Archiv der Kategorie: Triathlon-Humor

Eskimos Kühlschränke verkaufen – Kurioses und Absurdes im Kraulschwimmen

Eskimos Kühlschränke verkaufen - Kurioses und Absurdes im Kraulschwimmen
Eskimos Kühlschränke verkaufen – Kurioses und Absurdes im Kraulschwimmen
Neues aus dem triathletischen Absurdistan in Training und Wettkampf, wenn es um das Kraulschwimmen geht.

Ich nenne es den

Equipment-Overkill


Der Hammer war bei einem Triathlon-Wettkampf, wo ich mal als Zuschauer dabei war.

Wassertemperatur lag wohl unter 22°C. Sonst hätten die Veranstalter die Neoprenanzüge verbieten müssen…

Hochsommer.

Außentemperatur/Lufttemperatur war ca. 35°C.

Gewässer – wo die erste Disziplin stattfand – war ein Flüßchen, in dem die Athleten stehen (!) konnten.

Die Wasserwacht war auch mit großer Mannschaft und Ausrüstung vor Ort.

Triathlon-Wettkämpfe werden gern von einem Triathlon-Markt begleitet.

Gute Gelegenheit für schlaue Marketer Kaufwilligen überflüssiges Gerümpel zu verkaufen.

Und so kam es auch.

Ich wiederhole noch mal:

Wettkampf!

Wassertiefe ca. 1,20m!

Die meisten der Athleten starteten mit Neoprenanzug!

Mannschaftsaufgebot der Wasserwacht!

Beim Start habe ich mich gewundert, was für orangefarbene Beutelchen* ca. 90% der Athleten an den Hüften hatten.

* noch ein Zusatz für das triathletische Absurdistan: Glattneopren, um Reibungswiderstand (= eine Form von Wasserwiderstand) zu reduzieren und Umhängetäschchen mit Rettungsboje, um Wasserwiderstand zu erhöhen! So etwas nenne ich absurd.

Des Rätsels Lösung:

Ein schlauer Marketer hatte diesen Athleten noch eine Rettungsboje verkauft, die sich diese Leute doch tatsächlich

  • im Wettkampf (!)
  • mit Neoprenanzug (!)
  • bei einer Wassertiefe von durchschnittlich ca. 1,20m (!)
  • und Mannschaftsaufgebot an Wasserwacht (!)

um die Hüften geschnallt haben!

Dem Marketer kann ich nur gratulieren.

DAS IST ESKIMOS KÜHLSCHRÄNKE VERKAUFEN.

Das mußt du dir erst einmal auf der Zunge zergehen lassen!

Denn wenn du bei einer Wassertiefe von 1,20m, mit Neoprenanzug befürchtest zu ertrinken*, hast du defintiv ein Problem mit deiner Kraultechnik.

* Du kannst auch in einer Pfütze ertrinken. Aber dazu brauchst du weder Neoprenanzug noch Rettungsboje. Und beides nützt dir nichts.

Da kann ich nur sagen: Lerne erst einmal richtig Kraulschwimmen.

Trainingsangebot

Kraultechnik lernen und verbessern speziell für erwachsene Späteinsteiger ins Kraulschwimmen - Workshops, Videoanalysen und Trainingspläne - Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de
Kraultechnik lernen und verbessern speziell für erwachsene Späteinsteiger ins Kraulschwimmen – Workshops, Videoanalysen und Trainingspläne – Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de
  • Willst du lernen ohne Schwimmhilfen Kraul zu „schwimmen„?
  • Anstatt mit Schwimmhilfen (Neoprenanzug, Pullbuoy, Flossen, Schnorchel etc.) nur nicht „unter-zu-gehen“?

  • Willst du Kraul „schwimmen“ lernen, so wie Kraulchwimmen gemeint ist: Nur das Wasser. Und du?
  • Anstatt dich mit Schwimmhilfen nur „über-Wasser-zu-halten“?

  • Willst du dich im Wasser endlich sicher fühlen, weil du Kraulschwimmen KANNST und das Wasser VERSTEHST?
  • Anstatt gegen das Wasser zu kämpfen und Angst haben zu müssen „unter zu gehen“?

Buche den 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshop 1 (WS-1) und lerne dir die Grundlagen einer Kraultechnik, die dich tatsächlich vorwärts bringt. Lerne eine Kraultechnik, die dich in die Lage versetzt ohne Schwimmhilfen Kraul zu schwimmen. Schaffe dir so eine Basis für bessere Schwimmzeiten im Kraulschwimmen.

Lerne wie du die Inhalte deines Trainings so veränderst, daß sie deinem Zeitbudget gerecht werden und trotzdem bessere Schwimmergebnisse bringen. Lerne endlich richtig Kraul „schwimmen“ anstatt dich mit Schwimmhilfen nur über Wasser zu halten.

  • Du möchtest dein Verbesserungspotenzial im Detail kennenlernen? Konkrete Hinweise zu Ursachen, Folgen und Korrekturen?

Buche eine Kraultechnik-Videoanalyse*, wenn du das genau wissen willst. Und was du wie in den nächsten 6-12 Monaten verbessern müßtest, um zukünftig leichter und schneller Kraul zu schwimmen

  • Du weißt nicht, mit welchen Fokuspunkten du deine Kraultechnik verbessern mußt um leichter und schneller Kraul zu schwimmen?

Buche die Kraultechnik-Trainingspläne*, wenn du eine „Bedienungsanleitung“ haben willst, wie du deine Kraultechnik verbessern müßtest, um leichter und schneller Kraul zu schwimmen.

* Videoaufnahmen sind dazu notwendig.

Kontakt

Für weitere Informationen zu

  • Kraultechnik-Workshops
  • Kraultechnik-Videoanalysen
  • und Kraultechnik-Trainingsplänen
  • Verfügbarkeit
  • Preise
  • und Buchung

sende eine E-Mail an vera (dot) honoschenko (at) schwimmstudio (dot) de oder nutze das folgende Kontaktformular

Bitte achte auf die korrekte Schreibweise deiner E-Mail Adresse und beachte die E-Mail Etikette. Danke.

Links

Was bringt dir eine Videoanalyse für deine Kraultechnik?
Verbessere deine Kraultechnik mit dem 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshop 1 (WS-1) für schnellere Schwimmzeiten in Training und Wettkampf
Lerne als erwachsener Anfänger die Grundlagen der Kraultechnik mit dem 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshop 1 (WS-1)
Arbeite gezielt an deinem Unterwasserarmzug mit dem 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshop 2 (WS-2)
Stöbere im Artikelverzeichnis dieses Blogs

(c) 2018 Vera Bleeke. Alle Rechte vorbehalten.

Radrennsport – Tribut an eine lebende Legende – Jens Voigt

Einer meiner Lieblingsblogs THE SCIENCE OF SPORTS brachte ein paar äußerst amüsante Videos mit Interview-Auszügen von Jens Voigt, der (auch) dieses Jahr im Team von Leopard-Trek, zur Unterstützung der Schleck-Brüder, die Tour de France 2011 fährt.

Jens Voigt ist meiner Meinung nach einer der sympathischsten Radprofis – beliebt bei Fans und Radsportkollegen gleichermaßen. Spontan, optimistisch, gerade heraus sagend was er denkt, humorvoll, bodenständig und ein herausragender Athlet. Jemand, der das Wort „aufgeben“ nicht in seinem Wortschatz hat. Einer, der für sein Team alles gibt und sich für keine Helferleistung zu schade ist. Eine Inspiration für nachfolgende Generationen – nicht nur im Radsport, der wahrscheinlich um einiges langweiliger werden wird, wenn er nicht mehr fährt.

Viel Spass beim Ansehen der Videos.

Leider ist ein Teil davon in Dänisch, sonst überwiegend Englisch. Schaut euch die Videos direkt bei YouTube an. Hinweis: Alle Links öffnen sich in einem neuen Browserfenster.

Interview mit Jens Voigt nach seinem Sturz in der 16. Etappe – TDF 2010

Jens Voigt macht Witze über Astana

Top 3 Jens Voigt

Jens Voigt hatte zuviel Kaffee

Jens Voigt sagt seinem Körper, dass er die Klappe halten soll

Jens Voigt: Ich habe mir ein Kinderfahrrad ausgeliehen, um abzufahren

Stuart O’Grady, Andy Schleck, Jens Voigt in einem heiteren Interview

Exklusives Interview von cyclingtime.com mit Jens Voigt Japan Cup 2009

Interview mit Jens Voigt nach seinem Sturz bei der TDF 2009 (deutsch)

Jens Voigt gibt alles für seinen Team Kapitän Andy Schleck

2013 wird eine weitere Tour de France mit Jens Voigt

Für mehr O-Ton Jens Voigt folgt ihm einfach auf Twitter!

Tipps und Tricks, wie du dir deinen Wettkampf sicher ruinieren kannst

…oder wie du es schaffst, das schlechteste Rennen deines Lebens zu absolvieren.

Die meisten Triathleten versuchen ihren Wettkampf so perfekt wie möglich zu organisieren und zu absolvieren. Aber es gibt auch den Typus Triathlet, der darauf aus ist sich das Leben und das Rennen so schwer wie möglich zu machen, indem er bewußt oder unbewußt seinen Wettkampf sabotiert.

Um es dir leichter zu machen, findest du nachfolgend Tipps und Tricks, die dir dabei helfen diesem Wunsch nachzukommen. Wenn du sicher gehen willst, dass dein Wettkampf ein Desaster wird, versuche einfach ein paar der Tipps zu kombinieren. Garantien gibt es keine, aber die Wahrscheinlichkeit erhöht sich. Eine nicht ganz ernst gemeinte Anleitung für den „Master of Disaster“.

(1) Steigere unkontrolliert und ständig dein Trainingspensum

Diesen Tipp solltest du am besten in den letzten vier Wochen vor deinem Saisonhöhepunkt beherzigen. Anfällig für diese unkontrollierten Umfangssteigerungen zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt sind jene Triathleten, die beim Anblick des näherrückenden Wettkampftermins befürchten zuwenig trainiert zu haben. Infolgedessen wird in den letzten Wochen und Tagen vor dem Rennen noch gebolzt was möglich ist. Die Folge davon sind Müdigkeit und schwere Beine.

(2) Reduziere dein Training oder stell es komplett ein

Oft findet sich der allgemeine Ratschlag, dass du dir vor dem Wettkampf ausreichend Ruhe gönnen solltest. Frei nach dem Motto: Viel hilft viel, solltest du dann ca. 2-3 Wochen vor deinem Saisonhöhepunkt dein Training drastisch einschränken oder gar nichts mehr tun und die Beine hochlegen. Das was du tust, sind nur noch Spaziergänge. Die Folge davon ist ein Körper, der komplett auf Erholung und Urlaub umgeschaltet hat und schlechte Wettkampfresultate.

(3) Verzichte auf ein Trainingsprotokoll

Besonders in der unmittelbaren Wettkampfperiode (in welcher tatsächlich das Training reduziert wird zugunsten höherer Intensitäten) kann es sein, dass in dir Zweifel entstehen genug getan zu haben. Der Mensch ist Meister in der Selbsttäuschung und glaubt grundsätzlich nur, was er glauben will. Triathleten sind dabei keine Ausnahme. Leider hast du keine Unterlagen, die dir schwarz auf weiß dokumentieren, dass du dich minutiös und perfekt vorbereitet hast, und dein Gedächtnis läßt dich mit Zweifeln im Stich. Im Zweifel einfach noch etwas mehr in die Trainingswochen vor dem Wettkampf hineinpacken. Mehr Umfang. Noch mehr Umfang. Noch mehr Intensität. Das Resultat sind Übermüdung, Krankheits- und Verletzungsanfälligkeit, Gereiztheit und schlechte Wettkampfresultate.

(4) Bestimme deine Trainingsbereiche falsch

Trainingsbereiche lassen sich auf unterschiedliche Art und Weise bestimmen. Die ungenaueste (d.h. mit der größten Fehlerrate behaftetste) ist jede Form von Berechnung anhand von Formeln. Nimm am besten die Altersformel und vertraue blind darauf, dass du das richtige berechnet hast. Da sich deine Trainingsbereiche ja auch nicht ändern (durch Training und Regeneration erreichst du ja keine Anpassungen) brauchst du dich auch nicht zu wundern, dass dir dein Training zu leicht oder zu schwer vorkommt.

(5) Kauf neues Equipment später als eine Woche vor dem Wettkampf

Am besten du bestellst dir beispielsweise dein Wettkampfrad in letzter Sekunde, so dass es zum Wettkampftag leider nicht mehr geliefert werden kann. Das gleiche gilt für andere Ausrüstungsgegenstände. Oder bestell es so knapp, dass keine Zeit mehr bleibt, um es auszuprobieren, geschweige denn ausgiebig zu testen.

(6) Setze neues Equipment erst im Wettkampf ein

Das ist entweder die Folge des vierten Tipps oder deine bewußte Absicht, frei nach dem Motto: Da brauche ich etwas neues und unbenutztes. Das kommt besonders gut bei

+ einer neuen Schwimmbrille, die sich als undicht herausstellt.
+ einem Neoprenanzug, wenn du noch nie mit einem Neo geschwommen bist oder auch schon ein Wetsuit, der eine völlig andere Passform oder ein völlig anderes Auftriebsverhalten hat, als das, was du gewöhnt bist.
+ einem Aerolenker, wenn du noch nie in Aeroposition gefahren bist.
+ Klickpedalen, wenn du noch nie mit Klickpedalen und den passenden Radschuhen gefahren bist.
+ einem neuen Trinksystem, welches du auf der Radstrecke verlierst.
+ neuen Laufschuhen, die dir Blasen an den Füßen und schwarze Fußnägel verschaffen.
etc.
Auch Kleinigkeiten, wie ein neues Schnellverschlußsystem deiner Laufschuhe können dich bereits wertvolle Zeit kosten, wenn du dich nicht mit dem Umgang auskennst.

(7) Plane in deiner Wettkampfsaison besonders viele andere Termine

Versuche besonders in der Zeit vor deinem Wettkampf möglichst viele Termine beruflicher, sozialer und familiärer Art hineinzuquetschen, die hoffentlich auch noch mit längeren Reisen (national, international) verbunden sind. Damit schlägst du mehrere Fliegen mit einer Klappe: Wenig Schlaf, viel Stress, falsche Ernährung und kein Training.

(8) Ernähre dich besonders ballaststoffreich an den letzten Tagen vor deinem Wettkampf

Ballaststoffe sind prima für deinen Magen- und Darmtrakt. Sie sorgen dafür, dass du am Wettkampftag vor und während des Wettkampfes ungewöhnlich häufig das Dixiklo aufsuchen mußt.

(9) Gönn dir ausreichend Alkohol in der Wettkampfwoche

Jeden Tag feuchtfröhliche Partys bis in die Morgenstunden – auch am letzten Tag vor dem Rennen – sind die beste Möglichkeit, um müde und fertig am Wettkampftag am Start zu stehen.

(10) Verzichte auf ausreichend Schlaf in deiner Wettkampfwoche

Geh in deiner Wettkampfwoche möglichst spät ins Bett und steh möglichst früh auf, so dass du jeden Tag maximal 4-5 Stunden Schlaf (oder weniger) zur Regeneration zur Verfügung hast. Du wirst so körperlich fertig wie noch nie an der Startlinie stehen.

(11) Komm so spät wie möglich am Wettkampftag zu deinem Rennen

Geh davon aus, dass die Strassen frei sind und ein Parkplatz für dich unmittelbar am Ort des Geschehens reserviert wurde. Die Startnummernausgabe wartet extra auf dich, und auch die Kampfrichter am Eingang der Wechselzone, freuen sich darauf, dass du erst eintrudelst, wenn die Wechselzone bereits geschlossen, und der LKW mit der Wechselbekleidung für T2 (oder der Wärmebekleidung) bereits abgefahren ist. Noch mehr Freude bereitest du, falls die Veranstalter und Teilnehmer auf dich warten müssen (falls sie sich darauf einlassen sollten, wovon ich nicht ausgehe).

(12) Versuche es immer den Profis nachzumachen

Nimm dir die Trainingspläne und Zeitziele der Profis vor, denn was die können, kannst du doch auch. Vermeide es unbedingt deine Trainings- und Wettkampfziele deinen eigenen Fähigkeiten anzupassen. Damit sorgst du für ausreichend Überforderung, so dass du deinen Wettkampf wahrscheinlich freiwillig fern bleibst, weil du entweder im massiven Übertraining oder verletzt bist.

(13) Teste neue Nahrungsmittel im Wettkampf

Besonders spannend wird es für dich auf längeren Wettkämpfen, wenn du feststellst, dass du deine neue, ungetestete Wettkampfnahrung nicht verträgst. Auf der Radstrecke kannst du dich dafür dann entweder übergeben und/oder häufig in die Büsche schlagen. Dabei hast du ausreichend Gelegenheit dazu das schnelle Ab- und Aufsitzen ausgiebig zu üben. Wenn du dabei auch noch deine Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr vernachlässigst, findest du dich mit großer Sicherheit früher oder später im Sanitätszelt wieder.

(14) Umgib dich mit kranken Personen

Da dein Immunsystem aufgrund deines Leistungssporttrainings etwas geschwächt ist, solltest du unbedingt die Nähe von kranken Personen suchen. Ein regelmäßiger Aufenthalt in ärztlichen Wartezimmern voll mit Erkältungskranken oder eine Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln, wo dich dein Gegenüber anhustet und anrotzt (pardon: anniest), sind der ultimative Test für deine Krankheitsresistenz. Vermeide es dir regelmäßig die Hände zu waschen, und setz dich zusätzlich ungeschützt der kalten Brise zu stark eingestellter Klimaanlagen aus (auch in Flugzeugen).

(15) Iss unbekannte Nahrungsmittel in deiner Wettkampfwoche

Besonders, wenn du in ferne Länder für deinen Wettkampf reist, solltest du das Leitungswasser trinken, und alle unbekannten und v.a. an Strassen offen angebotenen Speisen durchprobieren.

(13) Nimm nur schadhaftes Equipment mit in den Wettkampf

Damit stellst du sicher, dass dein Wettkampf u.U. bereits beim Check-In in die Wechselzone beendet ist, wenn der Kampfrichter deinen Radhelm kontrolliert und feststellt, dass er beschädigt ist.

(15) Minimiere deine Regeneration

Wie kannst du am besten noch mehr Training in deinem überfüllten Terminkalender unterbringen? Am besten, indem du auf Schlaf verzichtest und deine Ruhetage streichst.

(16) Teste im Wettkampf eine neue Strategie

Anstatt bei deiner im Training und in Testwettkämpfen ausgiebig und für gut befundenen Renneinteilung zu bleiben, beschließt du ad hoc eine ganz neue auszuprobieren, die dir dein Nachbar bei der Nudelparty am Vortag des Wettkampfes erzählt hat.

(17) Starte auf einem dir völlig unbekannten Kurs

Es sorgt für einen Adrenalinkick, wenn du plötzlich bemerkst, dass du auf der Schwimmstrecke mit Strömungen zu kämpfen hast. Es wird spannend, wenn du feststellst, dass deine Radstrecke einen Fünfzehnprozenter beinhaltet, den du aufgrund der Runden drei mal nehmen mußt. Leider hast du die Kettenblätter für Flachstrecken montiert. Ebenso interessant wird es für dich auf dem Rad, wenn du feststellst, dass du aufgrund der starken Windanfälligkeit der Radstrecke, der einzige bist, der mit einer Hinterrradscheibe fährt.

(18) Bleibe der Wettkampfbesprechung fern

Wettkampfbesprechungen sind langweilig. Was dort besprochen wird, steht ja auch in der Ausschreibung. Zu dumm nur, dass ausgerechnet bei deiner Wettkampfbesprechung eine kurzfristige Regeländerung/Streckenänderung mitgeteilt wurde, aufgrund deren Nichtbeachtung du disqualifiziert wirst.

(19) Starte krank oder verletzt bei einem Wettkampf

Besonders gute Ergebnisse verspricht es, krank oder verletzt bei einem Wettkampf zu starten. Auch die Folgen für deine Gesundheit durch eine zusätzlichen Belastung können dir ja egal sein. Blöd nur, wenn diese Folgen dich auch noch (vorübergehend oder dauerhaft) arbeitsunfähig machen…

Wenn du den besonderen Kick oder die ultimative Herausforderung suchst (und für dich gute Wettkampfergebnisse keine Rolle spielen), solltest du möglichst viele der Tipps beachten.

Solltest du wider Erwarten Wert darauf legen, ein erfolgreiches und halbwegs entspanntes Rennen zu bestreiten, dann solltest du versuchen das Gegenteil der oben genannten Tipps zu befolgen.

Erkennst du einige deiner Verhaltensmuster wieder? Kennst du Triathleten aus deinem Umfeld, die sich regelmäßig selbst sabotieren? Wenn du Fehlverhaltensweisen vermißt, dann ergänze diese Liste durch deinen Kommentar.

Willst du regelmäßig über aktuelle Beiträge informiert werden? Dann trag dich für das E-Mail Abo ein.

Oder fordere gleich mein komplettes Trainingsangebot unter dieser E-Mail Adresse an: vera (dot) honoschenko (at) schwimmstudio (dot) de

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren:

Lebensstilfaktoren, die dein Triathlontraining beeinflussen
Gute Gründe ein Trainingsprotokoll zu führen
Trainingsprotokoll – Diese Daten gehören hinein
Wettkampftipps (nicht nur) für Laufanfänger
Präventionstipps (nicht nur) für Laufanfänger
Techniktraining Schwimmen
Anpassung von allgemeinen Trainingsplänen
Tipps, wie du deine sportliche Leistung verbessern kannst
Wie du deine Trainingswoche im Triathlon strukturieren kannst
Über die Rumpfstabilität
Das Übertraining
Informiere dich über die 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshops
Informiere dich über die Kompakt-Lauftechnik-Workshops
Informiere dich über meine weiteren Trainingsangebote
Informiere dich über die Pose Method of Running
Informiere dich über die Inhalte meiner Lauftrainings
Informiere dich über die Inhalte meiner Schwimmtrainings
Stöbere im Artikelverzeichnis dieses Blogs

Bist du ein Radiergummiläufer?

In Wettkämpfen heißt es immer: Vorne laufen die Bleistifte und hinten die Radiergummis. Das hat oft etwas mit der Körperform zu tun, aber bezieht sich hauptsächlich auf die Laufgeschwindigkeit. Radiergummiläufer(innen) laufen meistens mehr aus Spass an der Bewegung, denn für Anerkennung oder Preisgelder – wie auch! Die meisten Radiergummiläufer(innen) suchen die ureigene, persönliche Bestätigung in dem was sie tun – nämlich laufen. Die Geschwindigkeit ist (erst einmal) völlige Nebensache.

Du trainierst genauso hart, genauso oft und mit der gleichen Motivation, wie die schnellen Läufer, aber du bist einfach langsam. Vielleicht bist du einfach „nur“ langsam. Na und? Du gibst dein bestes – für dich. Das ist es, was zählt.

Sind Radiergummiläufer(innne) auch Athleten? Natürlich! Sind Menschen, die durch das Laufen 5, 10 oder 20kg abnehmen wollen, auch Athleten? Aber selbstverständlich doch! Sind Leute, die mit vierzig erst einen aktiven, läuferischen Lebensstil entdecken, auch Athleten? Du kannst darauf wetten! Sind die Wettkampfteilnehmer, die als Letzte die Ziellinie überqueren, auch Athleten? Und wie sie Athlet(inn)en sind!

Irgendjemand muss immer der oder die Letzte sein. Na und? Das schöne an Volksläufen und Volkstriathlon-Veranstaltungen ist, dass auch der oder die Letzte genauso viel Applaus bekommt, wie der oder die Erste. Bei manchen Veranstaltungen gibt es auch dafür einen Preis. Hier ein humorvoller Ausblick und ein Hoch! auf alle Radiergummiläufer. Lass dich nicht unterkriegen!

Was kennzeichnet einen Radiergummiläufer?

Du bist wahrscheinlich ein Radiergummiläufer, wenn

+ du dem Besenwagen hinter dir zum dritten mal gesagt hast, dass du nicht mitfahren willst.
+ du dich während eines Wettkampfes ständig umsiehst, um dich zu vergewissern, ob noch jemand hinter dir läuft.
+ das Läuferfeld bereits nach den ersten 100m aus deinem Blickfeld verschwunden ist.
+ der einzige Grund, warum du ein Rennen nicht aufgibst, ist, dass die Leute im Besenwagen dich dabei beobachten würden.
+ du alle Läufer auf deiner Hausrunde von hinten erkennst.
+ du bergauf von einem Läufer mit einem doppelten Babyjogger überholt wirst.
+ du die Speicherkarte deines Fotoapparats während eines Marathons vollknipsen kannst.
+ du bei auswärtigen Wettkämpfen im Hotel eine späte Abreise organisieren musst.
+ du dein Team, welches dich beim Wettkampf unterstützt und anfeuert, erst zum Abendessen, anstatt Mittags triffst.
+ du die Wettkampfstrecke auswendig lernst, weil du weißt, dass du niemanden hast, dem du folgen kannst.
+ du im Starterblock eines Marathons so weit hinten stehst, dass du fast eine Verpflegungsstation brauchst, bevor du die Startlinie erreichst.
+ sie hinter dir anfangen, die Absperrungen der Wettkampfstrecke abzubauen.
+ die Siegesfeier vorbei ist, bevor du ins Ziel kommst.
+ du es ins Ziel schaffst, bevor die Strassenkehrer mit ihrer Arbeit beginnen.
+ du dir ein T-Shirt anfertigen lässt, mit dem Aufdruck auf dem Rücken „Jemand muss letzter sein“.