Verschlechterst du dir so durch den Pullbuoy-Einsatz deine Kraultechnik?


Verschlechterst du dir so durch den Pullbuoy-Einsatz deine Kraultechnik? - Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de
Verschlechterst du dir so durch den Pullbuoy-Einsatz deine Kraultechnik? – Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de

Ich halte die meisten Trainingsmittel, die typischerweise bei Späteinsteigern* ins Kraulschwimmen genutzt werden, für kontraproduktiv.

* Triathleten und alle, die erst als Erwachsene das Kraulschwimmen lernen oder gelernt haben

Das heißt, durch den Einsatz dieser Trainingsmittel wird die Kraultechnik* nicht verbessert, sondern entweder gleich fehlerhaft gehalten oder sogar noch verschlechtert.

* und darüber das Kraulschwimmen, die Leistung, die Schwimmzeiten

Hier demonstriert am Beispiel des Pullbuoys.

5 typische Fehler beim Pullbuoy*-Einsatz im Kraulschwimmen

* das kann auch ein Pullkick oder ein Schwimmbrett sein; damit ist jede Art von Auftriebshilfe/Schwimmhilfe gemeint, die sich in diesem Zusammenhang verwenden läßt

  1. Hin und her pendeln des Unterkörpers
  2. Absinken der Hüften und Beine trotz Pullbuoy
  3. Fehlerhafte Fußhaltung
  4. Fehlende Muskelaktivierung
  5. Auf dem Bauch schwimmen

* kein Anspruch auf Vollständigkeit.

(1) Du klemmst dir den Pullbuoy zwischen die Oberschenkel und „schwimmst Kraul“. Dein Unterkörper pendelt dabei ständig von links nach rechts.

Folgen:

  • Du erhöhst deinen selbsterzeugten Wasserwiderstand mit jedem Ausschlag nach links und rechts.
  • Du brauchst mehr Kraft, um vorwärts zu kommen.
  • Du verbrauchst mehr Energie.
  • Dein Kraulschwimmen wird anstrengend.
  • Du verlierst Vortrieb.
  • Du verlierst Zeit.
  • Du gewöhnst es dir an mit dem Unterkörper ständig hin und her zu pendeln und machst das gleiche im Kraulschwimmen.
  • Du schwimmst nur mir den Armen und lernst nie deinen gesamten Körper im Kraulschwimmen einzusetzen.
  • Dein Kraulschwimmen bleibt anstrengend und deine Schwimmzeiten langsam.

(2) Du klemmst dir einen Pullbuoy zwischen die Oberschenkel und „schwimmst Kraul“. Deine Hüften und Beine sinken trotzdem ab. Manche Athleten brauchen dann den Equipment-Overkill von zwei Pullbuoys. Oder Neoprenanzug. Oder Neoprenanzug plus Pullbuoy. Oder Flossen. Oder Neoprenanzug und Flossen. Oder Neoprenanzug, Pullbuoy (oder zwei) und Flossen.*

* Hab ich eine Equipment-Overkill-Variante vergessen? Kein Anspruch auf Vollständigkeit…

Folgen:
Anstatt an dem zu arbeiten, was du nicht hast und was dir am meisten an Zeitgewinn bringen würde: Deine Wasserlage, vermeidest du es daran zu arbeiten. Statt dessen „arbeitest“ du daran Dinge zu verbessern, die von einer guten Wasserlage abhängen, wie beispielsweise der Unterwasserarmzug. Und anstatt Zusammenhänge verstehen zu lernen, um tatsächlich besser Kraul schwimmen zu können, „isolierst“ du den Armzug (scheinbar), indem du dir eine Wasserlage kaufst (Neoprenanzug, Pullbuoy, Flossen, …).*

* So lernst du nie Kraulschwimmen. Du bleibst immer ein Nichtschwimmer, der nur dank Schwimmhilfen nicht untergeht. Du belügst dich zwar selbst, aber wenn du nicht Kraulschwimmen lernen willst, dann bleib dabei.

  • Du erhöhst deinen selbsterzeugten Wasserwiderstand.
  • Du brauchst mehr Kraft, um vorwärts zu kommen.
  • Du verbrauchst mehr Energie.
  • Dein Kraulschwimmen wird anstrengend.
  • Du verlierst Vortrieb.
  • Du verlierst Zeit.
  • Du gewöhnst es dir an, daß deine Hüften und Beine deutlich unter deinen Schultern im Wasser hängen und machst das gleiche im Kraulschwimmen.
  • Du schwimmst nur mir den Armen und lernst nie deinen gesamten Körper im Kraulschwimmen einzusetzen.
  • Dein Kraulschwimmen bleibt anstrengend und deine Schwimmzeiten langsam.

(3) Du klemmst dir einen Pullbuoy zwischen die Oberschenkel und „schwimmst Kraul“. Dabei ziehst du deine Zehen zu den Schienbeinen oder drehst deine Zehen nach außen oder in eine andere Richtung (?) in die sie nicht zeigen sollten.

Folgen:

Du bremst dich kontinuierlich aus. Du wirfst einen Anker und schleppst diesen hinterher. Deine Hüften und Beine sinken trotz Pullbuoy ab.

  • Du erhöhst deinen selbsterzeugten Wasserwiderstand.
  • Du brauchst mehr Kraft, um vorwärts zu kommen.
  • Du verbrauchst mehr Energie.
  • Dein Kraulschwimmen wird anstrengend.
  • Du verlierst Vortrieb.
  • Du verlierst Zeit.
  • Du gewöhnst es dir an, daß deine Zehen auf den Boden zeigen und machst das gleiche im Kraulschwimmen.
  • Du schwimmst nur mir den Armen und lernst nie deinen gesamten Körper im Kraulschwimmen einzusetzen.
  • Dein Kraulschwimmen bleibt anstrengend und deine Schwimmzeiten langsam.

(4) Du klemmst dir einen Pullbuoy zwischen die Oberschenkel und „schwimmst Kraul“. Deine Oberschenkel sind kräftig genug, daß du sie schlaff lassen kannst. Der Pullbuoy hält auch so dazwischen.

Folgen:
Du hast keine Körperspannung. Es fehlt dir die Muskelaktivierung in Bauch, Rücken, Gesäß, Oberschenkel und dem Rest der Beine. Dein Unterkörper pendelt hin und her und sinkt trotz Pullbuoy ab.

  • Du erhöhst deinen selbsterzeugten Wasserwiderstand.
  • Du brauchst mehr Kraft, um vorwärts zu kommen.
  • Du verbrauchst mehr Energie.
  • Dein Kraulschwimmen wird anstrengend.
  • Du verlierst Vortrieb.
  • Du verlierst Zeit.
  • Du gewöhnst dir an mit erschlafftem Unterkörper zu schwimmen und machst das gleiche im Kraulschwimmen.
  • Du schwimmst nur mir den Armen und lernst nie deinen gesamten Körper im Kraulschwimmen einzusetzen.
  • Dein Kraulschwimmen bleibt anstrengend und deine Schwimmzeiten langsam.

(5) Du klemmst dir einen Pullbuoy zwischen die Oberschenkel und „schwimmst Kraul“. Dabei bleibst du auf dem Bauch liegen. Früher wurde grundsätzlich auf dem Bauch liegend geschwommen. Aber diese Zeiten sind längst vorbei. Du brauchst eine gewissen Rotation im Körper.*

* wobei es je nach Schwimmziel (100m Sprint oder Langstreckenschwimmen) unterschiedliche Ausprägungen gibt.

  • Du hast ein Problem deine Arme aus dem Wasser zu heben.
  • Du erhöhst dein Risiko für Schulterverletzungen.
  • Du fällst ins Hohlkreuz.
  • Deine Hüften und Beine sinken ab.
  • Du erhöhst deinen selbsterzeugten Wasserwiderstand
  • Du brauchst mehr Kraft, um vorwärts zu kommen.
  • Du verbrauchst mehr Energie.
  • Dein Kraulschwimmen wird anstrengend.
  • Du verlierst Vortrieb.
  • Du verlierst Zeit.
  • Du gewöhnst dir an mit erschlafftem Unterkörper zu schwimmen und machst das gleiche im Kraulschwimmen.
  • Du schwimmst nur mir den Armen und lernst nie deinen gesamten Körper im Kraulschwimmen einzusetzen.
  • Dein Kraulschwimmen bleibt anstrengend und deine Schwimmzeiten langsam.

Du nutzt den Pullbuoy nicht als Trainingsmittel, sondern nur als Schwimmhilfe.

Du lernst nichts durch den Einsatz des Pullbuoys.

Im Gegenteil.

Viele Athleten verschlechtern ihre Kraultechnik dadurch.

Schlimm dabei ist, daß du als ehrgeiziger Triathlet vielleicht deine Schwimmzeiten verbessern willst, aber so genau das Gegenteil davon erreichst.

Was für eine Verschwendung von Trainingszeit.

Willst du nur ein „Workout“, sprich: dich körperlich fertig machen?

Willst du weiterhin die gleichen Fehler endlos wiederholen und sogar vertiefen?

Willst du nichts verändern an dem, was du tust, sondern nur andere Ergebnisse?*

* Funktioniert leider nicht. Hat Einstein schon gesagt.

Oder willst du tatsächlich lernen leichter, länger und schneller Kraul zu schwimmen?

Wenn du tatsächlich leichter, länger und schneller Kraul schwimmen willst, dann wäre es sinnvoll die oben beschriebenen Verhaltensweisen abzustellen und durch sinnvolle Verhaltensweisen zu ersetzen…

Denke mal darüber nach.

Trainingsangebot

Kraultechnik lernen und verbessern speziell für erwachsene Späteinsteiger ins Kraulschwimmen - Workshops, Videoanalysen und Trainingspläne - Veras Triathlon-Blog & Schwimmstudio.de
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Lerne als erwachsener Athlet ohne Hilfsmittel tatsächlich „Kraul SCHWIMMEN“*

* anstatt mit Schwimmhilfen nur nicht „unter zu gehen“ oder „dich über Wasser zu halten“.

Lerne als erwachsener Anfänger im Kraulschwimmen die Grundlagen einer Kraultechnik, die dich vorwärts bringt.
Lerne so entspannt und locker Kraul zu schwimmen.

Optimiere als Athlet mit Erfahrung im Kraulschwimmen die Grundlagen deiner Kraultechnik, damit sie dich müheloser und schneller vorwärts bringt.

Für bessere Leistungen in Training und Wettkampf.

Buche den 1-Tages-Intensiv-Kraultechnik-Workshop 1 (WS-1) und lerne dir die Grundlagen einer Kraultechnik, die dich tatsächlich vorwärts bringt. Schaffe dir deine Basis für bessere Schwimmzeiten im Kraulschwimmen.

Lerne wie du die Inhalte deines Trainings so veränderst, daß sie deinem Zeitbudget gerecht werden und trotzdem bessere Schwimmergebnisse bringen. Lerne endlich richtig Kraul „schwimmen“ anstatt dich mit Schwimmhilfen nur über Wasser zu halten.

  • Du möchtest dein Verbesserungspotenzial im Detail kennenlernen? Konkrete Hinweise zu Ursachen, Folgen und Korrekturen?

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* Videoaufnahmen sind dazu notwendig.

Kontakt

Für weitere Informationen zu

  • Kraultechnik-Workshops
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