Bekleidungstipps für Läufer und Triathleten


1. Trage anliegende Unterwäsche mit flachen Nähten unter deiner Laufbekleidung. Sportunterwäsche erfüllt meistens diese Kriterien. Damit vermeidest du es dich wund zu scheuern.

2. Wer kräftige Oberschenkel hat, sollte lieber kurze bis knielange Lauf-Tights (sehen aus wie Radlerhosen ohne Einsatz) anstatt lockere Lauf-Shorts tragen. Damit vermeidest du es dir die Innenseite der Oberschenkel wund zu scheuern oder aufzureiben. Außerdem sieht es beschissen aus, wenn sich die kurzen Hosenbeine zwischen den Oberschenkeln „hochwuzeln“ und es stört dein Training, wenn du beim Laufen damit beschäftigt bist, diese immer wieder herunter zu ziehen.

3. Wenn du mit kräftigen Oberschenkeln unbedingt lockere Lauf-Shorts anziehen willst, empfehle ich dir eine kurze Lauf-Tight (oder atmungsaktive Unterwäsche mit etwas längeren Beinen oder Kompressionsunterwäsche) darunter zu ziehen. Das hilft dir ebenfalls zu vermeiden, dass du dich wund scheuerst und die kurzen Hosenbeine sollten „unten“ bleiben.

4. Ob du lieber enge oder weite Laufbekleidung trägst, bleibt dir überlassen. Das ist eine Frage des Geschmacks und der Bequemlichkeit. Erst wenn du wettkampfmäßig unterwegs bist, solltest du dir Gedanken über Windschnittigkeit machen. Wobei dieser Faktor beim Laufen über 5k und länger zu vernachlässigen ist.

5. Atmungsaktive Kunstfaser- bzw. Funktionsmaterialien verhelfen dir zu einem besseren Körperklima, weil sie die entstehende Feuchtigkeit vom Körper weg transportieren.

6. Klar, kannst du auch in deinen Baumwollsachen (T-Shirt, Jogginghose, etc.) laufen. Nachteil von Baumwolle beim Sport ist, dass sie die Feuchtigkeit aufnimmt und behält. D.h. dein T-Shirt wird immer schwerer und nasser, je mehr du schwitzt. Beim Laufen selbst ist das in den meisten Fällen nicht dramatisch. Erst wenn du stehen bleibst, wirst du merken, wie unangenehm ein nasses T-Shirt sein kann. Besonders wenn das Wetter und der Wind etwas kühler werden.

7. Für die Damen: Trage einen fest sitzenden Sport-BH mit starkem Halt. Der BH sollte gut sitzen, aber dich nicht einengen oder gar in deiner Bewegungsfreiheit oder Atmung behindern. Joggen/Laufen ist ein High-Impact-Sport, der den aktiven Bewegungsapparat belastet, aber auch das Bindegewebe der weiblichen Brust, wenn es nicht den notwendigen Halt bekommt. Mit anderen Worten: Ein zu lockerer BH leiert das Bindegewebe deiner Brust aus … Je weniger sich die Brust bei jedem Laufschritt auf- und abwärts bewegen kann, desto besser. Du kannst auch zwei mittelstarke BHs übereinander ziehen. Das gibt ebenfalls festen Halt. Bügel-BHs haben im Sport nichts verloren. Genausowenig Push-Up-BHs. Die Träger sollten ausreichend breit sein und nicht einschneiden. Auch hier bewähren sich Funktionsmaterialien wie Meryl-Microfaser, Coolmax und Netzeinsätze um die Atmungsaktivität zu verbessern.

8. Atmungsaktive Socken aus Funktionsmaterialien oder einem Baumwoll-Kunstfaser-Gemisch verhelfen deinen Füssen zu einem besseren Fussklima, weil sie die entstehende Feuchtigkeit vom Fuss weg transportieren. Das bedeutet, deine Füsse bleiben länger trocken. Das bedeutet nicht, dass deine Füße trocken bleiben, wenn du durch eine Pfütze läufst. Laufsocken aus Funktionsmaterialien behalten meist länger ihre Form, als Baumwollsocken.

9. Die Socken sollten passen, d.h. anliegen und keine Falten werfen und gut verarbeitet sein. Ich trage Laufsocken grundsätzlich eine Größe kleiner. Schlecht sitzende Laufsocken verursachen Reibungen auf der Haut und Blasen an den Füssen. Es gibt Sportsocken und es gibt sogar spezielle Laufsocken. Es versteht sich von selbst, dass die speziellen Laufsocken im Fachgeschäft ca. das 5fache von normalen Sportsocken kosten. Wenn deine Füße mit normalen Sportsocken zu Blasenbildung neigen, solltest du vielleicht mal die Investition wagen.

10. Kauf dir funktionelle Laufbekleidung. Das Material sollte atmungsaktiv, strapazierfähig und leicht sein. Wenn du dir darin auch noch gefällst, hast du eine zusätzlich Motivation um zu laufen.

11. Es gibt kein schlechtes Lauf-Wetter. Es gibt nur falsche, i.S.v. für das Wetter unpassende Laufbekleidung.

12. Tipp für den schmalen Geldbeutel: Es muss nicht immer das Teuerste oder die neueste High-Tech-Faser sein. Die Produkte der vergangenen Saison sind genauso gut. Kaufe antizyklisch, d.h. achte auf saisonale Ausverkäufe und Sonderangebote. Oder schau dich mal bei den Discountern (von A… bis T…..) um. Sie bieten mindestens zwei mal pro Jahr (Frühjahr, Herbst) eine Kollektion an Laufbekleidung zu einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis an. Dass du für 10EUR nicht die exakt gleiche Qualität wie für 100EUR bekommst, sollte dir dabei klar sein…

13. Der Laufschuhkauf ist eine Wissenschaft für sich ;o) Hier findest du einen informativen Artikel zum Thema „Laufschuhkauf“.

14. Beim Laufen wird dir warm. Vermeide es dich zu warm anzuziehen. Du bist richtig angezogen, wenn du nach draußen gehst und ein leichtes Frösteln – trotz deiner Bekleidung – verspürst.

15. In der kühleren Jahreszeit ist eine Kopfbedeckung nützlich. Du verlierst ca. 30% deiner Körperwärme über den Kopf. Athleten mit empfindlichen Ohren sollten darauf achten, dass die Mütze tatsächlich über die Ohren reicht. Ein Stirnband ist ebenfalls nützlich. Ist die Mütze zu kurz, kannst du das Stirnband auch unter oder über die Mütze ziehen und so deine Ohren bedeckt halten. Auch hier bewähren sich atmungsaktive Funktionsmaterialien gegenüber Wolle oder reiner Baumwolle.

16. Eine Alternative bieten die schlauchähnlichen Funktionstücher in unterschiedlicher Ausführung. Es gibt sie entweder komplett aus Kunstfaser oder Kunstfaser-Baumwollgemisch. Die Winterausführung besteht aus einem Teil Microfleece und einem Teil Kunstfaser-Baumwollgemisch. Sie lassen sich durch kleine Handgriffe in einen Schal für den Hals, ein Stirnband oder eine Mütze für den Kopf, ein Piratentuch oder sogar eine leichte Sturmhaube verwandeln.

17. In der kalten Jahreszeit sind leichte Handschuhe von Vorteil. Hier gebe ich jedoch öfters reinen Baumwollhandschuhen den Vorzug gegenüber den speziellen Laufhandschuhen. Ich schwitze viel über die Hände und die meisten Laufhandschuhe, die ich ausprobiert habe, waren mir zu warm. Meine Baumwollhandschuhe kaufe ich in der Drogerie. Sie sind dünn und werden normalerweise von Allergikern oder von Damen zur speziellen Handpflege benutzt. Der einzige Nachteil: Es gibt sie nur in weiss. Bei Faschingsartikeln bin ich allerdings auch mal fündig geworden und bin auf schwarze, dünne Baumwollhandschuhe gestossen; und habe sie „zweckentfremdet“.

18. In der kalten Jahreszeit hat sich das Zwiebelprinzip bewährt: Mehrere Schichten dünner Funktionskleidung halten meistens wärmer als eine einzige dickere Schicht, durch die dünnen Luftschichten die zwischen den einzelnen Schichten bestehen. Allerdings geht der Trend momentan wieder zu einer Schicht dünnem High-Tech-Material, die das Zwiebelprinzip ersetzen soll… Ich habe es noch nicht getestet, aber die Fleecepullis für das Laufen werden schon immer dünner, halten aber genauso warm wie die dickeren Teile von vor ein paar Jahren…

19. In der warmen Jahreszeit ist eine Schirmkappe (Baseball Cap) oder ein Visor nützlich. Die Kappen gibt es oft als Materialmix mit Mesh- oder Netzmaterial, damit sie noch luftiger sind. Sie schützen den Kopf und die Augen vor direkter Sonneneinstrahlung.

Im Winter schützt das Schild einer Schirmkappe die Augen (oder die Brille) vor Schnee und Regen. Ich trage manchmal eine Schirmkappe unter einem Funktionstuch. So bleiben meine Ohren warm und die Augen (die Brille) geschützt.

20. Eine Sonnenbrille schützt deine Augen vor direkter Sonneneinstrahlung, Wind, Staub und niedrig hängenden Ästen. Sie sollte komplett aus bruchsicherem Material gefertigt sein und den Vorschriften für UV-Schutz entsprechen.

21. Mach einen doppelten Knoten (oder eine doppelte Schleife) in deine Schnürsenkel. Damit verhinderst du, dass sie dir während des Laufens aufgehen und du darüber stolperst.

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