm-Leckerli“ gab es das Mondscheinschwimmen in der Zeit von 1:00h bis 4:00h, was aufgrund der Zeitumstellung dann vier Stunden dauerte. Dabei gab es einen schönen Pokal zu gewinnen.

Thomas und ich wollten als erstes Ziel eine Goldmedaille erschwimmen (6050m) und als zweites einen Halbmarathon schwimmen, und das haben wir auch geschafft. Kathrin und Maria wollten eine Goldmedaille erschwimmen und dann einfach mal sehen was geht. Kathrin hat sich 10km erschwommen und Maria 15km. Da wir alle (bis auf Thomas) Ersttäter waren, sind wir hochzufrieden mit unseren Leistungen. Inoffizielle Gruppengesamtleistung von „Bob Deutschland 1“: 67.250m. Durchschnittsleistung: 16.812,5m, was dieses Jahr sogar für einen dritten Platz in der Gruppengesamtwertung ausgereicht hätte.

Die Schwimmleistungen – sowohl in den einzelnen Kategorien als auch gesamt – wurden regelmäßig an einer Tafel ausgehängt, so konnte jeder TeilnehmerIn seinen/ihren Stand in der Wertung verfolgen.

Faszinierend fand ich meine mentale Leistung: Solange ich das Ziel vor Augen hatte, ging alles. Zwar verlangte es jedesmal eine etwas größere Überwindung des inneren Schweinehundes, nach 30 oder 60 Minuten Pause wieder ins Wasser zu steigen, aber sobald ich im Wasser war, ging es prima. Als ich aber mein Ziel (den Halbmarathon) erreicht hatte, war es aus. Die Müdigkeit und das Anstrengungsempfinden setzte ein und keine zehn Pferde hätten mich nochmals ins Wasser gebracht.

Bis auf ein paar wenige Ausnahmen haben sich alle SchwimmerInnen auf unserer Bahn super nett und korrekt verhalten, das heißt, sie haben die schnelleren überholen lassen, sind rechts geschwommen, dass überholt werden konnte und es wurde die Bahnmitte an den Wänden frei gelassen, dass ankommende Schwimmer wenden konnten.

Den Abschluss des 24-Stunden-Schwimmens bot die große Siegerehrung. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin bekam eine Urkunde und die meisten haben sich eine Medaille erschwommen. Die ersten drei Bestleistungen (in den Kategorien männlich Kinder und Jugendliche, weiblich Kinder und Jugendliche, männlich Erwachsene und weiblich Erwachsene, Gruppen und Mondscheinschwimmer) wurden jeweils mit einem Pokal honoriert. Dort habe ich erst gesehen, wieviele Kinder und Jugendliche bereits phantastische Streckenleistungen hingelegt hatten. Kleine „Stöpsel“ (sowohl Mädels als auch Jungs) von 5 oder 6 Jahren schwammen bereits 2000m und mehr.

Dieses Jahr wurde ein neuer Gesamtstreckenrekord aufgestellt: Insgesamt wurden 1690km erschwommen. Der Organisationsleiter Florian Klecker kam leider erst sehr spät vorbei, um die anwesenden AthletInnen zu weiteren Leistungen zu animieren, da er eine Wette am Laufen hatte, die er leider verlor: die 1700km wurden nur knapp verfehlt. Also lieber Florian: Das nächste mal einfach etwas früher motivieren, dann hätten vielleicht sogar wir vier die 10km noch für dich heruntergerissen ;o)

Selten habe ich mich so alt gefühlt: Alles tat mir weh. Die ersten Schmerzen setzten so nach ca. 10km ein, aber verschwanden beim Schwimmen bzw. waren auszuhalten.
Meine Ellenbogen und Schultergelenke beschwerten sich über die ungewohnt lange Belastung. Rückenschmerzen traten bei mir jeweils in den Pausen verstärkt auf, obwohl mir meine Wirbelblockade beim Schwimmen sonst keinerlei Probleme bescherte.

Am Sonntag Nachmittag zuhause habe ich erst einmal ausgepackt und bin dann ins Koma gefallen, aus dem ich erst am Montag gegen 5:30h wieder erwachte.

Der sich ebenfalls am Montag deutlich bemerkbar machende Muskelkater am gesamten Oberkörper/Rumpf ließ mich dann an die Spitzenschwimmer denken, die täglich ca. 12km runterschrubben und ich empfinde erneute Hochachtung vor dieser Leistung.

Herzlichen Dank an Maria, Kathrin und Thomas, die bereit waren diesen Wochenendspass mitzumachen und Gratulation zu euren tollen Leistungen!

Es war eine sehr schöne Veranstaltung mit familiärer Atmosphäre und professionell – ich würde sagen: perfekt – organisiert.

Vielen herzlichen Dank an die Veranstalter, die DLRG Jugend OV Haar e.V. und ihren Organisationsleiter Florian Klecker! Ihr seid ein phantastisches, perfekt eingespieltes Team und habt eine tolle Breitensportveranstaltung auf die Beine gestellt. Nächstes Jahr werde ich wieder mit dabei sein und diesmal hoffentlich zusammen mit einer Gruppe an den Start gehen können.

PS. Das Foto muss irgendwann früh morgens aufgenommen worden sein, weil so wenig war – außer spät nachts und früh morgens – sonst definitiv nicht los!

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