Hast du was es braucht, um dein Kraulschwimmen zu verbessern?


Hast du was es braucht, um dein Kraulschwimmen zu verbessern? - Veras Triathlon-Blog - Schwimmstudio.de - Schwimmzeiten-Manufaktur
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Hier findest du 25 Tipps, wie du deine Einstellung verändern kannst, um bessere Leistungen im Kraulschwimmen zu erreichen.

Um deine Einstellung zu dem, was du tust zu verändern, brauchst du weder einen Pool noch besondere Ausrüstung.

Du mußt nur bereit sein deine Perspektive (= Sichtweise, Einstellung) auf dein Tun zu ändern. Und mit der veränderten Einstellung zu dem, was du tust dann in dein nächstes Schwimmtraining gehen.

1.

Erkenne die Schwächen in deiner Kraultechnik und lasse dich darauf ein. Wenn du dich nie um deine Kraultechnikfehler kümmerst, wirst du sie auch nie verbessern können. Und sie werden dich immer in deinen Leistungsfortschritten im Kraulschwimmen behindern.

2.

Betrachte Kraultechnik-Probleme als Herausforderungen und Herausforderungen als Möglichkeiten etwas zu lernen. Fehler zu machen ist ein Bestandteil des Lernens. Und lernen bedeutet sich zu verändern und zu verbessern. Lerne wie du „bessere Kraultechnik-Fehler“ machst.

3.

Lerne verschiedene Lernstrategien für das Kraulschwimmen lernen und Kraultechnik verbessern. Es gibt nicht „die eine einzige Lernmethode im Kraulschwimmen“. Was für ein Kind mit 6 Jahren im Leistungsschwimmen funktioniert, muß nicht für einen 40-jährigen erwachsenen Späteinsteiger ins Kraulschwimmen funktionieren. Was für einen Spitzenschwimmer funktioniert, kann für dich das absolut Falsche sein. Du bist weder ein 6-jähriges Kind noch ein Spitzenschwimmer. Warum solltest du wie diese beiden trainieren?

4.

Mach dich kundig über die Plastizität des Gehirns. Du kannst in jedem Alter etwas Neues lernen. Das heißt, du kannst in jedem Alter das Kraulschwimmen gut lernen. Du kannst in jedem Alter bestehende Fertigkeiten und Wissen verbessern. Das heißt: Selbst wenn deine Leistungen seit 10 Jahren stagnieren, kannst du deine Leistungen immer noch verbessern. Auch wenn du mit 50 Jahren das Kraulschwimmen lernst, kannst du noch lernen wie du 1500m in 20 Minuten schwimmst. Du mußt nur lernen wie.

5.

Ersetze in deinem Vokabular das Wort „versagen“ durch das Wort „lernen“. Wenn du Fehler in der Kraultechnik machst oder ein gesetztes Zeitziel verfehlst, dann hast du nicht versagt, sondern dann hast du etwas gelernt. Nämlich, daß du etwas (in deiner Kraultechnik und deinem Schwimmtraining) verändern mußt, in dem was und wie du es bisher getan hast. Was und wie mußt du herausfinden (ob mit oder ohne Hilfe bleibt dir überlassen).

6.

Hör auf immer nach Anerkennung von anderen zu heischen. Wenn dir Anerkennung wichtiger ist als das Lernen, dann behinderst du dich selbst in deiner Leistungsentwicklung.

7.

Stelle den Weg über das Ziel. Es ist ein Zeichen von Intelligenz den Lernprozess wichtiger zu nehmen und Spaß am Training zu haben. Wer nur den Wettkampf sieht, führt ein armseliges Leben. Ein Wettkampf ist ein Leistungstest. Mehr nicht. Das Training findet Tag für Tag und Woche für Woche und Jahr für Jahr statt. DAS ist dein Leben. Es spielt keine Rolle, wenn der Lernprozess länger als geplant dauert. Jeder lernt anders. Der Lernprozess ist der Weg. Und der Weg führt ans Ziel.

8.

Gib deinem Schwimmtraining (oder deinem sportlichen Training im allgemeinen) einen tieferen Sinn als nur den unmittelbaren Zweck. Ordne dein sportliches Training und deine sportlichen Leistungen in den Sinn deines Lebens ein. Wettkämpfe sind nur kleine Zeitpunkte in deinem Leben. Wenn das alles ist, wofür du lebst, und was dein Leben bestimmt, dann hast du ein sehr armseliges Leben.

9.

Kraulschwimmen (oder Triathlon oder Laufen oder Radfahren) bietet mehr als nur körperliche Ertüchtigung. Sport formt den Charakter. Sieh über den Tellerrand deines Sports hinaus und lerne dein persönliches Wachstum (charakterlich und sportlich) zu schätzen.

10.

Schnell zu lernen bedeutet nicht unbedingt gut zu lernen. Gut zu lernen bedeutet, daß du dir Zeit dafür nehmen mußt Fehler im Kraulschwimmen und im Training zu machen. Du lernst am besten aus gemachten Fehlern, die du erkannt und selbst verbessert hast.

11.

Du lernst am besten etwas, wenn du es selbst tust. Selbst gemachte Erfahrungen schlagen immer Erfahrungen aus zweiter Hand. Erfahrungen aus zweiter Hand sind die Fehler und Erfahrungen anderer Athleten, von denen du lernst. Sei es aus Büchern, Videos oder durch eigene Beobachtung.

12.

Talent bezeichnet hauptsächlich physiologische (körperliche) Vorteile. Aber: Physiologische Vorteile allein machen noch keine guten Leistungen. Gute Leistungen entstehen durch langfristige, gezielte Arbeit, die auf Verbesserung ausgerichtet ist. Physiologische Vorteile können dabei nur helfen. Du kannst beispielsweise superbewegliche Fußgelenke haben. Wenn du kein Schwimmer bist, wirst du keinen Vorteil davon haben. Und wenn du ein Schwimmer bist und sie nicht zu deinem Vorteil einsetzt, nutzen sie dir auch nichts. Nur wenn du diese superbewegichen Fußgelenke hast und sie gezielt zu deinem Vorteil einsetzt (um damit maximalen Vortrieb im Kraulbeinschlag zu erreichen), dann nutzen sie dir etwas.

13.

Kritik ist etwas positives, so lange es Kritik an der Sache ist. Kritik muß nicht immer „konstruktiv“ sein, aber sie sollte immer sachbezogen bleiben (anstatt sich gegen die Person zu richten). Kritik macht dich auf Fehler in deinem Kraulschwimmen aufmerksam, die deiner Aufmerksamkeit entgangen sind.

14.

Verbesserungspotenzial bedeutet, daß du noch Möglichkeiten hast dich zu verbessern. Das heißt, du kannst immer noch besser werden. Für das Kraulschwimmen bedeutet das: Auch du kannst noch bessere Leistungen im Kraulschwimmen erreichen. Du weißt nur noch nicht wie.

15.

Wenn du etwas Neues lernst oder etwas verbesserst, dann nimm dir Zeit darüber nachzudenken, was du tust. Überprüfe, ob das, was du tust, tatsächlich deine Leistungen verbessert oder nicht. Wenn ja, bist du auf dem richtigen Weg. Wenn nein, dann ist es sinnvoll den richtigen Weg zu finden.

16.

Langfristiges, gezieltes Training, das auf tatsächilche Leistungsverbesserung ausgerichtet ist, ist immer wichtiger als Talent. Talent ist nur ein zusätzlicher Bonus im Zusammenhang mit langfristigem, gezieltem Training.

17.

Wenn du deine Kraultechnik verbesserst, dann lernst du etwas Neues. Lernen ist Muskeltraining für dein Gehirn. Es erzeugt neue Verbindungen. Und je besser deine Kraultechnik ist, desto besser wird deine Ansteuerung von Gelenken. Deine Koordination verbessert sich, weil dein Gehirn lernt deine Gelenke besser anzusteuern.

18.

Lerne durchzuhalten anstatt bei dem ersten Problem das Handtuch zu schmeißen. Lerne selbständig Probleme zu lösen. Du lernst besser, wenn du selbst eine Lösung zu einem Problem findest, als wenn du die Lösung gesagt bekommst ohne selbst etwas dazu zu tun. Eigenständig eine Lösung für ein Problem zu finden, gibt dir auch ein besseres Selbstwertgefühl als dich nur „berieseln“ zu lassen. Und es hält dein Schwimmtraining spannend.

19.

Ein Resultat spiegelt nur die Arbeit wieder, die du vorher investiert hast. Wenn du nicht bereit bist für dein sportliches Ziel im Kraulschwimmen zu arbeiten, dann wirst du es nicht erreichen. Ein (zu) leicht erreichbares Ziel erzeugt wenig Befriedigung und zeugt von geringem Selbstwertgefühl.

20.

Streiche den Satz: „Das kann ich nicht.“ aus deinem Vokabular. Ersetze diesen Satz durch: „Das kann ich noch nicht.“ Du kannst alles lernen. Bis jetzt ist noch niemand wissend auf die Welt gekommen.

21.

Du kannst auch aus den Fehlern anderer lernen. Die meisten Menschen haben ähnliche Schwächen. Und die meisten Schwächen lassen sich ändern. Du MUSST nicht alle Kraultechnikfehler selbst machen. Aber es fördert den Lernprozess und läßt dich besser verstehen, was du tust.

22.

Setze dir ein neues Ziel immer wenn du ein Ziel erreicht hast. Auch im Kraulschwimmen kannst du immer etwas dazu lernen. Nur weil du die 1000m endlich in 20 Minuten schwimmen kannst, solltest du dich nicht auf deinen Lorbeeren ausruhen. Dein Schwimmtraining bleibt immer interessant, wenn du danach strebst deine Leistungen ständig zu verbessern. Langeweile ist ein Zeichen von Desinteresse.

23.

Fehler machen ist normal. Und beim Fehler machen, siehst du leider nicht aus wie der Weltmeister im Kraulschwimmen. Trau dich auch mal „dumm“ auszusehen. Den meisten Leuten ist es völlig egal, was du machst. Sie sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt. „Dumm aussehen zu können“ macht es für dich leichter Neues auszuprobieren. Und nur wenn du Neues ausprobierst, wirst du lernen und deine Leistungen im Kraulschwimmen verbessern.

24.

Bleib realistisch in deinen Erwartungen. Es braucht Zeit und regelmäßiges Training um eine schwimmerische Leistung so zu verbessern, daß du sie konstant abrufen kannst. Hör auf zu erwarten, daß du alles an einem Tag lernen kannst und es dann auch noch von da an für immer erhalten bleibt. Das ist Tagträumerei!

25.

Übernimm Verantwortung für das, was du tust. Übernimm Verantwortung für dein Versagen und nicht nur die Verantwortung für deine guten Leistungen. Du trägst die Schuld an beidem! Also sei Manns oder Frau genug um für beides die volle Verantwortung zu übernehmen.

Niemand sagt, daß das alles leicht ist. Und niemand sagt, daß es von jetzt auf sofort passiert. Und niemand sagt, daß eine Veränderung für immer bleibt, wenn du es einmal geschafft hast etwas anders zu machen.

Bessere Leistungen im Kraulschwimmen erreichen zu wollen, ist ein lebenslanger Lernprozess. Dieser Lernprozess kann interessant und spannend sein.

Es liegt an dir, was du aus deinem Talent und aus deinem Training machst.

Diese Tipps lassen sich übrigens auf jede andere Sportart (und alles andere in dem du besser werden willst) übertragen.

Viel Erfolg.

Links

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